Verlegeorte

Bisher verlegte Stolpersteine

Verlegeadresse

Name

Geburtsdatum

Schicksal

Käfertalerstr. 38

Abel, Friedrich

12.3.1891

KPD-Mitglied; 1934 zu 1 Jahr 5 Monaten Haft verurteilt; am 22.7.1936 unter ungeklärten Umständen im Gefängnis verstorben.

M 6 (Lauersche Gärten)

Adis, Hermann

21.11.1886

Am 28.3.1945 wegen Hissens der weißen Fahne erschossen.

Holzbauerstr. 3

Awstreich, Chaim

1.1.1882

Am 22.10.1940 nach Gurs verschleppt, am 6.3.1943 vom Sammellager Drancy nach Majdanek (Lublin-Majdanek)/Polen (Transport 51); für tot erklärt auf den 31.3.1943.

Collinistr. 47; zuvor: Mollstr. 39

Baldauf, Martha

13.2.1877

Am 22. Oktober 1940 von der Deportation verschont, aber am 13. November 1940 im Israelit. Krankenhaus verstorben.

Mönchwörthstr. 51

Baumann, Jakob

20.4.1893

Sozialdemokratischer Widerstandskämpfer, mehrfach verhaftet, zuletzt 1937 wegen Hochverrats im Zuchthaus Hohenasperg. Überlebte die Haft, starb 1951 an den Haftfolgen.

John Deere, Werksgelände

Biehler, Eugen

18.11.1902

1933 zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. 1935 wegen der Verteilung illegaler Schriften erneut 5 Jahre Zuchthaus. KZ Dachau und Ravensbrück, dort am 5.5.1942 ermordet.

Rathenaustr. 1

Billigheimer, Samuel

3.8.1889

Lehrer; 1933 vom Dienst beurlaubt. Nach dem Pogrom vom 10. November 1938 nach Dachau verschleppt. Im März 1939 wanderte er nach Australien aus; dort am 17.5.1983 verstorben.

F 5, 25

Adresse nicht mehr existent, daher:

F 5, 1

Blum, Walter 23.5.1921

Geboren in der Spiegelfabrik 286 im Stadtteil Luzenberg. Als "Halbjude" verfolgt. Nach Arbeitseinsätzen und Umschulungslagern wurde er Anfang März 1943 nach Auschwitz verschleppt, wo er am 19.11.1944 an den Folgen der Haft verstarb.

Rathenaustr. 3

Brink,  Marie Luise, geb. Klopfer 2.11.1924

Wurde mit ihrem Vater Ludwig Klopfer 1940 nach Gurs deportiert. Nach ihrer Verlegung in das Lager Rivesaltes gelang ihr die Flucht. Sie konnte zu ihren Großeltern in der Schweiz fliehen und überlebte.

Bonifatiuskirche

Brunke, Thaddäus

21.1.1903

Er wirkte ein Jahrzehnt als Kaplan an St. Bonifatius in Mannheim. 1940 verhaftet, kam er am 5.8.1942 im KZ Dachau um.

Meerfeldstr. 4 a

Cohn, Marianne

17.9.1922

Am 31. Mai 1944 bei einem Transport jüdischer Kinder über die französisch-schweizerische Grenze verhaftet, 8. Juli 1944 im Wald bei Ville-la-Grand ermordet.

Mittelstr. 4

Dieter, Gustav

15.7.1906

Sozialdemokratischer Widerstandskämpfer, 1935 zu 10 Monaten Haft verurteilt, am 18.3.1936 im Zuchthaus Bruchsal unter ungeklärten Umständen verstorben.

M 6 (Lauersche Gärten)

Doland, Adolf

14.1.1883

Am 28.3.1945 wegen Hissens der weißen Fahne.

F 2, 10

Dreifuss, Albert

14.12.1864

Am 22.10.1940 nach Gurs deportiert, gestorben am 31.10.1940 in Lannemezan.

Goethestr. 18

Dreifuss, Bernard

18.2.1921

Über Drancy am 6.3.1943 deportiert und in Majdanek ermordet.

Goethestr. 18

Dreifuss, Eugen

14.6.1886

aus Drancy am 7.12.1943 deportiert und in Ausschwitz ermordet.

D 7, 8

Dreifuß, Jenny

26.6.1893

Auf dem Grabstein: Jenni, 22.10.1940 Freitod wegen der bevorstehenden Deportation nach Gurs.

Goethestr. 18

Dreifuss, Rosa geb. Ascher

19.10.1893

aus Drancy am 7.12.1943 deportiert und in Ausschwitz ermordet.

Langstr. 24

Dreyfuss, Ernestine Else

2.5.1886

Am 22.10.1940 nach Gurs deportiert. Am 10.3.1941 nach Rivesaltes verschleppt, am 14.8.1942 nach Auschwitz deportiert, wurde sie dort ermordet.

Langstr. 24

Dreyfuss, Theodor

31.10.1877

Am 22.10.1940 nach Gurs deportiert. Verstorben am 20.2.1942 in Rivesaltes.

Lange Rötterstr. 22

Dürr, Friedrich

1.2.1904

1935 verhaftet und ins Zuchthaus gebracht; 1938 nach Dachau deportiert; am 28.4.1945 bei der Befreiung Dachaus erschossen

Mittelstr. (Ecke Lupinenstr.)

Eckel, Rosa

16.4.1913

Vom Mannheimer Sondergericht wegen eines geringfügigen Diebstahls zum Tode verurteilt, in Stuttgart am 22.12.1943 hingerichtet

Schulstr. 84 (Mannheim-Neckarau) Eckermann, Hans Jakob 15.10.1912

Der Sohn eines Steindruckers wurde wegen Arbeitsverweigerung am 17.4.1940 in das Konzentrationslager Dachau verbracht, wo er am 11.8.1940 verstarb.

Rheinhäuserstr. 56

Ehret, Georg

11.12.1898

Wegen angeblicher Plünderung am 5./6.9.1943 zum Tode verurteilt, das Urteil wurde am 15.1.1944 in Stuttgart vollstreckt.

N 2, 8

Eis, Johanna, geb. Wallenstein

16.9.1875

Von Karlsruhe aus nach Gurs deportiert, von Marseille nach New York ausgewandert, dort am 4.6.1946 verstorben.

Collinistr. 20

Eppstein, Hedwig

6.1.1903

Deportation am 26.1.1943 von Berlin nach Theresienstadt, Ghetto; am 28.10.1944 ins Vernichtungslager Auschwitz verschleppt, wo sie am 30.10. ermordet wurde.

Collinistr. 20

Eppstein, Paul

4.3.1902

Übernahm 1928 die Leitung der neugegründeten Volkshochschule in Mannheim. Nachdem er im Juni 1933 entlassen wurde, fand er eine neue Aufgabe in der „Reichsvertretung der deutschen Juden“ in Berlin als Leiter der Auswanderungsstelle. 1943 wurde er in das KZ Theresienstadt deportiert, wo er im September 1944 ermordet wurde

Rathenaustr. 1

Erlanger, Fritz Horst

15.4.1903

Emigration Anfang Januar 1934 Schweiz; von dort nach Frankreich, wo er vom 25.11.1941 bis 3.7.1942 im Lager Gurs interniert war; 4.7.1942 - 23.7.1942 Lager Rivesaltes. Anschließend in Perpignan; 16.6.1942 Lager Drancy; 27.3.1942 von Drancy nach Auschwitz.

Rathenaustr. 1

Erlanger, Lina, geb. Kuhn

13.6.1869

Am 22.10.1940 nach Gurs deportiert. Verstorben am 7.6.1944 in Gurs (Datum festgesetzt).

Rathenaustr. 1

Erlanger, Max

13.12.1865

Inhaber der Eisenhandlung M. Marum, die „arisiert“ wurde. Starb kurz vor der Deportation am 11.10.1940 in Mannheim.

T 4 (Sickinger-Schule)

Faulhaber, Johann

10.3.1864

Euthanasieopfer; Psychiatrie in Wiesloch und Heidelberg; ermordet in Grafeneck 2.11.1940.

Hebelstr. 21

Feitler, Nanette

22.10.1940

Witwe des 1913 verstorbenen Kaufmanns Moritz Feitler. Selbsttötung, um der drohenden Deportation zu entgehen.

Schulstr. 84 (Mannheim-Neckarau) Furchheimer, Bruno 14.8.1885

Der jüdische Inhaber eines Warenhauses wurde nach einer Inhaftierung im Mannheimer Schlossgefängnis in das Konzentrationslager Dachau verschleppt und kam dort unter ungeklärten Umständen zu Tode.

Fischerstr. 43 (Mannheim-Neckarau) Gaisbauer, Karl 20.5.1916 Wurde als Euthanasieopfer am 20.6.1940 in Grafeneck ermordet.

G 4, 19

Geis, Philipp

6.2.1899

Nach seiner Verhaftung am 12.6.1933 ins Gefängnis Ludwigshafen eingeliefert. 1933/34 im KL Dachau. Am 3.8.1936 in Mannheim erneut verhaftet. In Stuttgart 1937 wegen Hochverrats zu 1 Jahr Zuchthaus verurteilt. Nach Verbüßung seiner Strafe in Papenburg/Ems wurde er ins KL Buchenwald verbracht, wo er am 13.1.1940 verstarb.

F 2, 10

Gezow, Amira, geb. Siesel

20.5.1929

Als Jugendliche zusammen mit ihrer Familie am 22.10.1940 nach Gurs deportiert, lebt heute in Israel.

Fröbelschule

Grünbaum, Dora

2.3.1879

Gründerin und Leiterin des Fröbelseminars, 1933 entlassen, nach Gurs verschleppt, am 6.11.1940 im Lager Gurs verstorben.

Fröbelschule

Grünbaum, Rosa

4.12.1881

Gründerin und Leiterin des Fröbelseminars, 1933 entlassen, nach Gurs verschleppt, ermordet in Auschwitz.

F 4, 6

Hartnagel, Wilhelm

13.04.1914

Am 25.9.1943 festgenommen, Sondergerichtsurteil am 2.3.1944, Todesurteil wegen Plünderung, vollstreckt am 29.3.1944 in Stuttgart

F 4, 6

Hartnagel, Wilhelmine

14.12.1920

4 Jahre Zuchthaus wegen Beihilfe zur Plünderung.

John Deere, Werksgelände

Heck, Hans

24.3.1906

1933 KZ Kislau in „Schutzhaft“. Am 3.3.1942 verhaftet, weil an seinem Arbeitsplatz Exemplare des „Vorboten“ gefunden worden sein sollen; soll sich am 14.7.1942 im Landesgefängnis Mannheim erhängt haben.

Hauptstr. 83 (Mannheim-Feudenheim) Heilig, Hans 4.1.1897

Sozialdemokratischer Widerstandskämpfer. Verteiler illegaler Schriften gegen die Nationalsozialisten. Am 15.12.1935 verhaftet und zu einer Zuchthausstrafe verurteilt. 1945 im Konzentrationslager Dachau befreit.

Speyerer Str. 2 Henry, Georges 17.3.1925

Französischer Zwangsarbeiter aus dem Vogesenstädtchen St. Dié, das 1944 von der deutschen Wehrmacht zerstört wurde. Georges Henry kam bei einem alliierten Bombenangriff ums Leben, weil es ihm verwehrt war, sich in einem Bunker in Sicherheit zu bringen.

F 2, 10

Kaufman, Heinrich

8.4.1887

Am 22.10.1940 nach Gurs deportiert, für tot erklärt.

F 2, 10

Kaufmann, Lilli

3.4.1884

Am 21.8.1942 nach Theresienstadt deportiert, dort am 3.9.1942 gestorben.

F 4, 17

Klingmann, Herbert

2.3.1904

Am 6.4.1940 als Homosexueller im KZ Dachau inhaftiert, dort am 11.8.1940 nach 4 Monaten Haft im Alter von 36 Jahren verstorben.

Rathenaustr. 3 Klopfer, Ludwig 7.4.1892

Der Prokurist einer Mannheimer Firma wurde 1940 nach Gurs deportiert. Über das Lager Rivesaltes kam er nach Auschwitz und wurde dort 1942 ermordet.

Gustav-Wiederkehr-Schule Mannheim

Krainski, Marian

27.7.1914

Zwangsarbeiter. Hingerichtet am 4.1.1945 wegen angeblicher Sabotage.

Werderstr. 48

Krehbiel-Darmstädter, Maria

22.6.1892

Vermutlich 1942 in Auschwitz ermordet (Verlegeort ist die Adresse ihre Elternhauses).

John Deere, Werksgelände

Kurz, Anton

25.2.1906

1936 zu 3 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt. Am 26.2.1942 als Mitglied der Lechleiter-Gruppe verhaftet; am 15.9.1942 hingerichtet in Stuttgart.

Kirchenstr. 4

Liebermensch, Samuel

24.02.1887

Am 22.10.40 nach Gurs deportiert; 16.9.42 nach Auschwitz, dort ermordet

N 3, 9

Link, Viktor

16.6.1894

Denunziert, wurde am 11.9.1944 im Käfertaler Wald erschossen

Acherner Str. 28 (Mannheim-Seckenheim)

Locherer, Paul

16.10.1903

Wegen Widerstandstätigkeit 1939 vom Volksgerichtshof zu 8 Jahren Zuchthaus verurteilt. Bruder des DKP-Stadtrats August Locherer.

Heinrich-Lanz-Str. 43

Maas, Ferdinand

10.11.1889

Am 1.5.1940 im KZ Sachsenhausen ermordet.

Traitteurstr. 41

Magin, Wilhelm Otto

22.9.1893

7 Jahre Zuchthaus, KZ Dachau, ermordet am 1.2.1943.

Bassermannstr. 49 Marx, Ernestine, geb. Hess 15.10.1869

Aus dem Israelitischen Altersheim nach Gurs deportiert. Seit 6.10.1943 war sie im Hospice de Mâcon untergebracht, wo sie vermutlich am 1.2.1944 verstarb.

U 1, 20

Marx, Ricka

15.6.1867

Im Zug der Oktoberdeportation 1940 verschleppt, am 23.10.1941 im Lager Gurs verstorben.

Bassermannstr. 49 Mayer, Jenny, geb. Marx 6.1.1906

Sie wohnte zuletzt bei ihrer Mutter im Altersheim, von wo die beiden Frauen mit den anderen Insassen zusammen nach Gurs deportiert wurden. Jenny Mayer wurde mit Transport 40 am 4.11.1942 nach Auschwitz verschleppt und ermordet.

Richard-Wagner-Str. 26

Michel, Frieda

1.11.1884

Am 22.10.40 nach Gurs deportiert; in Auschwitz ermordet.

Richard-Wagner-Str. 26

Michel, Otto Josef

21.7.1879

In Auschwitz ermordet.

John Deere, Werksgelände

Moldrzyk, Ludwig

14.2.1899

1933 KZ Ankenbuck bis 1934; am 26.2.1942 verhaftet. Zum Tode verurteilt wegen Hochverrat und Zersetzung der Wehrkraft, hingerichtet am 15.9.1942 in Stuttgart.

Fröbelschule

Moses, Julius Dr.

22.1.1869

Arzt (als Kinder- und Armenarzt in Mannheim tätig), Zionist, Emigration, gest. 12.7.1945 in Tel Aviv.

Rheinhäuserstr. 12

Neischwander, Ludwig

28.06.1904

Wegen Zugehörigkeit zum Widerstand im Juni 1942 verhaftet; am 22.10.1942 vom großen Strafsenat des Oberlandesgerichts Stuttgart zum Tode verurteilt; hingerichtet am 24.2.1943 in Stuttgart.

Fröbelschule (Mannheim-Lindenhof)

Neter, Eugen

29.10.1876

Neter kam 1904 als Kinderarzt nach Mannheim. Er war Mitbegründer des Fröbelseminars für Kindergärtnerinnen, an dem er als allseits beliebter Lehrer wirkte. Nach 1933 leitete er die von der Gemeinde eingerichtete Akademikerhilfe und übernahm nach dem Pogrom vom 10.11.1938 den Vorsitz der Gemeinde. Am 22.10.1940 begleitete er freiwillig die Deportation nach Gurs. Er überlebte das KZ und wanderte 1945 nach Palästina aus, wo er 1960 im Kibbuz Deganja verstarb.

Lameystr. 13

Neuberger, Anna

28.6.1897

Vermutlich 1942 in Auschwitz ermordet.

Lameystr. 13

Neuberger, Emilie, geb. Weil

4.9.1861

5.11.1940 im Lager Gurs verstorben.

Lameystr. 13

Neuberger, Martha

19.8.1890

Vermutlich 1942 in Auschwitz ermordet.

M 6 (Lauersche Gärten)

Paul, Erich

8.2.1898

Erschossen am 28.3.1945 wegen Hissens der weißen Fahne.

Werderstr. 36

Reiss, Georg David Sally

23.1.1916

Emigration: 1938, Niederlande; gest. am 23.10.1941 im KZ Mauthausen.

Sophienstr. 20 Reiss, Henriette 6.12.1884

Die Ehefrau des Unternehmers Ludwig Reiss wurde zusammen mit ihrem Mann nach Gurs deportiert. Im September 1942 kam sie über Drancy nach Auschwitz, wo sie ermordet wurde.

Sophienstr. 20 Reiss, Ludwig 24.6.1877

Erfolgreicher Druckereibesitzer aus Mannheim, dessen Betrieb 1938/39 der "Arisierung" zum Opfer fiel. 1940 nach Gurs deportiert, entging er dem Transport nach Auschwitz in einem französischen Krankenhaus. Er verstarb 1948 im amerikanischen Exil.

Renzstr. (Gebäude der AOK)

Reiter, Jakob

24.7.1888

Brezelverkäufer, denunziert, sich in „staatsgefährlicher Weise gegen den Nationalsozialismus geäußert zu haben, hingerichtet am 8.5.1944 im Zuchthaus Plötzensee.

Langstr. 24

Rogo, Berta

9.11.1914

Tochter von Michael Rogo. Am 6.2.1939 über Köln nach Brüssel geflohen; mit Wirkung vom 31.12.1945 für tot erklärt (Beschluss Amtsgericht Mannheim 18.8.1954).

B 7, 3

Rogo, Friederike (Friedel)

23.8.1912

Wirkte zuletzt im Jüdischen Altersheim in B 7, 3.

Langstr. 24

Rogo, Michael

14.2.1880

Am 6. November 1938 Emigration nach Brüssel (Belgien), mit Wirkung vom 8.5.1945 für tot erklärt (Beschluss Amtsgericht Mannheim 3.10.1955).

F 1, 11

Rosenthal, Franz

3.7.1911

Rabbiner Franz Rosenthal kam 1938 nach Mannheim. Während seines Aufenthalts in Mannheim praktizierte er als Rabbiner (zu anderer Zeit ordinierte er auch in Breslau). Rabbiner Rosenthal überlebte den Holocaust im KZ Buchenwald und emigrierte in die USA, wo er bis 1979 lebte.

K 2, 25

Rosenzweig, Hedwig

26.10.1891

Ehefrau von Siegfried Rosenzweig. Deportation am 22.10.1940 nach Gurs; 1941/1942 Rivesaltes; 14.8.1942 von Drancy nach Auschwitz.

K 2, 25

Rosenzweig, Siegfried

4.8.1894

Nach dem Novemberpogrom 1938 am 10.11.1938 in „Schutzhaft“ genommen und am Abend des gleichen Tages nach Dachau deportiert. Am 22.10.1940 Deportation der Familie nach Gurs. Seiner 1927 in Mannheim geborenen Tochter Lore (jetzt Ora Schamir) gelang die Auswanderung nach Palästina.

Bühler-Str. 7 (Mannheim-Seckenheim)

Ruf, Ludwig

12.2.1889

Im März 1936 verhaftet, im Landesgefängnis Mannheim vermutlich ermordet.

John Deere, Werksgelände

Rüffer, Bruno

5.10.1901

1942 verhaftet (genaues Datum noch nicht aufgefunden) und zum Tode verurteilt wegen Verbreitung des „Vorboten“, hingerichtet am 24.2.1943 in Stuttgart.

Traitteurstr. 24

Rutz, Josef

2.8.1898

Zuchthaus, KZ Sachsenhausen, am 11.10.1944 in Oranienburg erschossen.

Boveristr. 22

Schmoll, Robert

24.2.1896

Als Mitglied der Lechleiter-Gruppe hingerichtet am 15.9.1942.

Wingertstr. 34 (Mannheim-Neckarau) Schmoll, Robert 24.2.1896

Stolperstein am Wohnort des Widerstandskämpfers Robert Schmoll.

N 2, 4

Selz, Otto, Prof. Dr.

14.2.1881

Professor an der Handelshochschule Mannheim. Emigrierte in die Niederlande. Am 27.8.1943 nach Auschwitz verschleppt und ermordet.

John Deere, Werksgelände

Semak, Ekaterina

7.8.1924

Wurde am 15.1.1944 von einem Wachmann bei einem vermeintlichen Fluchtversuch erschossen.

F 2, 10

Siesel, Ida, geb. Bendix

31.1.1897

Deportiert am 22.10.1940 nach Gurs, danach Rivesaltes, deportiert am 16.9.1942 nach Auschwitz, dort ermordet.

F 2, 10

Siesel, Walter

23.4.1898

Deportiert am 22.10.1940 nach Gurs, danach Rivesaltes, deportiert am 16.9.1942 nach Auschwitz, dort ermordet.

John Deere, Werksgelände

Sigrist, Eugen

25.1.1903

1933 wegen Vorbereitung zum Hochverrat 10 Monate Gefängnis ; verhaftet am 28.02.1942; zum Tode verurteilt und hingerichtet am 15.9.1942 in Stuttgart.

Gustav-Wiederkehr-Schule Mannheim

Slowik, Mieczyslaw

12.7.1910

Zwangsarbeiter. Tot geprügelt am 17.12.1944 nach Fluchtversuch.

Hebelstr. 9

Steiner, Paul Nikolaus

30.3.1894

Bedeutender Kabarettist aus Mannheim. Er wirkte als zeitkritischer Kabarettist in Berlin und emigrierte 1933 nach Zürich. Vor seinem Freitod in der Schweiz am 30.3.1933 schrieb Paul Nikolaus einen erschütternden Abschiedsbrief: "In Deutschland kann ich nicht leben und ohne Deutschland will ich nicht leben."

E 2, 18

Stern, Edmund, Dr.

31.5.1862

Wurde Ende 1939 oder Anfang 1940 in eine Heilanstalt verbracht. Von da aus erfolgte dann später die Deportation 21.8.1942 nach Theresienstadt. Am 7.9.1942 für tot erklärt.

A 3, 6 Stern, Fritz  

Im Oktober 1940 Deportation nach Gurs. Fritz Stern gelang die Flucht aus dem Lager. Er überlebte im Untergund in Frankreich.

T 6, 25 Stern, Lore, geb. Adler  

Im Oktober 1940 Deportation nach Gurs. Im Lager lernte sie Fritz Stern kennen und heiratete ihn. Nach der gemeinsamen Flucht lebten sie bis zum Kriegsende illegal in Lyon.

Mittelstr. (Ecke Lupinenstr.)

Stögbauer, Margarethe

7.3.1914

Vom Mannheimer Sondergericht wegen eines geringfügigen Diebstahls zum Tode verurteilt, in Stuttgart am 22.12.1943 hingerichtet.

A 1 (Gerichtsgebäude)

Strauss, Dr. Sigmund

13.2.1867

1942 deportiert und im KZ Theresienstadt ermordet.

Renzstr. 3

Strauss, Olga, geb. Simons

16.5.1879

Vergiftete sich im Oktober 1940 mit Schlafmitteln, um der bevorstehenden Deportation zu entgehen.

Hanns-Martin-Schleyer-Str. (Benz-Tor)

Szeliga, Zdzislas

15.7.1919

Zwangsarbeiter. Erschossen im Werk am 2.2.1945, als ein SS-Mann mit dem Gewehr Häftlinge prügelte.

Speyerer Str. 2 Toussaint, Roger 1927

Französischer Zwangsarbeiter aus St. Dié. Roger Toussaint kam bei einem alliierten Bombenangriff ums Leben, weil er sich nicht in einem Bunker in Sicherheit bringen konnte.

Heinrich-Lanz-Str. 28

Wagner, Henriette

25.12.1883

Mitglied der Lechleiter-Gruppe, hingerichtet am 24.2.1943.

Lameystr. 13

Weil, Berta

15.8.1866

Am 20.10.1942 im Lager Gurs verstorben.

Kaiserring 18 Weil, Markus, Dr. 26.5.1898

Kinderarzt. Als Opfer rassischer Verfolgung zur Emigration gezwungen litt er unter starken Depressionen und beging  1941 Selbstmord.

A 1 (Gerichtsgebäude)

Wetzlar, Heinrich, Dr.

3.5.1868

Gestorben am 4.2.1943 im KZ Theresienstadt.

Almenstr. 18

Wild, Friederike, geb. Kempf

8.3.1877

Euthanasieopfer; hat nach einem Luftangriff einen Nervenzusammenbruch erlitten und wurde nach Wiesloch eingewiesen.

Gustav-Wiederkehr-Schule Mannheim

Wisniewski, Tadeusz

Um 1922

Zwangsarbeiter. Nach Bombenangriff am 15.12.1944 erschossen, weil er verletzt war.

G 7, 5

Wolf, Gertrud, geb. Rogozinski

6.4.1884

Deportation am 22. Oktober 1940 nach Gurs; über das Sammellager Drancy am 14.8.1942 nach Auschwitz verschleppt.

G 7, 5

Wolf, Karl

17.2.1881

Von 10.11.1938 bis 14.12.1938 im KL Buchenwald. Am 7.1.1942 im Lager Rivesaltes verstorben.

G 6, 3 Zacharias, Salomon 21.9.1881

Er führte das Apollotheater, das 1934 arisiert wurde. Nach seiner Emigration in die Schweiz verstarb er 1939.

Lameystr. 4

Zimmern, Rolf

18.7.1901

Vermutlich 1942 in Auschwitz ermordet.

Lameystr. 4

Zimmern, Thekla

21.6.1877

Vermutlich 1942 in Auschwitz ermordet.