8. Kommunale Pflegekonferenz (2026)
Bei der 8. Mannheimer Pflegekonferenz standen aktuelle Herausforderungen und Zukunftsfragen der pflegerischen Versorgung im Mittelpunkt. Konkret ging es um die Themen „Kurzzeitpflege, Übergangspflege und Entlastungsangebote“.
Nach der Begrüßung durch Dr. Jens Hildebrandt eröffnete Dr. Andrea Kuhn mit ihrem Vortrag „Professionalität, Gesundheit, Ethik – Bausteine pflegerischer Versorgungssicherheit“ die fachliche Diskussion. Sie beleuchtete zentrale Anforderungen an eine qualitativ hochwertige Pflege und ging insbesondere auf die Bedeutung professioneller Standards sowie die gesundheitliche Situation von Pflegekräften ein. Anschließend gab Benjamin Röben mit „Demografie trifft Pflege – Entwicklungen, Prognosen und Herausforderungen für die Versorgung bis 2040 in Mannheim“ einen fundierten Überblick über die demografischen Rahmenbedingungen und ihre weitreichenden Folgen für die kommunale Pflegeplanung vor Ort.
Nach der Mittagspause richtete sich der Blick auf konkrete Praxisbeispiele und innovative Lösungsansätze. Clarissa Simon von der AWO in Karlsruhe stellte mit „Gut versorgt daheim im Rintheimer Feld – Wohnen mit Versorgungssicherheit in Karlsruhe“ ein zukunftsweisendes Modell für ambulant unterstütztes Wohnen vor, das insbesondere die Selbstständigkeit älterer Menschen stärkt. Danach informierte Bettina Ghiorghita in ihrem Vortrag „Entlassmanagement – Gelungene Versorgungsübergänge aus dem Krankenhaus in die Kurzzeitpflege“ über die Bedeutung gut koordinierter Übergänge im Versorgungssystem und zeigte Erfolgsfaktoren für eine gelingende Zusammenarbeit der Akteure auf. Markus Wietzke ergänzte das Programm mit einem praxisnahen Bericht „Patienten- und Übergangsbegleitung mit Kurzzeitpflege“ und verdeutlichte die Herausforderungen und Chancen im Alltag der Versorgung.
In den anschließenden Diskussionen wurde deutlich, wie wichtig eine enge Vernetzung aller Beteiligten sowie innovative Konzepte für die Sicherstellung der pflegerischen Versorgung in Mannheim sind. Den Abschluss der Konferenz übernahm Bürgermeister Thorsten Riehle mit der Verabschiedung und einem Ausblick auf die weiteren Schritte zur Stärkung der Pflege in der Stadt.