Modell Räumliche Ordnung (MRO)

Mit der Neuausrichtung der Mannheimer Stadtentwicklungsplanung zu Beginn der 90er Jahre wurden eine Reihe von Planungskonzeptionen geschaffen und politisch beschlossen, die bis heute den Rahmen für die räumliche Stadtentwicklung setzen und entwicklungsleitend sind. Ausgangspunkt aller Überlegungen bildete dabei die folgende Tatsache: Die zukünftige räumliche Entwicklung Mannheims ist durch die vorhandenen Freiräume determiniert. Grundlegend ist das Stadtentwicklungskonzept Modell Räumliche Ordnung (MRO), das 1992 erarbeitet und 1998 fortgeschrieben wurde. Ausgehend von der Erkenntnis, dass der Anteil der Siedlungsflächen an der Gesamtgemarkung bereits sehr hoch ist und einer weiteren Inanspruchnahme der freien Landschaft für Bauzwecke damit deutliche Grenzen gesetzt sind – will man auch den sonstigen menschlichen Bedürfnissen wie Erholung, Naturerlebnis, Luftreinhaltung, Wasserschutz, usw. gerecht werden – wurde das zukünftige Siedlungsflächenwachstum konsequent auf die Innenentwicklung ausgerichtet.

Das Modell Räumliche Ordnung stellt das Grundmuster für einen räumlichen Entwicklungsrahmen der Stadt Mannheim dar, in dem die städtischen Funktionen und Nutzungen in ökologisch sinnvoller Zuordnung zueinander entwickelt werden sollen und der auch als qualitative Leitlinie der städtebaulichen Entwicklung für alle weiteren Planungen gelten soll. Unter Berücksichtigung gewachsener Strukturen zeigt es Perspektiven für die Entwicklung der Stadt auf. Es gibt einen räumlichen Entwicklungsrahmen vor, innerhalb dessen die Strukturen und Funktionen der einzelnen Teilräume festgelegt werden können. Auf Grundlage des Modells Räumliche Ordnung sind für wichtige räumliche Entwicklungsbereiche Rahmenpläne erstellt worden, in denen nicht nur Flächen für die weitere Bebauung aufgezeigt werden, sondern ebenso unabdingbar freizuhaltende Flächen definiert werden.

Das MRO ist nach BauGB § 1 Abs. 6 Nr. 11 bei der Aufstellung von Bauleitplänen zu berücksichtigen.

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