Kunsthalle

Der Bau des Karlsruher Professors Hermann Billing (1867-1946) gehört zu den beeindruckendsten Jugendstilschöpfungen in Deutschland. Zunächst nur für die Kunstausstellung anlässlich des Stadtjubiläums 1907 errichtet, wird das Gebäude Ende 1909 als Städtische Kunsthalle wiedereröffnet. Zur Finanzierung trägt maßgeblich eine Stiftung des jüdischen Kaufleute-Ehepaars Julius (1841-1893) und Henriette (1847-1901) Aberle bei. Unter den Direktoren Fritz Wichert (1878-1951) und seit 1923 Gustav Friedrich Hartlaub (1884-1963) setzt die Kunsthalle bis 1933 Maßstäbe bei der Vermittlung der zeitgenössischen Kunst. 1925 gibt sie mit der Ausstellung „Neue Sachlichkeit“ sogar einer Kunstrichtung den Namen. 1983 wird der Erweiterungstrakt zum Friedrichsplatz hin in Betrieb genommen, 1999 kommen, finanziert von der H. W. & J. Hector Stiftung, weitere Räume in dem darunter liegenden ehemaligen Tiefbunker hinzu. Die Sammlung mit exemplarischen Stücken der klassischen Moderne sowie die Ausstellungen der Gegenwartskunst genießen internationalen Ruf.
 

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