Partnerschaftsprojekte

Die bisherige entwicklungspolitische Projektarbeit der Stadt Mannheim ist sehr erfolgreich: Projekte in der Türkei, in der Republik Moldau, der Ukraine und in den palästinensischen Gebieten wurden und werden erfolgreich umgesetzt. Hierbei steht eine klare Werteorientierung im Vordergrund, wobei insbesondere Projekte mit Bezug zur Stärkung kommunaler Daseinsvorsorge, lokaler Demokratie und Geschlechtergleichstellung unterstützt werden.

Einen besonderen Schwerpunkt setzt die Stadt Mannheim in ihrem entwicklungspolitischen Handeln, indem Sie herkunftslandbezogenes Engagement der in Mannheim lebenden Menschen mit Migrationshintergrund unterstützt. Damit wirken entwicklungspolitische Projekte nicht nur im Ausland sondern haben auch eine integrationsfördernde Wirkung in Mannheim.

Bestes Beispiel für dieses Engagement ist die Projektzusammenarbeit mit der türkischen Stadt Kilis. Hier soll ein Bildungszentrum für geflüchtete syrische Frauen errichtet werden. Das Projekt ist das größte deutsch-türkische kommunale Kooperationsprojekt und wurde unter enger Einbeziehung von in Mannheim lebenden Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit türkischem Migrationshintergrund und der islamischen Religionsgemeinschaft entwickelt.

Mannheim - Kilis (Türkei)

Aufbau eines bildungsorientierten kommunalen Gemeinschafts- und Begegnungszentrums für geflüchtete syrische und türkische Frauen in Kilis

 

Die Stadt Kilis befindet sich in unmittelbarer Grenznähe zu Syrien. Bis zum Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien war Kilis eine Stadt mit rund 95.000 Einwohnern. Seit Beginn des Gewaltkonflikts in Syrien 2011 hat sich die Bevölkerung durch die Aufnahme von 129.000 Flüchtlingen mehr als verdoppelt. Heute sind knapp 60% der Bevölkerung in Kilis Menschen, die als Flüchtlinge aus Syrien in die Stadt gezogen sind. Die rapide Erhöhung der Einwohnerzahl stellt die Stadt Kilis vor große infrastrukturelle aber auch soziale Herausforderungen, insbesondere auch im Bildungsbereich.
Bei der Bewältigung dieser enormen Herausforderungen unterstützt die Stadt Mannheim gemeinsam mit dem Arbeitskreis Islamischer Gemeinden Mannheim (AKIG) und dem Duha e.V. seit Anfang 2017 die Stadt Kilis im Rahmen einer entwicklungspolitischen Projektpartnerschaft. Ziel der Zusammenarbeit ist die Verbesserung der Bildungs- und Berufschancen von geflüchteten syrischen Frauen. Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Bildungs- und Berufschancen von geflüchteten syrischen Frauen, durch den Bau eines modernen bildungsorientieren kommunalen Gemeinschaftszentrums in Kilis. Durch das infrastrukturelle Vorhaben wird zusätzlicher Raum für die Ausbildung von türkischen und geflüchteten syrischen Frauen geschaffen. Geplant ist der Bau eines 2-stöckigen Gebäudes in einem sozial schwachen Stadtteil von Kilis, welcher überwiegend von syrischen Flüchtlingen bewohnt wird. Das Zentrum soll zu einer Modellschule für Lebenslanges Lernen werden, indem 440 syrische aber auch türkische Frauen von einem innovativen Lehrangebot profitieren. Um eine hohe Qualität der Aus- und Weiterbildung gewährleisten zu können, werden in Kooperation der beiden Städte zudem Qualifizierungsmaßnahmen für die türkischen Lehrkräfte angeboten. Das Projekt verbindet damit gezielt Infrastrukturinvestitionen mit Capacity Building Maßnahmen, mit dem Ziel die wirtschaftliche und soziale Integration der syrischen Frauen zu fördern und den sozialen Frieden und den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken.

 

Projektziele

  • Verbesserung der Bildungs- und Berufschancen von geflüchteten syrischen Frauen
  • Ausbau der berufsschulischen Infrastruktur in Kilis
  • Förderung des sozialen Friedens in der Region durch die Verbesserung der Integrationsprozesse der syrischen Bevölkerung in die türkische Gesellschaft und Förderung der sozialen Kohäsion                         

Projektverantwortliche: Stefanie Miller

 

Fördermittelgeber: Beide Projektphasen wurden bzw. werden im Rahmen des Programms „Initiative Kommunales Know-How für Nahost“ durch Enagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) gefördert. 
Mannheim - Parakou (Benin)

Mannheim-Parakou: Corona-Solidarpaket (09/2021 - 12/2021)

 

Gerade in Krisenzeiten sind internationale Kooperation und Solidarität von unschätzbarem Wert. Das wurde während der Corona Pandemie besonders deutlich. Die Stadt Mannheim unterstützte während der Pandemie daher ihre internationalen Partner, die besonders unter den Folgen der Krise zu leiden hatten.
Die beninische Stadt Parakou im Norden des westafrikanischen Landes ist die drittgrößte Stadt des Landes und eine wichtige Handelsstadt. Hier kreuzen sich die zentrale Nord-Süd Handelsstraße des Benins mit einer internationalen Route, welche vom Nachbarland Nigeria aus bis an die Westküste des Kontinents führt. Um einen großflächigen Ausbruch des Covid-19 Virus in Parakou und der umliegenden Region zu verhindern wurde es dringend notwendig die sanitäre Ausrüstung an öffentlichen Plätzen zu verbessern und die Stadt bei der Anschaffung von medizinischem Material zu unterstützen.
Um die Kommune bei der Bewältigung der Krise zu unterstützen, warb die Stadt Mannheim erfolgreich Fördermittel des eigens zur Corona Pandemie aufgesetzten Programms der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) „Kommunales Corona-Solidarpaket“ ein. Durch die Förderung konnten sich Experten der Stadtverwaltungen zum Thema kommunales Krisenmanagement und Arbeitssicherheit austauschen, sowie medizinische und sanitäre Ausrüstung angeschafft werden. Im öffentlichen Raum, insbesondere an größeren Plätzen und vor Verwaltungsgebäuden wurden mehrere Handwaschanlagen aufgestellt und der Stadtreinigungsdienst wurde mit Geräten zur großflächigen Desinfektion ausgerüstet. Das Projekt konnte 100% von Fördermittel finanziert werden.
Die Stadt Parakou und die Stadt Mannheim waren bereits vor Gesprächen in Kontakt miteinander, aber das Corona-Solidarpaket ist das erste gemeinsame Projekt. Für die weitere Zusammenarbeit wird ein mögliches Projekt im Bereich des Abfallmanagements sondiert.

Projektziel:

Unterstützung der Stadt Parakou bei der Bewältigung der Corona Pandemie durch

  • Erfahrungsaustausch im Bereich des kommunalen Krisenmanagements und der Kommunikation von Corona-Maßnahmen gegenüber der Bevölkerung
  • Informations- und Sensibilisierungskampagne zu Corona  
  • Beschaffung dringend benötigter medizinischer Ausrüstung für das Gesundheitszentrum der Kommune
  • Beschaffung von sanitärer Ausrüstung zur Einrichtung von Handwaschanlagen an öffentlichen Plätzen 

Projektverantwortliche: Sarah Uphoff
 
Fördermittelgeber: Das Projekt "Mannheim-Parakou: Corona-Solidarpaket" wurde im Rahmen des Programms „Kommunales Corona-Solidarpaket“ durch Engagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) gefördert.
 

Mannheim - Hebron (Palästinensische Gebiete)

Hebron: Mannheim und Hebron gemeinsam gegen Corona (09/2020 - 02/2021)


Gerade in Krisenzeiten sind internationale Kooperation und Solidarität von unschätzbarem Wert. Das wurde während der Corona Pandemie besonders deutlich. Die Stadt Mannheim unterstützte während der Pandemie daher ihre internationalen Partner, die besonders unter den Folgen der Krise zu leiden hatten.
Die palästinensische Stadt Hebron hatte sich im Jahr 2020 im Zuge einer zweiten Ausbreitungswelle des Covid-19 Virus zu einem akuten Hotspot in den palästinensischen Gebieten entwickelt. Keine andere Stadt im Westjordanland verzeichnete damals so hohe Infektionszahlen wie Hebron. Das ohnehin unzureichend ausgestattete Gesundheitssystem in Hebron war auf den rapiden Anstieg an Infektionen kaum vorbereitet. 
Um Hebron bei der Bewältigung der Krise zu unterstützen und die dramatische Entwicklung der Virusausbreitung einzudämmen, warb die Stadt Mannheim erfolgreich Fördermittel des eigens zur Corona Pandemie aufgesetzten Programms der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden Württemberg (SEZ) „bwirkt!Corona 2020“ ein. 

Zur Unterstützung der Stadt Hebron konnten Fördermittel eingeworben werden, um medizinische Schutzmasken, Desinfektionsmittel und Schutzanzüge für die Kliniken zu beschaffen und eine Informationskampagne zur Sensibilisierung der lokalen Bevölkerung über Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu starten. Insgesamt sollten diese Maßnahmen dazu beitragen, das Ansteckungsrisiko schnellstmöglich zu reduzieren und damit die weitere Verbreitung des Virus in Hebron nachhaltig zu stoppen. Das Projekt konnte insofern einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der globalen Ausbreitung von Covid-19 leisten und förderte gleichzeitig den internationalen Zusammenhalt in Zeiten der Krise. Die Umsetzung der Maßnahmen konnte zu 100% durch Fördermittel finanziert werden. 
Mannheim arbeitet bereits seit 2013 erfolgreich mit der palästinensischen Stadt Hebron im Rahmen von gemeinsamen Kooperationsprojekten im Bereich des Abwassermanagements und der Existenzgründungsförderung erfolgreich zusammen.

Projektziel

Unterstützung der palästinensischen Kommune bei der Bewältigung der Corona Pandemie durch:

  • Beschaffung dringend benötigter medizinischer Schutzausrüstung für medizinisches Personal und besonders exponierte Berufsgruppen
  • Informations- und Sensibilisierungskampagne zu Corona  

 
Projektverantwortliche: Stefanie Miller
 
Fördermittelgeber: Das Projekt " Mannheim und Hebron gemeinsam gegen Corona" wurde im Rahmen des Programms „bwirkt!Corona 2020“ durch die Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) mit Mitteln des Landes Baden-Württembergs gefördert.

 

Hebron Mannheim Co-Working Lab (HEMA) (Projektlaufzeit 12/2017 - 11/2020)

 

Hebron ist, als größte palästinensische Stadt der West Bank, durch eine vergleichsweise junge Bevölkerung gekennzeichnet, die überdurchschnittlich gut ausgebildet ist, was unter anderem in einer gut ausgebauten Hochschullandschaft begründet ist. Zugleich ist gerade unter jungen Akademikern die Arbeitslosenquote hoch, was im insgesamt schwierigen wirtschaftlichen Umfeld begründet ist. Im Rahmen des Projektes wird in Hebron ein "Co-Working Lab" eingerichtet, das als kollaborativer Arbeitsort für Unternehmensgründungen junger Palästinenserinnen und Palästinenser dient. Die Einrichtung stellt zum einen vollausgestattete IT-Arbeitsplätze und Besprechungsräume zur Verfügung, die ein gemeinsames Arbeiten ermöglichen. Zum anderen werden die Unternehmensgründerinnen und -gründer umfassend bei der Erstellung von Business-Plänen, der Markterschließung sowie dem Zugang zu Kapitalgebern beraten und in internationale Netzwerke eingeführt. Die Stadt Mannheim verfügt über langjährige Erfahrungen in der Existenzgründungsförderung und wird ihre Expertise aktiv in das Projekt einbringen. Der internationale Austausch deutscher und palästinensischer Existenzgründerinnen und -gründer stellt hierbei eine wichtige Komponente des Projektes dar. 

 

Projektverantwortliche: Stefanie Miller

 

Fördermittelgeber: Das Projekt wurde im Rahmen des Programms „Nachhaltige Kommunalentwicklung durch Partnerschaftsprojekte (NAKOPA)“ durch Enagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) gefördert.

 

 

Jeder Tropfen zählt - Verbessertes integriertes Abwassermanagement in Hebron durch kommunalen Wissenstransfer (Projektlaufzeit 2015 - 2016)

 

Verbessertes integriertes Abwassermanagement in Hebron durch kommunalen Wissenstransfer war das einzige deutsch-palästinensische kommunale Kooperationsprojekt, das 2016 aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert wurde.
Im Mittelpunkt des Projektes stand zum einen die Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung Hebron (Department for Wastewater Treatment), zum anderen die Ertüchtigung kommunaler Infrastrukturen in Hebron.
Die Zusammenarbeit der Städte Mannheim und Hebron kam der Einwohnerschaft von Hebron sowohl kurzfristig (durch den Anschluss eines weiteren Stadtquartiers an das Kanalsystem), als auch langfristig (durch nachhaltiges Abwassermanagement der Stadtverwaltung und den Aufbau institutioneller Fähigkeiten) zugute. Das Projekt legte zudem Wert auf die Berücksichtigung der Situation von Frauen: In der vorgeschalteten Bedarfsanalyse hatte sich gezeigt, dass insbesondere Frauen, die in ihrer traditionellen Rolle für den Haushalt zuständig sind, durch eine funktionierende Abwasserentsorgung unmittelbar entlastet werden.

 

Projektziele

  1. Ausbau der Abwasserinfrastruktur der Stadt Hebron
  2. Anschluss des Stadtviertels Al Sindas District an das bestehende Abwassersystem der Stadt Hebron
  3. Austausch kommunaler Experten im Bereich Abwassermanagement

 

Link zum Projektvideo: hier

Projektverantwortliche: Stefanie Miller

 

Fördermittelgeber: Das Projekt "Jeder Tropfen zählt" wurde im Rahmen des Programms „Nachhaltige Kommunalentwicklung durch Partnerschaftsprojekte (NAKOPA)“ durch Enagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) gefördert.

Mannheim - Chișinău (Republik Moldau) - Czernowitz (Ukraine)

Together against Covid-19" - Mannheim, Chisinau und Czernowitz gemeinsam im Kampf gegen Corona (Projektlaufzeit 09/2020 - 06/2021)

Gerade in Krisenzeiten sind internationale Kooperation und Solidarität von unschätzbarem Wert. Das wurde während der Corona Pandemie besonders deutlich. Die Stadt Mannheim unterstützte während der Pandemie daher ihre internationalen Partner, die besonders unter den Folgen der Krise zu leiden hatten.
Mannheims Partnerstadt Chișinău in der Republik Moldau sowie die ukrainischen Stadt Czernowitz (die ebenfalls Partnerstadt von Chișinău ist) waren von Beginn der Krise an besonders stark von den Folgen der Pandemie betroffen und hatten sich schnell zu Hotspots der globalen Ausbreitung des Virus entwickelt. 
Um die beiden Kommunen bei der Bewältigung der Krise zu unterstützen, warb die Stadt Mannheim erfolgreich Fördermittel des eigens zur Corona Pandemie aufgesetzten Programms der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) „Kommunales Corona-Solidarpaket“ ein. Mit den Bundesmitteln konnte ein Erfahrungsaustausch zwischen den Kommunen im Umgang mit der Pandemie zu den Themen kommunales Krisenmanagement und Verbesserung der medizinischen Versorgung ermöglicht sowie medizinische Ausstattung wie Schutzmasken und Desinfektionsmitteln für die Partnerstädte finanziert werden. Der Fachaustausch zum Umgang mit der Pandemie fand in enger Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Mannheim statt. Das Projekt konnte zu 100% durch Fördermittel finanziert werden. 
Mannheim hatte bereits 2017 – 2019 im Rahmen eines gemeinsamen Kooperationsprojektes zur Gestaltung des öffentlichen Raumes benachteiligter Stadtviertel erfolgreich mit den beiden Städten zusammengearbeitet. 

 

Projektziel:

Unterstützung der beiden Kommunen bei der Bewältigung der Corona Pandemie durch:

  • Erfahrungsaustausch im Bereich des kommunalen Krisenmanagements und kommunales Krisenmanagement und Verbesserung der medizinischen Versorgung
  • Die Umsetzung einer lokalen Informations- und Sensibilisierungskampagne in den Partnerstädten
  • Beschaffung medizinischer Ausstattung wie Schutzmasken und Desinfektionsmitteln 

 

Projektverantwortliche: Stefanie Miller
 
Fördermittelgeber: Das Projekt „Together against Covid-19" - Mannheim, Chisinau und Czernowitz gemeinsam im Kampf gegen Corona“ wurde im Rahmen des Programms „Kommunales Corona-Solidarpaket“ durch Engagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) gefördert.
 

 

Den öffentlichen Raum neu denken. Bürger gestalten ihre Zukunft (Projektlaufzeit 09/2017 - 12/2019)

 

Ziel des Projekts ist die Entwicklung der sozialen Identität in den beteiligten Städten Chişinău (Republik Moldau) und Czernowitz (Ukraine) durch die gemeinsam von Bürgerschaft und Verwaltung („Co-Creation“) vorgenommene Gestaltung eines öffentlichen Raums in benachteiligten Stadtquartieren. Dem Projekt liegt die Erkenntnis zugrunde, dass öffentliche Räume oft für bestimmte Personengruppen weniger zugänglich bzw. nicht barrierefrei sind und dass diese Räume daher insbesondere von Menschen mit Behinderungen, älteren Menschen, Frauen und Kindern nicht gleichberechtigt genutzt werden können. Gleichzeitig ist die Identifikation der Bürgerschaft mit ihrer Kommune sowie die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung gering ausgeprägt. Im Rahmen des Projektes soll die Identifikation mit dem öffentlichen Raum im Besonderen, und mit der Kommune im Allgemeinen, gestärkt werden. Bürgerschaft und Kommune entwickeln gemeinsam in partizipativen Planungsprozessen in jeder beteiligten Stadt ein Gestaltungskonzept für einen öffentlichen Raum in einem benachteiligten Stadtquartier. Hierdurch wird nicht nur der öffentliche Raum selbst aufgewertet und zugänglicher gemacht, sondern die demokratische Kultur auf lokaler Ebene und das Vertrauen in die Kommunalverwaltung gestärkt. Entsprechende Erfahrungen aus den einzelnen Städten zur integrierten Stadtentwicklung sollen dabei genutzt und ausgetauscht werden sowie Best Practice Ansätze aus den Projekterfahrungen nachhaltig für die Kommunen nutzbar gemacht werden.

 

Definierte Projektziele:

  • Vermittlung von Kenntnissen über partizipative Stadtentwicklung durch den Erfahrungsaustausch zwischen den Kommunen  
  • Entwicklung eines Bürgerbeteiligungskonzepts für die Neugestaltung eines öffentlichen Raums in jeder Partnerstadt
  • Pilotprojekt zur Umgestaltung des öffentlichen Raums unter Beteiligung der Bürgerschaft in jeder Partnerstadt: Umsetzung einer konkreten Bau- bzw. Umbaumaßnahme im öffentlichen Raum

Projektverantwortliche: Stefanie Miller

 

Fördermittelgeber: Das Projekt wurde im Rahmen des Programms „Nachhaltige Kommunalentwicklung durch Partnerschaftsprojekte (NAKOPA)“ durch Enagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) gefördert.

 

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