Wasserturm

Der 1889 fertiggestellte Turm gilt als Wahrzeichen der Stadt und steht seit 1987 unter Denkmalschutz. Der Entwurf stammt von dem jungen Gustav Halmhuber, der 1885 den eigens ausgeschriebenen Wettbewerb gewinnt. Hinter den Mauern des repräsentativen Gebäudes verbirgt sich in rund 30 m Höhe ein Druckausgleichsbehälter von 2 000 m³ als Herzstück der zentralen Wasserversorgung für die Stadt. Deren Planung und Bauleitung liegt seit 1882 bei dem aus Österreich stammenden Ingenieur Oskar Smreker (1854-1935). Der neobarocke Monumentalbau bringt in den äußeren Formen den Stolz des erfolgreichen Bürgertums der Zeit um 1900 zum Ausdruck. Pläne, den im 2. Weltkrieg stark beschädigten Turm völlig neu zu gestalten, rufen heftige Proteste hervor. Dabei zeigt sich, wie sehr sich die Mannheimer mit ihrem Wasserturm identifizieren. So gibt der Gemeinderat 1962 die Rekonstruktion in Auftrag. 1974 wird die Wasserversorgung zu einer Aufgabe der neugegründeten MVV.
 

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