Mehrweg-Pflicht für Essen und Getränke zum Mitnehmen
Seit 1. Januar 2023 gibt es die Mehrwegangebotspflicht nach § 33 Verpackungsgesetz
Was bedeutet die Mehrwegangebotspflicht konkret?
Alle Lebensmittel und Getränke zum Mitnehmen müssen auch in Mehrwegbehältnissen angeboten werden und das nicht zu einem schlechteren Preis oder zu schlechteren Bedingungen als in Einwegverpackungen. Auch vorab abgefüllte Lebensmittel in der Selbstbedientheke müssen in einer Mehrwegalternative angeboten werden.
Plastik begleitet unseren Alltag und ist in vielen Bereichen, etwa im Haushalt, nicht mehr wegzudenken. Als Einwegprodukt ist Plastik jedoch eine hohe Belastung fürs Klima, für die Umwelt, die Tiere und unsere Lebensqualität. Deswegen müssen wir umdenken und unsere Einstellung zu Plastik ändern. Wie wichtig unser Handeln jetzt ist, zeigen wir Ihnen in diesem Video.
Mannheimer Schulen können auf ein dichtes Netz an außerschulischen Bildungspartnern vor Ort zurückgreifen. In Anlehnung an die Leitperspektiven der Bildungspläne können passende Partner für Projekttage oder AGs gefunden werden.
Auch 2025 luden die Trans*Aktionswochen Rhein-Neckar dazu ein, gemeinsam Räume für Sichtbarkeit, Austausch und Empowerment zu gestalten. Vom 4. bis 23. November fand ein vielfältiges Programm in Heidelberg und Mannheim statt.
Im Mittelpunkt der Trans*Aktionswochen steht seit 2015 der Internationale Gedenktag »International Trans* Day of Remembrance« am 20. November. Die Trans*Aktionswochen präsentieren Workshops, Vorträge, Diskussionen, Sportangebote sowie zahlreiche weitere Formate. Sie bieten Gelegenheiten zur Vernetzung, zum Lernen und zur Stärkung der Community. Das Programm richtet sich an verschiedene Zielgruppen und wird durch das Engagement zahlreicher regionaler Gruppen, Vereine und Institutionen getragen.
Für die Programmkoordination der Trans*Aktionswochen arbeiten die Queer-Beauftragung der Stadt Mannheim und die Koordinationsstelle LSBTIQ+ im Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg zusammen. Die einzelnen Programmpunkte werden von unterschiedlichen Partner*innen organisiert; für Inhalt und Durchführung trägt jeweils die verantwortliche Einrichtung Sorge.
Am 26. Oktober 2022, rund ein Jahr nachdem der Gemeinderat den ersten Gleichstellungsaktionsplan der Stadt Mannheim (GAPinMA) verabschiedet hat, gab die Stadt Mannheim in festlichem Rahmen einen ersten Überblick über die Umsetzung der Projekte.
Der Abend im Festsaal der jüdischen Gemeinde kreiste um das Thema „Erwerbstätigkeit und Gleichstellung“ – der Schwerpunkt des aktuellen Gleichstellungsaktionsplans der Stadt Mannheim. Und so fokussieren alle 22 Projekte des ersten Gleichstellungsaktionsplans das Themenspektrum Frauen und Erwerbstätigkeit. In der Projektvorstellung wurden hauptsächlich die Hürden, die sich Frauen durch die strukturelle Benachteiligung stellen, in den Blick genommen – jedoch in einen Blick, der auch konkret Lösungen enthält.
„Im Jahr 2011 hat der Gemeinderat der Stadt Mannheim die Unterzeichnung der Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern beschlossen. Die Umsetzung der Charta dient der Ursachenbekämpfung und fordert messbare, konkrete Schritte“, so Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz anlässlich seiner Ansprache. „Dafür wurde zum einen ein interner Rahmenchancengleichheitsplan für die Stadtverwaltung entwickelt. Zum anderen wurde in Zusammenarbeit mit der Stadtgesellschaft ein Gleichstellungsaktionsplan für die Stadt und ihre Einwohner*innen angestrebt.“ Zur Umsetzung des Gleichstellungsaktionsplans haben 150 Akteur*innen aus 55 Organisationen einen Projektkatalog mit 22 konkreten Projekten rund um das Thema „Erwerbstätigkeit und Gleichstellung“ erstellt. „Dabei tritt die Stadt Mannheim als aktive Moderatorin auf, die Netzwerke für die Entwicklung von Konzepten und konkreten Maßnahmen gestaltet und begleitet.“
In einem virtuellen Grußwort richtete sich Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Baden-Württemberg, an die Festgesellschaft: „Frauen gestalten Wirtschaft und Gesellschaft aktiv mit: als Unternehmerinnen, Fach- und Führungskräfte, Wissenschaftlerinnen oder Forscherinnen. Allerdings besteht weiterhin ein deutliches Gender Gap – und zwar bezogen auf: Erwerbsformen und Beschäftigungsumfang, Einkommen und Alterssicherung, Frauen in MINT-Berufen und Frauen in Führungspositionen. Mit Ihrem ersten Gleichstellungsaktionsplan und den darin verankerten Maßnahmen unterstützt die Stadt Mannheim die Gleichstellung von Frauen und Männern im Bereich der Erwerbstätigkeit vor Ort in ihrer Kommune.“
In einem Impulsvortrag gab Professorin i.R. Uta Meier-Gräwe einen Einblick in die Thematik Erwerbstätigkeit und Gleichstellung und unterlegte sie mit Statistiken, die das Thema Gleichstellung aus ökonomischer Sicht dringlich werden lassen. Diesem entschiedenen Appell folgte die Vorstellung der Projekte des GAPinMA durch Vertreterinnen der Expert*innenteams – moderiert durch die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Mannheim, Zahra Deilami, und Professorin Sylvia Schraut, Leiterin des Charta-Beirates. „Erwerbstätigkeit“, so Zahra Deilami, „ist eine wichtige Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben“. Die Projekte reichen von der Förderung von Frauen in Entscheidungsgremien und Führungspositionen über Start-ups bis hin zur Förderung von hochqualifizierten Migrantinnen, Mädchen bei einer (selbst-)bewussten Berufsauswahl und der Integration von Frauen aus prekären Arbeitsverhältnissen in den regulären Arbeitsmarkt.
Moderiert wurde der Abend von LORI, Sängerin und Songwriterin aus Mannheim, die auch auf musikalischer Ebene feministische Impulse einstreute.
Der erste Gleichstellungsaktionsplan der Stadt Mannheim
Der erste Gleichstellungsaktionsplan der Stadt Mannheim läuft von 2019 bis 2023 und wird danach in einem dreijährigen Turnus fortgeschrieben. Er wurde in einem breit angelegten Beteiligungsprozess mit der Stadtgesellschaft erarbeitet. So entwickelten rund 150 Expert*innen aufbauend auf zwei Beteiligungsformaten mit der Bürgerschaft und der Stadtverwaltung und Politik Projektskizzen zu den verschiedenen Themenbereichen. Die Expert*innen sowie die Mitglieder des Chartabeirates stammen aus rund 55 Unternehmen, Hochschulen und weiteren Bildungseinrichtungen, Gewerkschaften, (sozialen) Organisationen und Initiativen, Vereinen, Dachverbänden sowie Persönlichkeiten der Stadt sowie Politik und der Stadtverwaltung.
Der Projektkatalog als innovativer und effektiver Weg
Der GAPinMA stellt mit seinen 22 konkreten Projektskizzen einen umfassenden Projektkatalog dar. Jede Projektskizze wurde dahingehend überprüft, ob sie in Mannheim realisiert werden kann. Mit dieser Kombination von Vision und Machbarkeit zeichnet sich der Plan als ein realistisches Instrument aus, das einen tatsächlichen Beitrag zur eigenständigen Existenz von Frauen und Mädchen in Mannheim leisten kann.
Unterstützt wurden die Expert*innen dabei durch einen eigens eingerichteten Charta-Beirat, der als Think-Tank fungierte, Ideen in die Expert*innenteams gab und auch weiterhin Lobbyarbeit für die Umsetzung des Gleichstellungsaktionsplans betreibt.
Das Gesamtvolumen aller Projekte des Gleichstellungsaktionsplans beträgt über zwei Millionen Euro. In dem ersten Jahr nach Inkrafttreten des Plans wurden bereits weitere potentielle Kooperationspartnerschaften gewonnen und weitere Drittmittel eingeworben. Bereits während der Entwicklungsphase konnten rund 20% der Projekte mit einem Volumen von rund einer halben Million Euro begonnen werden.