Schallschutzfensterprogramm

Lärm stellt eines der drängendsten lokalen Umweltprobleme dar. Mannheim ist als Ballungsraum in besonderem Maße davon betroffen. Lärm kann krank machen, mindert das Wohlbefinden und die Arbeitsleistung, drückt die Immobilienpreise und verursacht jährlich enorme Folgekosten. Die „Richtlinie 2002/49/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm“ (kurz: EU-Umgebungslärmrichtlinie) legt ein europaweit einheitliches Konzept fest, um schädliche Auswirkungen durch Umgebungslärm zu verhindern, zu vermeiden oder zu mindern. Die Ergebnisse der Lärmminderungsplanung sind hier dargestellt. Auf Basis dieses rechtlichen Instrumentes hat der Gemeinderat in den Jahren 2008 und 2011 den Lärmaktionsplan 2008 (Beschlussvorlagen 624/2008 und 148/2011) beschlossen und damit die Schwerpunkte der Lärmschutzpolitik der Stadt Mannheim festgelegt.

 

Im Juli 2012 hat der Gemeinderat die Richtlinien der Stadt Mannheim für die Gewährung von Zuschüssen zur Durchführung von Schallschutzmaßnahmen an bestehenden Gebäuden beschlossen und seit dem 01.08.2012 sind die Richtlinien in Kraft. Die Richtlinien legen die Rahmenbedingungen für eine Förderung sowie das anzuwendende Berechnungsverfahren fest. Das Schallschutzfensterprogramm richtet sich vor allem an private Eigentümer, die Schallschutzmaßnahmen an ihren Wohnnutzungen durchführen wollen. Im Rahmen des städtischen Schallschutzfensterprogramms sind für die im Lärmaktionsplan festgelegten Gebäude

  • der Einbau von Schallschutzfenstern und –türen in Aufenthaltsräumen von Wohnungen,
  • der Einbau von schallgedämmten Lüftungsanlagen in Schlafräumen von Wohnungen sowie
  • Maßnahmen an Zusatzeinrichtungen im Fensterbereich wie Rollladenkästen und Fenster-Paneele in Aufenthaltsräumen von Wohnnutzungen

förderfähig. Die Gebäude, für die eine Förderung möglich ist, sind in der Anlage 1 zu den Förderrichtlinien aufgelistet. Nur wenn eine Adresse hier genannt wird, ist eine Förderung im Rahmen des städtischen Schallschutzfensterprogramms möglich. Die Förderung für Wohnungen, die in Form eines Zuschusses gewährt wird, beträgt 50% der anrechenbaren Kosten. Der Förderungshöchstbetrag wird pro Wohneinheit auf 6.000 Euro festgelegt. Für denkmalgeschützte Gebäude wird der Höchstbetrag auf 8.000 Euro erhöht. Ein Rechtsanspruch auf die Förderung besteht nicht.

 

Falls für Ihre Wohnung eine Förderung möglich ist, können Sie diese mit Hilfe des beiliegenden Antragsformulars beantragen. Um Ihnen das Ausfüllen des Antrags zu erleichtern, haben wir ein Merkblatt sowie ein sowie ein Beispielantrag zusammengestellt.

 

Wenn Sie Fragen haben oder einen Termin vereinbaren möchten, melden Sie sich bitte unter 0621/293-7906 oder schreiben Sie an 61.schallschutzfenster@mannheim.de.

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