Altes Rathaus und Untere Pfarrkirche St. Sebastian

Der Marktplatz in G 1 wird zusammen mit dem ersten Rathausbau in F 1 bereits Anfang des 17. Jahrhunderts angelegt. Nach den Zerstörungen der Stadt im 30-jährigen Krieg und im Pfälzischen Erbfolgekrieg wird der Standort jeweils beibehalten. Ab 1700 wird der Wiederaufbau des Rathauses geplant. Die Stadt wünscht sich neben dem Rathaus den Anbau einer Mehlwaage und lässt entsprechende Pläne entwerfen. Doch Kurfürst Johann Wilhelm (1758-1716) entscheidet sich – im Rahmen seiner Politik zur Rekatholisierung der Kurpfalz – für einen durch den gemeinsamen Turm verbundenen Doppelbau von Rathaus und katholischer Pfarrkirche. Es sind die ältesten erhaltenen Gebäude Mannheims. Seit 1705 werden im Rathaus Ratssitzungen abgehalten. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert reicht der Platz für die vielfältigen kommunalen Aufgaben einer schnell wachsenden Großstadt nicht mehr aus. Nach dem 1910 erfolgten Umzug von Verwaltung und Stadtrat ins umgebaute Kaufhaus N 1 behalten in F 1 nur das Gemeindegericht, das Standesamt und der Stadtschularzt ihren Sitz. Dagegen bleibt die Kirche in Funktion und wird heute auch Marktkirche genannt.
 

Galerie