Zentrenkonzept

Das Zentrenkonzept bildet die Grundlage für die räumliche Einzelhandelsentwicklung der Stadt Mannheim.
Es gibt den räumlichen Rahmen vor, innerhalb dessen Einzelhandelsansiedlungen möglich sind. Es dient als Leitlinie zur Beurteilung von Standortanfragen, zur Entwicklung von Standortangeboten und als Basis und Orientierung für die Aufstellung und Änderung von Bebauungsplänen. Investoren, Projektentwickler, Filialisten und Marktbetreiber schätzen das Zentrenkonzept als wichtigen Baustein für eigene Planungen und als Beitrag zur Investitionssicherheit.

Für das Zentrenkonzept erfolgte u.a. die flächendeckende Erhebung des Einzelhandelsangebotes, eine städtebaulich-funktionale Bestandsaufnahme, die Abgrenzung der (Einzelhandels-) Innenstadt und der Stadtteilzentren, eine Analyse und Bewertung der Nahversorgungssituation in den Stadtteilen, die Überprüfung der Zentrentypisierung und die Aufstellung einer speziell für Mannheim gültigen Sortimentsliste (zentrenrelevante und nicht zentrenrelevante Sortimente). Auf dieser Basis werden realistische Perspektiven für die räumliche Einzelhandelsentwicklung für die Innenstadt und die Stadtteilzentren aufgezeigt und Handlungsstrategien für eine geordnete städtebauliche und strukturelle Entwicklung des Einzelhandels formuliert.

Das Zentrenkonzept wurde erstmals im Jahre 2000 vom Gemeinderat beschlossen und 2009 fortgeschrieben (siehe Anhang). Die dem derzeit verbindlichen Konzept zugrunde liegenden Daten wurden 2006 erhoben. Der seitdem erfolgte betriebliche und räumlich-funktionale Strukturwandel und neue Ansiedlungen im Einzelhandel erschweren eine fehlerfreie einzelhandelsbezogene Abwägung bei der Aufstellung bzw. Änderung von Bebauungsplänen. Zur Vermeidung von Verfahrensfehlern und zur Absicherung der zukünftigen Einzelhandelsentwicklung wurden deshalb seit Oktober 2014 die einzelhandelsbezogenen Planungsgrundlagen aktualisiert und die konzeptionellen Aussagen überprüft.

Die Fortschreibung des Zentrenkonzeptes erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren. Das zunächst erforderliche Grundlagengutachten wurde durch das Büro Dr. Donato Acocella Stadt- und Regionalentwicklung erarbeitet.

Die Fortschreibung wird verwaltungsintern durch die beiden städtischen Fachbereiche Stadtplanung und Wirtschaftsförderung begleitet und unter Beteiligung einer Arbeitsgruppe (Industrie- und Handelskammer, Handelsverband, Handwerkskammer, BdS Kreisverband, Werbegemeinschaft Mannheim City, Verband Region Rhein-Neckar, Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim) und vier BBR-Sondersitzungen unter Beteiligung der BdS-Ortsverbände bzw. der örtlichen Gewerbevereine durchgeführt.

Nach Vorliegen des Grundlagengutachtens und Abschluss der ersten Beteiligungsrunden erfolgte am 31. Mai 2016 im Ausschuss für Umwelt und Technik die Beschlussfassung zur Fortschreibung des Zentrenkonzeptes durch den Gemeinderat.

Die Verwaltung hat auf dieser Basis einen Entwurf zur Fortschreibung des Zentrenkonzeptes ausgearbeitet.
Die Erstellung erfolgt in enger Abstimmung und Beteiligung von Gutachter, Verwaltung, Gemeinderat, Bezirksbeirat und Einzelhandel.

Anschließend werden nochmals die bereits im Verfahren eingebundenen o.g. Akteure und die Öffentlichkeit beteiligt. Im Juli 2017 erfolgen dazu die Veröffentlichung des Konzeptentwurfes im Internet und die Auslegung im Beratungszentrum Bauen und Umwelt im Collini-Center.

Die Ergebnisse der Beteiligungsrunden sowie die verwaltungsinterne Beschäftigung mit den dabei eingehenden Hinweisen und Anregungen werden dann in die endgültige Konzeptformulierung einfließen.

Es ist vorgesehen, den abgestimmten Konzeptentwurf zur Fortschreibung des Zentrenkonzeptes im Spätjahr 2017 vom Gemeinderat beschließen zu lassen.

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