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Lärmminderungsplanung im Ballungsraum Mannheim

Lärm ist das größte Umweltproblem. Lärm stört, Lärm verursacht Stress und Lärm schädigt die Gesundheit. Aus diesem Grund sind Lärmvorsorge, Lärmsanierung und der Schutz ruhiger Gebiete grundlegende Bestandteile einer nachhaltigen kommunalen Stadtentwicklungs- und Umweltpolitik.

Diesem Ziel dient die Lärmminderungsplanung, die mit der Ermittlung der Lärmbelastung (mit der sog. Lärmkartierung) und – bei Vorliegen von Lärmproblemen und Lärmauswirkungen – mit der Erarbeitung von Lärmminderungsmaßnahmen (in den Lärmaktionsplänen) neue Impulse für die kommunale Lärmschutzpolitik erreichen will. Beide Instrumente sind 2007/2008 erstmals nach europaweit einheitlichen Vorgaben erstellt worden um sind in vorgegebenen Zeiträumen (5 Jahre) zu aktualisieren und ggf. zu überarbeiten.

Unter Umgebungslärm versteht man unerwünschte oder gesundheitsschädliche Geräusche im Freien, die durch Aktivitäten von Menschenverursacht werden, einschließlich des Lärms, der von Verkehrsmitteln, Straßenverkehr, Eisenbahnverkehr, Flugverkehr sowie Geländen für industrielle Tätigkeiten ausgeht. Daher werden im Ballungsraum Mannheim folgenden Lärmquellen kartiert:

  • alle Straßen mit mehr als 4.000 Fahrzeugen täglich,
  • die Mannheimer Stadtbahnen und die OEG-Linien,
  • der „City-Airport“ Neuostheim,
  • den gesetzlichen Vorgaben gemäß ausgewählte Industrie- und Gewerbeflächen sowie
  • der Handels-, Altrhein- und Industriehafen.

Andere Lärmarten wie etwa Lärm aus Sport– und Freizeitanlagen oder aus militärischen Einrichtungen sowie aus gesamtstädtischer Sicht weniger bedeutsame Lärmquellen wurden nicht kartiert, da sie von den gesetzlichen Vorgaben nicht erfasst werden.

Aus den Lärmkarten kann abgelesen werden,

  • in welchem Umfang,
  • durch welche Lärmquellen und
  • mit welcher Lärmintensität

die Bürgerinnen und Bürger Mannheims betroffen sind.

Die Lärmkartierung der Haupteisenbahnstrecken erfolgt separat durch das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) und kann hier eingesehen werden.

Als Indikatoren für die Belastung durch Lärm wurde der Tag-Abend-Nachtlärmindex (Lden) für eine Betrachtung von 24 Stunden und der Nachtlärmindex (Lnight) für die 8-stündige Nachtzeit herangezogen.

Die gesetzlich vorgegebenen Kartierungswerte liegen bei >55 dB(A) über 24 Stunden und bei > 50 dB(A) im Nachtzeitraum von 8 Stunden. Zusätzlich zur graphischen Darstellung wird bei der Kartierung auch die geschätzte Anzahl von Lärm betroffenen Personen ermittelt. Zusätzlich werden auch Angaben über Wohnungszahlen sowie betroffene Schulen und Krankenhäuser gemacht.

 

Anhänge:

Weitere Infos:

Beratungszentrum Bauen und Umwelt

Collinistraße 1, EG
Öffnungszeiten:
Mo–Do 08:00–17:00 Uhr

Fachbereich 61 Stadtplanung,
Sachgebiet Lärmschutz

LMP [at] mannheim [dot] de
Tel: 0621 293-7283
oder 293-7534
(Mo–Do 09:00–12:00 Uhr)

Hier erhalten Sie Fachauskünfte zu den Inhalten und dem Verfahren.