Geburten

Anmeldung von Geburten

Sehr geehrte Eltern,

die Geburt Ihres Kindes in Mannheim muss beim Standesamt Mannheim in K 7 unverzüglich zur Beurkundung angezeigt werden. Die Mannheimer Kliniken nehmen Ihnen die Anzeigepflicht ab.

Dafür müssen Sie alle Unterlagen, die das Standesamt zur Beurkundung der Geburt benötigt, mit in die Klinik nehmen. Wenn Sie keine Papiere dort abgeben, zeigt die Klinik die Geburt Ihres Kindes ohne die nötigen Unterlagen nach spätestens 5 Tagen schriftlich beim Standesamt an. In diesem Fall müssen Sie sich selbst um die weiteren Formalitäten beim Standesamt kümmern.
Füllen Sie dazu den Vornamenzettel (Erklärung zum Namen eines Kindes) vollständig aus, unterschreiben ihn und lassen diesen, zusammen mit den unten genannten Unterlagen, dem Standesamt zukommen. Sie können die Unterlagen entweder mit der Beschriftung „Standesamt“ in den am Gebäude neben dem Haupteingang von K 7 befindlichen Hausbriefkasten einwerfen oder per Post zusenden (Anschrift siehe neben stehend).

Die Beurkundung der Geburt nimmt einige Tage in Anspruch. Bitte sehen Sie von Nachfragen beim Standesamt ab. Sie werden vom Standesamt telefonisch benachrichtigt, wenn die Beurkundung vorgenommen wurde bzw. noch Dokumente fehlen sollten.

Bitte beachten Sie, dass ein Zutritt ins Gebäude K 7 nur mit vereinbartem Termin möglich ist.
 

Welche Unterlagen dem Standesamt vorgelegt werden müssen, hängt von Ihrem Familienstand ab:

Sie sind verheiratet

  • Geburtsurkunden beider Eltern und Eheurkunde/Heiratsurkunde oder

  • beglaubigter Ausdruck aus dem Eheregister mit Hinweisteil

Sie sind nicht verheiratet

  • Ihre Geburtsurkunde und die Geburtsurkunde des Vaters (wenn eine Vaterschaftsanerkennung bereits erfolgt oder beabsichtigt ist)

  • gegebenenfalls Vaterschaftsanerkennung und –falls vorhanden - gemeinsame Sorgeerklärung

Falls Sie bereits verheiratet waren, zusätzlich

  • Ehe-/Heiratsurkunde mit Nachweis über die Auflösung der Ehe (rechtskräftiges Scheidungsurteil oder Sterbeurkunde des Mannes)

  • einen standesamtlichen Nachweis zum Familiennamen, falls Sie einen früheren Namen wieder angenommen haben

Zum Nachweis Ihrer Identität

  • Personalausweis oder Reisepass (ggf. mit Aufenthaltstitel) von beiden Elternteilen

Für nicht in deutscher Sprache ausgestellte Urkunden ist eine Übersetzung mit vorzulegen. Bitte beachten Sie, dass diese von einem in Deutschland beeidigten oder anerkannten Übersetzer verfasst sein müssen.

In wenigen Einzelfällen braucht das Standesamt weitere Unterlagen, z.B. bei ausländischen Urkunden oder bei Spätaussiedlern. Im Zweifelsfall fragen Sie das Standesamt.

Wenn Sie nicht verheiratet sind, kann der Vater des Kindes die Vaterschaft bereits vor der Geburt anerkennen. In diesem Fall wird der Vater sofort im Geburtseintrag beurkundet.

Selbst wenn Sie noch verheiratet sind, aber die Scheidung bereits anhängig ist, kann die Vaterschaft unter bestimmten Voraussetzungen anerkannt werden. Als Vater muss aber zunächst der Noch-Ehemann beurkundet werden. Der leibliche Vater kann erst mit Rechtskraft der Scheidung eingetragen werden.

Wenn Sie nicht in Mannheim wohnen, können Sie auch beim Standesamt Ihres Wohnortes die Vaterschaftsanerkennung erledigen.

Informieren Sie sich bei Ihrem Standesamt oder bei Ihrem Jugendamt.

 

Welchen Familiennamen bekommt das Kind?

Wenn Sie als verheiratete Eltern einen gemeinsamen Ehenamen führen, bekommt auch Ihr Nachwuchs im Allgemeinen automatisch diesen Namen als Familiennamen.

Wenn Sie als verheiratete Eltern getrennte Familiennamen führen, so müssen Sie sich beim ersten Kind entscheiden, welchen Familiennamen Ihr Kind erhalten soll. Diese Wahl ist bindend für alle weiteren Kinder.

Wenn Sie nicht verheiratet sind, erhält das Kind grundsätzlich den Familiennamen der Mutter. Bitte wenden Sie sich bei weiteren Fragen zur Namensführung des Kindes an das Standesamt.

Bei unterschiedlichen Staatsangehörigkeiten der Eltern müssen diese allgemeinen Regeln nicht zum Zuge kommen. Hier können ausländische Namensrechte ins Spiel kommen. In diesem Fall wenden Sie sich am besten direkt an das Standesamt.

Bei Fragen zu einer nachträglichen Änderung des Familiennamen des Kindes lassen Sie sich unbedingt persönlich oder telefonisch vom Standesamt beraten.

 

Welche Urkunden erhalten Sie und wie hoch sind die Gebühren?

Die Bescheinigungen für Kindergeld, Elterngeld und Mutterschaftshilfe erhalten Sie gebührenfrei. Für alle weiteren Geburtsurkunden müssen Sie eine Gebühr bezahlen (12,00 Euro je Urkunde).

Sie können vom Standesamt bei Bedarf auch mehrsprachige Geburtsurkunden erhalten. Die Gebühr beträgt ebenfalls 12,00 Euro je Urkunde.