Diakonissenmutterhaus

Das erste Diakonissenhaus in Deutschland wird 1836 gegründet. Junge Frauen verpflichten sich zu einer verbindlichen evangelischen Lebens-, Glaubens- und Dienstgemeinschaft und erlernen einen anerkannten Beruf. In Mannheim wird 1861 ein „Evangelischer Verein für Krankenpflege durch Diakonissen“ ins Leben gerufen. 1867 nimmt in F 7 zunächst ein von Karlsruher Diakonissen betreutes Kinder-Hospital seine Arbeit auf. Daraus entwickelt sich ein eigenständiges Mutterhaus. 1884 wird in dem neu gebauten Diakonissenhaus auch ein Krankenhaus für Erwachsene eröffnet. Daneben betreut das Mutterhaus Gemeindestationen in Stadt und Land und betreibt unter dem Namen „Marthahaus“ die „Herberge für stellenlose unbescholtene Mädchen“, zunächst in U 1, 14, später in F 7, 19. Auch ein Kindersolbad in Bad Rappenau und ein Erholungsheim in Bad Herrenalb stehen unter Mannheimer Leitung. Im 2. Weltkrieg werden die Gebäude in F 7 zerstört. 1961 kann ein Neubau an der Speyerer Straße bezogen werden. Nach der 1999 erfolgten Fusion mit dem Heinrich-Lanz-Krankenhaus setzt das Diakoniekrankenhaus die Tradition der Diakonissen fort. Das Mannheimer Mutterhaus ist seit 2004 Teil der Evangelischen Diakonissenanstalt Speyer-Mannheim.
 

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