LSBTI

"Mannheim ist eine Stadt, die ihre Vielfalt schätzt und als besonderen Reichtum begreift. Es sind die Menschen in Mannheim, die unsere Stadt zu dem machen, was sie ist. Und wir glauben fest an das Potenzial all unserer Bürger*innen.

Wir sehen es daher als unsere zentrale Aufgabe an, ein Klima von Respekt und Wertschätzung in Mannheim zu fördern.

Dazu gehört für uns selbstverständlich, dass lesbische, schwule, bisexuelle, transgeschlechtliche und intergeschlechtliche Menschen frei von Diskriminierung und mit gleichen Chancen leben, arbeiten und sich entfalten können.

Als Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt und Mitglied des Rainbow Cities Network verpflichtet sich die Stadt Mannheim zu ihrem Einsatz für Menschen vielfältiger sexueller und geschlechtlicher Identitäten.

Gemeinsam setzen wir uns für ein respektvolles und bereicherndes Zusammenleben in Vielfalt ein."

Dr. Peter Kurz, Oberbürgermeister der Stadt Mannheim

Als weiteres Zeichen hat sich die Stadt Mannheim als eine der ersten Städte Europas und als erste Stadt in Baden-Württemberg zum Freiheitsraum für LGBTIQ-Personen (LGBTIQ Freedom Zone) erklärt. Dies beschloss der Mannheimer Gemeinderat in seiner Sitzung am 27. Juli 2021. Damit folgt die Stadt Mannheim einer vielbeachteten Entschließung des Europäischen Parlaments. Dieses hatte die Europäische Union am 11. März 2021 zur LGBTIQ Freedom Zone ausgerufen. Anlass war die zunehmend ausgrenzende und queerfeindliche Politik gegenüber lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgeschlechtlichen, intergeschlechtlichen und queeren Menschen (LGBTIQ), insbesondere der Regierungen in Polen und Ungarn.
Mit der Ausrufung verpflichtet sich die Stadt Mannheim zu öffentlichen Maßnahmen zur Förderung und zum Schutz der Rechte von LGBTIQ-Personen.

Aktuelle Veranstaltungen und Angebote

24.09.2022 Édouard Louis liest aus seinem neuen Roman

Édouard Louis liest aus seinem neuen Roman „Anleitung ein Anderer zu werden“ um 19:00 Uhr auf der Wiese der CityKirche Konkordien, R 2, 1, 68161 Mannheim.
Édouard Louis wurde durch „Das Ende von Eddy“ international bekannt. Sein neuer Roman knüpft genau dort an: wie gelingt und was kostet die Überwindung der Herkunft? Édouard Louis beschreibt die Erfahrungen, Schmerzen und Auswirkungen eines Lebens in Armut in Westeuropa sowie seinen Erfolg, den er auch als „Racheakt“ für die selbst erlebte homofeindliche Diskriminierung und Gewalt sieht.
Moderiert und gedolmetscht wird das Gespräch von Jayrôme C. Robinet, ebenfalls in Nordfrankreich geboren. Jayrôme C. Robinet ist Spoken-Word-Künstler, Autor und Übersetzer. Zuletzt erschien von ihm „Mein Weg von einer weißen Frau zu einem jungen Mann mit Migrationshintergrund“.
Gemeinsam werden sie die Erfahrungen in den Blick nehmen, Klasse und Geschlechterordnung zu überschreiten, sowie das „Privileg, ein Leben ohne Privilegien kennengelernt zu haben“.
Die Lesung findet als Kooperation der Stadtbibliothek Mannheim, des Institut français Mannheim und der LSBTI-Beauftragung der Stadt Mannheim im Rahmen des Festivalsommers „Kultur in the City“ von livekultur mannheim e.V. statt. Sie wird gefördert im Impulsprogramm „Kultur trotz Corona“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung ist barrierefrei zugänglich, eine barrierefreie Toilette ist vorhanden.

 

Queere Vielfalt im Alter

Selbstbewusst und selbstbestimmt – so wollen Queere Menschen in jedem Alter sein. 2021 hat der Runde Tisch sexuelle und geschlechtliche Vielfalt Mannheim beschlossen, sich als Jahresthema mit den Fragen der queeren Vielfalt im Alter auseinanderzusetzen. Es wurde eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die eine Reihe von Veranstaltungen durchgeführt hat. Als erstes Ergebnis wurde eine Dokumentation erstellt, die die Veranstaltungen und den Prozess vorstellt und die Ergebnisse festhält. Sie enthält damit nicht nur Informationen zum Thema, sondern informiert auch über die nächsten Schritte und Ziele für ein offenes und queerfreundliches Mannheim für Menschen im höheren und hohem Alter. Sie können die Dokumentation, die von Susanne Hun gestaltet wurde, hier als pdf herunterladen (nicht barrierefrei - barrirefreie Version folgt in Kürze).

Die Ergebnisse des Beteiligungs-Workshops „Queere Vielfalt und Selbstbestimmung beim Wohnen im Alter“ am 25. März 2022 liegen vor und sind auf dem Beteiligungsportal der Stadt eingestellt. Sie können sie hier als pdf herunterladen.
 

Runder Tisch sexuelle und geschlechtliche Vielfalt Mannheim

Der nächste Runde Tisch sexuelle und geschlechtliche Vielfalt Mannheim findet am 15.09.2022 um 19 Uhr statt. Weitere Informationen finden Sie hier. Für nähere Informationen kontaktieren Sie uns gerne.

 

Queere Frauen² Netzwerk zur Sichtbarkeit von lbttiq Frauen in Mannheim

Queere Frauen sind oft wenig sichtbar und erleben eine Mehrfachdiskriminierung als Frau – auch in der queeren Community. Unser Netzwerk setzt sich für die Sichtbarkeit von lesbischen, bisexuellen, transsexuellen, transgender, intergeschlechtlichen, queeren und nicht-binären Frauen ein. Alle interessierten Frauen sind herzlich zu unseren regelmäßig stattfindenden Netzwerktreffen eingeladen. Gemeinsam diskutieren wir die vielfältigen Bedarfe und entwickeln Maßnahmen, die wir zusammen umsetzen.
Das Netzwerk wird von der Gleichstellungsbeauftragten und der LSBTI-Beauftragung der Stadt Mannheim geleitet.
Anmeldung für das Treffen am 15.08.22 bitte bis zum 11.08.22 an Margret Göth margret.goeth@mannheim.de

Jahresbericht 2021 & Rückblick

Für das Jahr 2021 hat die LSBTI-Beauftragung einen ausführlichen Jahresbericht zu den Aktivitäten und Zielen vorgelegt. Sie können den Bericht hier als pdf herunterladen.

Einen Rückblick auf zentrale Veranstaltungen der letzten Jahre finden Sie hier.

Hinweise auf Veranstaltungen der LSBTI-Beauftragung und der Community finden Sie auch auf unserer Facebook-Seite

 

Die LSBTI-Beauftragung entwickelt Strategien

Als erste Stadt in Baden-Württemberg hat Mannheim eine Beauftragung für die Chancengleichheit von Menschen vielfältiger sexueller und geschlechtlicher Identitäten – kurz LSBTI-Beauftragung – geschaffen. Als Bindeglied zwischen Verwaltung, Politik und LSBTI-Community agieren Margret Göth und Sören Landmann als  LSBTI-Beauftragung der Stadt Mannheim sowohl in die Stadtverwaltung als auch in die Stadtgesellschaft hinein. Zentrale Aufgabe der LSBTI-Beauftragtung ist die Entwicklung von Strategien zur sozialen Stadtentwicklung. So entwickelt sie strategische Konzepte, um Diskriminierung aufgrund sexueller oder geschlechtlicher Identität weiter abzubauen und die Voraussetzungen für die Chancengleichheit und aktive Teilhabe von lsbti Menschen in Mannheim zu fördern. Darüber hinaus ist sie Ansprechperson für alle lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgeschlechtlichen sowie intergeschlechtlichen und alle, die sich zugehörig fühlen – kurz lsbti – Mitarbeiter*innen und Bürger*innen der Stadt Mannheim sowie deren Angehörige.

 

Die LSBTI-Beauftragung berät

Neben Mitarbeiter*innen und Bürger*innen steht die LSBTI-Beauftragung sowohl den Dienststellen der Stadtverwaltung Mannheim als auch externen Organisationen zur Seite. Sie berät in konkreten Fällen und vermittelt, wenn gewünscht, weiter, gerade auch zu Fragen des Coming-outs und der Transition am Arbeitsplatz. Sie unterstützt aber auch dabei, vorausschauend Strategien zu entwickeln, um Organisationen für Mitarbeiter*innen und Kund*innen diskriminierungsfrei zu gestalten, zum Beispiel durch die Implementierung von Transitionsrichtlinien oder die Ausrichtung der Dienstleistungen auch auf Regenbogenfamilien.

 

Die LSBTI-Beauftragung unterstützt die LSBTI-Community

Zu den Aufgaben der LSBTI-Beauftragung gehört es auch, die LSBTI-Community zu unterstützen. So organisiert sie den Runden Tisch LSBTTIQ, der dem Austausch von Expertise zwischen den organisierten Gruppen der Community, Politiker*innen aus dem Gemeinderat und Vertreter*innen der Stadtverwaltung dient und aktuelle Anliegen der LSBTI-Community in Mannheim thematisiert. Sie unterstützt Veranstaltungen der Community und gestaltet mit dieser zusammen Aktionen, bspw. rund um den CSD Rhein-Neckar und den Dyke*March Rhein-Neckar, den Internationalen Tag gegen Homophobie, Biphobie, Interphobie und Transphobie (IDAHOBIT) oder die Trans*Aktionswochen Rhein-Neckar.

 

Die LSBTI-Beauftragung klärt auf und macht sichtbar

Die Aufklärung über die Lebensrealität von lsbti Menschen und die Sichtbarmachung von Diskriminierung aufgrund von sexueller oder geschlechtlicher Identität sind für die Arbeit der LSBTI-Beauftragung zentral. Durch Öffentlichkeitsarbeit, Kampagnen und Veranstaltungen macht sie auf noch bestehende Probleme aufmerksam, informiert und setzt Zeichen für Solidarität.

Die Arbeitsfelder erstrecken sich dabei über alle Lebensbereiche:
• Jugend
• Bildung
• Arbeit
• Familie
• Gesundheit
• Alter
• Kultur
• Sport
• Religion

 

Die LSBTI-Beauftragung ist Vielfaltsbeauftragung

Jeder Mensch ist vielfältig. Geschlecht, Migrationshintergrund, Alter, Behinderung und viele weitere Merkmale machen Menschen neben ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität aus. Deswegen betrachtet die LSBTI-Beauftragung Vielfalt als mehrdimensional und Diskriminierung als intersektional. Die LSBTI-Beauftragung arbeitet daher eng mit den anderen Beauftragten der Stadt Mannheim wie der Gleichstellungsbeauftragten, dem Integrationsbeauftragten und der Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen zusammen. Gemeinsam arbeiten sie an der Umsetzung und Weiterentwicklung der städtischen Vielfalts- und Antidiskriminierungspolitik der Stadt Mannheim und setzen sich ein, das respektvolle Zusammenleben in Vielfalt für alle Menschen in Mannheim zu stärken.

 

Die LSBTI-Beauftragung hilft

In Fällen von Diskriminierung oder Benachteiligung aufgrund sexueller oder geschlechtlicher Identität bietet die LSBTI-Beauftragung vertraulich Hilfe an. Sie unterstützt dabei, die Situation zu klären und vermittelt gegebenenfalls an Beratungseinrichtungen oder Selbsthilfegruppen weiter. In konkreten Einzelfällen wie einer Diskriminierung am Arbeitsplatz oder Unklarheiten im Kontakt mit anderen kommunalen Stellen hilft sie, die korrekten Verfahren anzustoßen und einfache Lösungen zu finden.

 

Die LSBTI-Community

Christopher-Street-Day

Ihre Verbundenheit mit lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgeschlechtlichen, intergeschlechtlichen und queeren Menschen zeigt die Stadt beispielsweise beim jährlich stattfindenden Christopher Street Day, für den Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und andere prominente Persönlichkeiten der Metropole die Schirmherrschaft übernehmen. Mit dem Hissen der Regenbogen- und Transfahne am Rathaus wirbt Mannheim für eine Haltung des gegenseitigen Respekts, die unabdingbar ist für ein friedliches Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft.

 

Ehrenamt

Die zahlreichen Gruppen und Initiativen in Mannheim freuen sich immer über Unterstützung - ob Elterninitiative, Jugendgruppe oder Sportverein.
Wer sich für die Belange der LSBTI-Community interessiert, findet weiterführende Informationen beim Offenen Netzwerk LSBTTIQ Menschen in Mannheim.

 

Beratung

Rat und Hilfe finden Sie bei PLUS, Psychologische Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar e. V. oder dem Fachbereich Gesundheit.

Rat und Hilfe finden Sie bei PLUS, Psychologische Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar e. V. oder dem Fachbereich Gesundheit. Lesbische und queere Frauen, die Unterstützung zu Fragen von Beruf und Karriere suchen, können sich an die Kontaktstelle Frau und Beruf wenden.

 

Sport

Unter dem Motto "Vereint in sportlicher Vielfalt" bietet der mvd als LSBTI-Sportverein ein breites Sportangebot an: von Volleyball, Schwimmen und Fitness, bis Yoga und Selbstverteidigung, Basketball, Fußball oder Badminton.

 

Ausgehen

Zum Ausgehen und Menschen treffen erwartet Sie in Mannheim eine sehr bunte Szene.
Interessante Tipps und Informationen finden Sie bei der Tourist Information.