Modell Räumliche Ordnung (MRO)

Das Modell Räumliche Ordnung (MRO) ist das integrierte räumliche Stadtentwicklungskonzept der Stadt Mannheim. 1992 zum ersten Mal erarbeitet und 1998 fortgeschrieben, bildete das MRO seitdem einen stabilen Rahmen, um räumliche Entwicklungen in der Stadt Mannheim zu steuern. In den nächsten Jahren wird voraussichtlich eine erneute Fortschreibung des MRO erfolgen.

Schon das MRO von 1992 benennt die „zur Neige gehenden Reserven an bebaubarem Boden“ als die zentrale Herausforderung der räumlichen Stadtentwicklung. Anders als zu jener Zeit sind heute jedoch die militärischen Konversionsflächen weitestgehend entwickelt und stehen nicht mehr als Potenziale zur Verfügung. Die Nachfrage an Flächen bleibt jedoch hoch.

Die Bevölkerung der Stadt Mannheim wird bis 2038 um voraussichtlich 23.000 Personen auf dann insgesamt ca. 339.500 EinwohnerInnen wachsen. Die steigende Zahl an EinwohnerInnen zieht verschiedene Fragestellungen nach sich. Insbesondere wird zu überlegen sein, wie mit dem unverändert großen Nachfragedruck in Bezug auf Wohnen aber auch Gewerbe umgegangen werden soll.

Wohn- und Lebensqualität werden jedoch erst durch ein grünes Umfeld erreicht. Urbanes Grün und qualitativ hochwertige Freiräume fördern die Erholung, Naturerfahrung und gesellschaftliche Teilhabe. Zum Erhalt der Biodiversität, des Klimaschutzes und der Klimaanpassung gewinnt der Freiraum immer mehr an Bedeutung und muss entsprechend geschützt und weiterentwickelt werden.

Diese unterschiedlichen Ansprüche an den Raum erzeugen Flächennutzungskonflikte, die im Modell Räumliche Ordnung dargestellt und abgewogen werden. Das MRO kann damit als räumliches Leitbild für die Ableitung konkreter Stadtentwickungsprojekte genutzt werden.