Glaubens-Extreme

In fast allen großen Religionskulturen der Welt sind erhebliche Einschränkungen der Rechte der Frauen* zementiert: über Kleidungsvorschriften, Verbote - bspw. einer soliden Bildung oder beruflicher Karriere zugunsten der Familie – bis hin zu Sanktionen und Strafen für ungehorsames Verhalten. Trotzdem sind Frauen* - laut Statistiken – nicht nur religiöser als Männer*; sie fühlen sich auch zunehmend zum religiösen Extremismus hingezogen.
Religiöse Sekten und Gruppierungen haben ebenso oft extrem frauenfeindliche Ansichten. Die Gurus oder „Meister“ fordern Frauen* nicht selten zur Prostitution, Orgien, Sadomasochismus, Inzest oder in extremsten Fällen zur Selbstaufopferung auf. Dennoch bestehen die sklavenartigen Gefolgschaften zum großen Teil aus Frauen*, die nach und nach in ein psychosoziales Abhängigkeitsverhältnis geraten.
Was bewegt Frauen* dazu, sich solchen extremen Gruppierungen und Glaubensansätzen anzuschließen? Sind wir in Deutschland frei von diesen extremen Glaubensrichtungen? Wenn Glaube Halt gibt, welche Halt finden hier die Frauen*? Sind Männer* im gleichen Maße anfällig?

Moderatorinnen:
Dipl. Hdl. Elsbeth Ruiner, Oberstudienrektorin a.D.
Dr. Susanne Wichert, In den Reiss-Engelhorn-Museen: Direktorin der Stiftungsmuseen und Geschäftsführerin der rem|gGmbH