MANNHEIMS STADTWALD - DIE GRÜNE LUNGE UNSERER STADT

Unsere Waldvision

Ein gesunder, ökologisch wertvoller und klimastabiler Mischwald lädt zur Erholung ein, bietet Lebensraum für Arten und trägt mit einer nachhaltigen Holznutzung zur CO2 Neutralität und Rohstoffversorgung der Stadt Mannheim bei.

Mannheims Wälder

Über 1.800 Hektar Wald umgeben Mannheim. Im Norden liegt der Käfertaler Wald. Im Westen am Rhein grenzen der Waldpark und die Reißinsel an die Stadtteile Lindenhof und Neckarau an. Im Süden bei Rheinau liegt der Dossenwald. 68 Prozent der Waldfläche in Mannheim gehört der Stadt, 15 Prozent dem Land Baden-Württemberg und 17 Prozent der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau, der DB und Privatpersonen. Eine Übersichtskarte zu den Eigentümern der Mannheimer Waldflächen finden Sie hier.
Der Stadtwald besteht zu 57 Prozent aus Laubbäumen (Eichenarten, Buche, Esche, Ahorn, Robinie, Traubenkirsche u.v.m.) und zu 43 Prozent aus Kiefer.

Unsere Ziele für den Stadtwald

Unser Ziel ist die aktive Entwicklung und Erhaltung gesunder Waldökosysteme. Hierfür werden instabile Waldbestände zu klimarobusten, widerstandsfähigen und ökologisch wertvollen Mischwäldern weiterentwickelt. Nur gesunde, strukturreiche Wälder können alle Waldfunktionen erfüllen und dauerhaft einen Lebensraum für Arten und Erholungsraum für uns bieten. Die Stadt Mannheim bekennt sich dabei zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Eine nachhaltige Holznutzung für Mannheim bedeutet in diesem Zusammenhang, dass in Summe viel weniger genutzt wird, als nachwächst. Geerntet werden überwiegend kranke und absterbende Bäume, die mit dem sich verändernden Klima nicht zurechtkommen.

Wald entdecken

Unser Stadtwald ist Erholungsraum

Der Mannheimer Stadtwald ist ein Erholungsraum und lädt zu vielfältigen Aktivitäten ein. Ob für sportliche Betätigungen, zum Spielen oder für Spaziergänge: Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste sind eingeladen, den Stadtwald und seine zahlreichen Angebote zu nutzen. Dazu gehören zum Beispiel Bänke, Trimm Dich Pfade, Grill- und Rastplätze und viele weitere Angebote.

Unser Stadtwald ist Lebensraum

Der Stadtwald bietet vielen Lebewesen Lebensraum. Seltene Tier- und Pflanzenarten finden Rückzugsorte in Waldbiotopen. Diese Biotope werden geschützt, erhalten und ggf. gepflegt, um zum Beispiel den Lebensraum der Arten zu sichern, für die wir in Mannheim eine besondere Verantwortung haben.

Wald entwickeln

Der Stadtwald wird vom Eigenbetrieb Stadtraumservice gepflegt und kontinuierlich weiterentwickelt. Oberstes Ziel ist die nachhaltige Entwicklung artenreicher und klimastabiler Mischwälder, um die natürlichen Schutzfunktionen des Waldes dauerhaft zur erhalten.
In Teilen des Stadtwaldes fällt die Kiefer durch Trockenheit und Krankheiten aus. Meist fehlen hier zukunftsfähige, klimastabile Laubbäume. Erschwerend kommt hinzu, dass ungeeignete Pflanzen eine natürliche Verjüngung verhindern und den Lebensraum unserer Arten gefährden. In solchen und ähnlichen Fällen werden klimastabile Laubbäume gepflanzt.
Dies erfolgt planmäßig jährlich auf 0,5 Prozent der Stadtwaldfläche.

Nachhaltige Waldentwicklung

Mannheim engagiert sich auf vielfältige Weise im Bereich Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit bedeutet im Kontext des Leitbilds Mannheim 2030, dass unsere Lebensweise und unser Wirtschaften so ausgerichtet sind, dass auch kommende Generationen gut leben können. Die strategischen Ziele des Leitbilds Mannheim 2030 wirken sich mit der Zielsetzung der naturnahen und nachhaltigen Bewirtschaftung unmittelbar auf die Behandlung und Entwicklung des Stadtwalds aus. Ergänzend zum Leitbild Mannheim 2030 wurden die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen der Stadt Mannheim zugeordnet. Das Ziel 15, „Wälder nachhaltig bewirtschaften“ und „den Biodiversitätsverlust stoppen“, ergänzt somit unmittelbar die mit dem Leitbild 2030 formulierte Zielsetzung und stellt die Grundlage jeglichen Handelns im Stadtwald dar. Trotz der immensen Herausforderungen durch die sich verändernden klimatischen Bedingungen, die in den letzten Trockenjahren besonders deutlich wurden, wird der Stadtwald sukzessive an die neuen Rahmenbedingungen angepasst. In Summe wird deutlich weniger Holz genutzt als nachwächst. Dabei werden überwiegend kranke und absterbende Bäume geerntet. Viele Lebewesen sind auf tote Bäume angewiesen. Darum werden im Stadtwald auch abgestorbene Bäume bis zu ihrer vollständigen Zersetzung erhalten.


Informationen zu aktuellen Themen rund um die Forstarbeit finden Sie hier:


ZU BESUCH IM WALD - TIPPS FÜR DEN WALDBESUCH

>Auf- und abseits von Wegen

Wer im Wald spazieren oder joggen geht, darf sich frei bewegen - auch abseits der Wege. Für einige empfindliche Bereiche besteht zum Schutz ein Betretungsverbot. Naturschutzgebiete und Flächen mit jungen Bäumen (Naturverjüngungen und Forstkulturen) dürfen nicht betreten werden. Gleiches gilt für gesperrte oder eingezäunte Flächen und abgesperrte Wege sowie forstbetriebliche und jagdbetriebliche Einrichtungen. Auch am Weg aufgestapeltes Holz darf nicht betreten werden. Hier besteht Lebensgefahr, da sich die schweren Stämme dadurch ggf. bewegen können. Gerne dürfen Sie die Erholungseinrichtungen nutzen. Halten Sie zum Beispiel Hütten auch für andere Waldbesucher offen. Diese dürfen nicht von Ihnen abgesperrt werden.

Fahrräder

Radfahren ist im Wald auf allen geeigneten Wegen ab einer Breite von zwei Metern erlaubt.

Abgesperrte Wege und Bereiche

Für Ihre Sicherheit sind Gebiete abgesperrt, von denen Gefahren für Sie ausgehen. Wir bemühen uns diese Gefahren schnellst möglich zu beseitigen. Für abgesperrte Wege und Bereiche besteht ein absolutes Betretungsverbot. Nehmen Sie dies bitte ernst.

Grillen, Feuer und Rauchen im Wald

Mannheims Wälder sind besonders waldbrandgefährdet. Darum ist das Rauchen im Wald vom 1. März bis zum 31. Oktober grundsätzlich verboten. Feuer darf nur an den Grillplätzen in den dafür vorgesehenen festen Einrichtungen gemacht werden, wenn es die Waldbrandwarnstufe zulässt. Die Waldbrandwarnstufe berücksichtigt die aktuelle Wetterlage und Trockenheit.

Hunde

Für den Stadtwald besteht keine Leinenpflicht für Hunde. Ihr Hund muss sich jedoch immer in Sicht- und Rufweite befinden und zuverlässig auf Kommandos reagieren. Ausgenommen sind Bereiche, die in Naturschutzgebieten liegen, hier gilt eine Leinenpflicht. Auch in Bereichen mit hohem Besucheraufkommen, wie z.B. Spielplätzen, Wildgehegen oder Grillhütten, und bei vielen Waldbesucher*innen nehmen Sie bitte Ihren Hund an die Leine. Andere Waldbesucher*innen und insbesondere Radfahrer*innen haben stets Vorrang. Bitte nehmen Sie entsprechend Rücksicht. Bitte beachten Sie, dass Hundehalter*innen auch im Wald verpflichtet sind, den Hundekot zu beseitigen und diesen außerhalb des Waldes fachgerecht zu entsorgen.

Seien Sie achtsam – und nehmen Sie Ihren Müll wieder mit

Plastikflaschen, Taschentücher, Zigarettenstummel & Co haben im Wald nichts verloren. Sie gefährden Pflanzen- und Tierarten, verunreinigen Boden und Gewässer. Produkte aus Kunststoff brauchen viele Jahrhunderte, bis diese zersetzt sind. Bitte tragen auch Sie dazu bei, kein Müll im Wald zu hinterlassen und entsorgen Sie ihn richtig.

Pferde

Reiten ist in Mannheims Wäldern nur auf Reitwegen erlaubt. Das gilt auch für das Führen eines Pferdes. Die Reitwege sind mit einem Pferdekopf markiert.

Schonung und Schutz von Tieren und Pflanzen

Unsere Wälder beherbergen Tausende Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, die unseren Schutz verdienen. Seien Sie umsichtig beim Waldbesuch.

Sammeln von Pilzen und Beeren

Sie dürfen auch im Stadtwald außerhalb der Naturschutzgebiete und Biotope Pflanzen, Pilze und Beeren in geringer Menge (Handstrauß bzw. max. 2 kg/Tag) für den persönlichen Bedarf  sammeln, sofern diese nicht streng oder besonders geschützt sind und es für den Bereich kein Betretungsverbot gibt. Nehmen Sie dabei Rücksicht auf die Lebensräume.

Waldtypische Gefahren
Wer sich im Wald aufhält, tut dies grundsätzlich auf eigene Gefahr. Waldtypische Gefahren sind alle Gefahren, mit denen im Wald zu rechnen ist, insbesondere das Umstürzen von Bäumen (auch von toten Bäumen), das Abbrechen von Ästen, Unebenheiten oder Gräben im Gelände usw. Auch mit Beeinträchtigungen an Wegen muss im Stadtwald gerechnet werden. Bei Wind und Sturm muss insbesondere mit erhöhten Gefahren gerechnet werden. Aktuell werden diese durch eine Vielzahl an absterbenden Bäumen erhöht. Wir raten dringend davon ab, sich bei Wind, Sturm oder Gewittern im Wald aufzuhalten. Auch in den Tagen nach einem solchen Ereignis können noch entsprechende Auswirkungen auftreten. Wir versuchen die Waldwege so schnell wie möglich wieder frei zu räumen.

Brennholz

Wenn Sie Brennholz für den Eigenbedarf aufarbeiten und kaufen möchten wenden Sie sich bitte an die örtlichen Revierleitenden:

•    Marko Kratz für den Käfertaler Wald
•    Norbert Krotz für den Dossenwald und den Waldpark

Beim Kauf von Brennholz müssen Sie einen Nachweis über einen zweitägigen Motorsägenlehrgang vorlegen. Bei der Aufarbeitung ist die persönliche Schutzausrüstung bestehend aus Helm, Schnitzschutzjacke und –hose, Handschuhe und Schnitzschutzstiefel etc. zu tragen.

 

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