Kinderrechte

Auf dem Weg zur
Kinderfreundlichen Kommune

Kinderrechte

Videogrußbotschaft des Oberbürgermeisters Dr. Peter Kurz zum Kinderspektakel am Samstag, 26. September 2020, unter dem Motto „Kinderrechte schaffen Zukunft“. 


Auf dem Weg zur Kinderfreundlichen Kommune

Die Stadt Mannheim will der UN-Kinderrechtskonvention auf lokaler Ebene zu einer stärkere Bedeutung verhelfen und hat dazu mit dem Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. eine Vereinbarung zur verbindlichen Zusammenarbeit unterzeichnet. Dazu wird bis Ende diesen Jahres unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ein Aktionsplan mit konkreten Maßnahmen erstellt, um junge Menschen in Mannheim besser zu schützen, zu fördern und zu beteiligen. Nach der Bestätigung des Aktionsplans durch den Gemeinderat prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen diesen und vergibt das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“. Das Siegel erkennt den Willen der Kommune zur Umsetzung der UN-Kinderrechte an. Es ist zudem Ausdruck einer Selbstverpflichtung der Gemeinde und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzusetzen. Der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. begleitet den gesamten Prozess.

Bildungsbürgermeister Dirk Grunert betont: „Schon vor vielen Jahren hat sich Mannheim auf den Weg zu einer kinderfreundlichen Stadt gemacht. Das Vorhaben ‚Kinderfreundliche Kommunen’ ermöglicht es uns, das bisher Erreichte zu bewerten und weitere Entwicklungsschritte festzulegen. Dies wird dazu beitragen, dass wir als zukunftsorientierte Kommune genau die in den Blick nehmen, die diese Zukunft maßgeblich gestalten und prägen werden und genau jenen eine Stimme zu geben, für die das Wort Zukunft die größte Bedeutung hat: die Kinder.“

Ziel ist es, eine umfassende Kinderfreundlichkeit in kommunalen wie auch politischen Prozessen zu erreichen. Dabei geht es um alle Bereiche unseres Zusammenlebens, um Verkehr, Ökologie, Stadtplanung, Wohnungsbau, Sport, Freizeit, Bildung und vieles mehr.


Die zwölf wichtigsten Kinderrechte

Die UN-Kinderrechtskonvention gibt es schon seit mehr als 30 Jahren. Bis heute ist schon vieles erreicht worden, um Kinder und Jugendliche zu schützen und zu fördern. Leider gilt dies nicht für alle Kinder und Jugendliche auf der Welt. Die Staatengemeinschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, allen Kindern und Jugendlichen positive Rahmenbedingungen für die Entwicklung zu schaffen. Hier die zwölf wichtigsten Kinderrechte kurz erklärt.

Gleichheit (Artikel 2)

Alle Kinder dieser Welt haben dieselben Rechte – egal wer sie sind und wo sie leben. Kein Kind darf benachteiligt werden.

Gesundheit (Artikel 24)

Alle Kinder haben das Recht auf rechtzeitigen Zugang zu angemessenen Gesundheitsleistungen.

Bildung (Artikel 28)

Alle Kinder haben das Recht auf Bildung, Schule und Berufsausbildung. Die Grundschule ist in allen Vertragstaaten pflicht und kostenlos.

Spiel und Freizeit (Artikel 31)

Alle Kinder haben das Recht auf Ruhe und Freizeit, auf Spiel und altersgemäße aktive Erholung sowie auf freie Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben.

Freie Meinungsäußerung und Beteiligung (Artikel 12 und 13)

Alle Kinder haben das Recht, bei allen Fragen, die sie betreffen, mitzubestimmen und zu sagen, was sie denken.

Schutz der Privatsphäre und Ehre (Artikel 16)

Alle Kinder haben das Recht, dass ihr Privatleben, ihre Ehre und ihre Würde geachtet werden.

Zugang zu den Medien; Kinder- und Jugendschutz (Artikel 17)

Alle Kinder haben das Recht sich alle Informationen altersgemäß zu beschaffen, die sie brauchen, und ihre eigene Meinung zu verbreiten.

Schutz im Krieg und auf der Flucht (Artikel 22 und 38)

Alle Kinder haben das Recht im Krieg und auf der Flucht besonders geschützt zu werden.

Gewaltfreie Erziehung (Artikel 19)

Alle Kinder haben das Recht auf Schutz vor Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung.

Schutz vor Ausbeutung (Artikel 32 und 34)

Alle Kinder auf der Welt haben das Recht, vor wirtschaftlicher und sexueller Ausbeutung (Kinderarbeit und Prostitution) geschützt zu werden.

Elterliche Fürsorge (Artikel 18)

Alle Kinder haben das Recht, von ihren Eltern erzogen und gefördert zu werden. Eltern müssen dafür sorgen, dass es ihren Kindern gut geht und sie ein liebevolles und sicheres Zuhause zu haben.

Besondere Fürsorge und Förderung bei Behinderung (Artikel 23)

Alle behinderten Kinder haben das Recht auf besondere Fürsorge und Förderung, damit sie aktiv am Leben teilnehmen können.

Weitere Informationen zu den Kinderrechten gibt es hier.