Club der unmöglichen Fragen 2021/2022

Die Veranstaltungen der Spielzeit 2021/2022 unter dem Motto "Erwerbstätigkeit und Gleichstellung"

 

23. September 2021: Frauen in Kunst und Kultur

Donnerstag, 23. September 2021, 17:30-19:30 Uhr

Ort: Zoom

Meeting-Link: https://us02web.zoom.us/j/85974544721?pwd=c2o4YTFocWZHWm42ckpVaXhZTmVOUT09

Meeting-ID: 859 7454 4721

Kenncode: 919272


Kunst- und Kulturschaffende bereichern unser Leben in vielfältiger Weise durch ihre künstlerische Perspektive, ihre Lebensentwürfe, ihr Denken und Fühlen sowie ihre Kreativität. Nach wie vor sind die Chancen, ihre künstlerischen Wertvorstellungen zu präsentieren und durchzusetzen und somit an der Gestaltung kultureller Prozesse mitzuwirken, zwischen den Geschlechtern ungleich verteilt.
Die Genderperspektive ist daher in den aktuellen und zentralen Fragen der Kulturpolitik und der Kunst- und Kulturförderung stärker zu berücksichtigen. Wie ist es um die Gleichstellung von Mann und Frau in öffentlich geförderten Kulturinstitutionen in Deutschland bestellt? Welche Einstellungen und Barrieren sind gegebenenfalls für nicht erreichte Gleichstellungsziele verantwortlich?

 

Gäste:

Stephanie Gräve, Vorstand des Vereins art but fair, Intendantin des Vorarlberger Landestheaters

Dr. Cornelie Kunkat, Referentin für Frauen in Kultur und Medien im Deutschen Kulturrat

Nicole Libnau, Kulturamt Mannheim, Ansprechpartnerin und Projektleiterin für die Darstellenden Künste

Jessica Weißkirchen, Kernteam des assistierenden-netzwerkes, freischaffende Regisseurin

 

Moderatorinnen:

Silvana Kraka, Leiterin der Theaterakademie Mannheim, Regisseurin und Schauspielpädagogin
Beata Anna Schmutz, Künstlerische Leiterin Mannheimer Stadtensemble


Die Teilnahme ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung an monika.mieczkowska@mannheim.de ausdrücklich erwünscht.

 

25. November 2021: Frauen in Entscheidungsgremien

Aufgrund eines technischen Fehlers konnte die Veranstaltung leider nicht stattfinden. Dies bitten wir zu entschuldigen. Wir werden den Club der unmöglichen Fragen zum Thema "Frauen in Entscheidungsgremien" im Jahr 2022 nachholen.

Donnerstag, 25. November 2021, 17:30-19:30 Uhr

Ort: Zoom

https://us02web.zoom.us/j/89283525235?pwd=YkxZWE80RXYwVFZWTFhjT3RvdHJWUT09

Meeting ID: 892 8352 5235
Kenncode: 426178


2021 beträgt der Anteil von Frauen in Aufsichtsräten deutscher Konzerne ca. 30% - dort, wo die Quote gilt. In den anderen Gesellschaften ist der Frauenanteil weit geringer. Nur zehn Prozent aller Vorstände in Deutschland sind weiblich. Frauen in Spitzenpositionen sind immer noch eine Seltenheit in diesem Land – muss das sein?
Die Corona-Krise wäre eine Chance, daran etwas zu ändern: Im Koalitionsvertrag steht die Ausweitung des Führungspositionengesetzes auf die Vorstandsquote. Die große Mehrheit der Vorhaben ist mittlerweile umgesetzt – und was bleibt liegen? Ausgerechnet das Gesetz zur Teilhabe von Frauen in Führungspositionen. In der Krise strukturieren Konzerne ihre Vorstände um. Im Ausland werden sie immer weiblicher, DAX-Konzerne hingegen verkleinern die Vorstände und setzen auf Männer: der Frauenanteil fällt auf den Stand von 2017. Und deutsche Familienunternehmen erweisen sich als besonders resistent gegen Frauen in Spitzenpositionen…Woran liegt das?

 

Moderatorinnen:

Zahra Deilami, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Mannheim
Prof. Dr. Sylvia Schraut, Historikerin und Vorsitzende des Vereins Frauen&Geschichte Baden-Württemberg e.V.


Die Teilnahme ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung an monika.mieczkowska@mannheim.de ausdrücklich erwünscht.

27. Januar 2022: Frauen in prekären Arbeitsverhältnissen

Donnerstag, 27. Januar 2022, 17:30-19:30 Uhr

Ort: Zoom

https://us02web.zoom.us/j/85681481917?pwd=YUpKVE5abkVGdUYycXRpRVhlMXVydz09
Meeting-ID: 856 8148 1917
Kenncode: 653952


Leiharbeit, geringfügige Beschäftigung, Teilzeit, Befristung, Minijob – es gibt viele Formen prekärer bzw. atypischer Beschäftigung. Wenn der Lohn nicht die Existenz sichert, wird Arbeit als prekär bezeichnet. Aber auch wenn soziale Absicherungen oder die Möglichkeit zur Integration in Netzwerke der Arbeitswelt und damit Aufstiegsoptionen und berufliche Weiterentwicklung fehlen. Frauen, insbesondere Migrantinnen, sind überdurchschnittlich häufig in solchen prekären Verhältnissen beschäftigt. Meist sind sie im Dienstleistungssektor zu finden, der wiederum den höchsten Anteil an Arbeitnehmerinnen unter den Beschäftigten hat.
Der Kampf am Existenzminimum hat für Betroffene nicht nur negative finanzielle Folgen für Einkommen und Rente, sondern bedeutet auch enorme psychische, gesundheitliche und emotionale Belastung. Denn neben dem materiellen Wohlergehen dient die Erwerbsarbeit auch als Quelle von Identität, Anerkennung, sozialer Vernetzung und gesellschaftlicher Integration. Was bedeutet es in unserer modernen Arbeitsgesellschaft ständig zwischen potentiellem Aufstieg und Sicherheit einerseits und Exklusion und Armut andererseits zu schweben? Und was lässt sich dagegen tun?

 

Gastredner*innen:

Veronika Bohrn Mena, Autorin und Arbeitsmarktexpertin

Alexander Manz, Leiter "Marketing und Verband", AWO Kreisverband Mannheim e.V.

 

Moderatorinnen:

Sabine Fischer, Geschäftsführerin im Cinema Quadrat, Mannheims kommunalem Kino für aktuelle und klassische Filmkunst
Lea Gerschwitz, Projektleiterin von Matchbox - das wandernde Kunst- und Kulturprojekt Kulturbüro der Metropolregion Rhein-Neckar


Die Teilnahme ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung an monika.mieczkowska@mannheim.de ausdrücklich erwünscht.

24. März 2022: (Selbst-)bewusste Berufswahl der Mädchen

Donnerstag, 24. März 2022, 17:30-19:30 Uhr

Ort: Zoom

https://us02web.zoom.us/j/81730145110?pwd=MHJ4ZEhrRWZLZ0NGTFUzc21MNjB2dz09

Meeting ID: 817 3014 5110

Kenncode: 541372


Obwohl Mädchen im Durchschnitt qualifizierter sind als Jungen, wirken sich Rollenvorstellungen und Stereotype noch immer auf die Berufswahl von jungen Frauen aus. In diesem Zusammenhang zeigt sich, dass Mädchen vorrangig in traditionell ‚weiblichen‘ Ausbildungs- und Studienberufen vorzufinden sind.
Verstärken Eltern, Lehrer*innen und Berufsberater*innen dieses Berufswahlverhalten? Gibt es strukturelle Benachteiligungen für Frauen in MINT-Berufen? Sind es mangelnde Karrierechancen in diesem Bereich und fehlen die positiven weiblichen Rollenmodelle?

 

Gäste:

Elvira Stegnos, Geschäftsführung Interkulturelles Bildungszentrum Mannheim gGmbH,
Christiane Eck, Koordination Übergang Schule-Beruf Interkulturelles Bildungszentrum Mannheim gGmbH,
Selina Lehmann, Mitglied der Initiative Arbeiterkind.de in Mannheim und Studentin der BWL,
Birgit Lohr, Berufsberaterin bei der Arbeitsagentur in Mannheim,
Petra Schwenn, Bereichsleiterin Berufsvorbereitung, Ausbildungshelferin beim Förderband Mannheim e.V.,    
Sandra Müller-Reinke, Projektleiterin: Teilzeitausbildung für Erziehende, Förderband Mannheim e.V.,
Prof. Kathrin Kölbl, Professorin für ABWL, Duale Hochschule Mannheim, Mitglied des Senats, Gleichstellungsbeauftragte-und Qualitätsbeauftragte,    
Dagmar Straub, Bereichsleiterin Fachkräftesicherung Berufsbildung, IHK Rhein-Neckar.

 

Moderatorinnen:

Dr. Kathrin Lämmle, Leiterin des Jugendkulturzentrums FORUM, Projektleitung und Management des Kurzfilmfestivals GIRLS GO MOVIE
Elsbeth Ruiner, Oberstudiendirektorin a.D., Dipl.Hdl.


Die Teilnahme ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung an monika.mieczkowska@mannheim.de ausdrücklich erwünscht.

19. Mai 2022: Hochqualifizierte Migrantinnen

Donnerstag, 19. Mai 2022, 17:30-19:30 Uhr

Ort: Zoom

https://us02web.zoom.us/j/82865083969?pwd=ZGJUbzNmWXU1bXVPZDluWEI2OThxdz09

Meeting ID: 828 6508 3969

Kenncode: 368875


Auch wenn dies im öffentlichen Diskurs oft nur am Rande erwähnt wird: Rund 125 Millionen Frauen leben weltweit nicht in ihrem Geburtsland oder im Land, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzen. Unabhängig von den Gründen und Umständen, die sie dazu veranlasst oder gar gezwungen haben, ihre Heimat zu verlassen, ist offensichtlich, dass sie zu einem großen Teil gut gebildet sind.

Es ist ein Fakt, dass auf dem Arbeitsmarkt die Chancen von Menschen mit Migrationsbiografie und Migrationshintergrund im Verhältnis zur Vergleichsgruppe ohne Migrationshintergrund schlechter sind. Dies trifft umso mehr zu, je höher die Berufsqualifikation ist.
In der EU haben nachweislich mehr zugewanderte Frauen eine Hochschulbildung als zugewanderte Männer. Ihre berufliche wie akademische Bildung wird jedoch in ihrem neuen Lebenskontext oftmals nicht anerkannt und ihre fehlenden Deutschkenntnisse erschweren die Anbindung an den regulären Arbeitsmarkt. Aber auch Frauen mit Migrationsbiografie, die ihren Bildungsweg in Deutschland gegangen sind und die deutsche Sprache beherrschen, können trotzdem keinen oder nur schwer einen adäquaten Job bekommen.
Ein Blick auf verschiedene Fallstricke und Trends qualifizierter weiblicher Migration weitet den Blick auf die intersektionale Diskriminierung dieser Gruppe, aber auch auf generelle Selbsteliminierungstendenzen gutausgebildeter Frauen.

In diesem Club legen wir den Finger in diese Wunde und fragen: Haben hochqualifizierte Migrantinnen in Deutschland – und insbesondere in Mannheim – als Frauen ein Problem, einen adäquaten Arbeitsplatz zu finden?

Gäste

Kinga Anetta Trufan, Beraterin, Faire Mobilität Mannheim
Dr. Rajya Karumanchi-Dörsam, interkulturelle Promotorin, SIMAMA STEH AUF e.V., Karlsruhe
Dr. Claudia Mariela Villar, Lektoratsleiterin für Spanisch als Fremdsprache am Romanischen Seminar der Universität Mannheim
Svetlana Mainka, Stadt Mannheim Fachbereich Bildung, Sachbearbeitung Schulraumüberlassung
María del Mar Lardiés, Lektorin für Spanisch an der Universität Mannheim

 

Moderatorinnen:

Zahra Deilami, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Mannheim
Prof. Dr. Eva Eckkrammer, Professorin für Romanische Sprach- und Medienwissenschaften am Romanistischen Seminar der Universität Mannheim


Die Teilnahme ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung an monika.mieczkowska@mannheim.de ausdrücklich erwünscht.

21. Juli 2022: Existenzgründungsoptionen und Start-ups für Frauen

Donnerstag, 21. Juli 2022, 17:30-19:30 Uhr

Ort: Zoom

https://us02web.zoom.us/j/83954830582?pwd=MkhmWUl6NzRoQ1g1ZkdDaStQakpMUT09

Meeting ID: 839 5483 0582

Kenncode: 057991


Auf den ersten Blick scheinen Frauen unter den Unternehmensgründer*innen zufriedenstellend repräsentiert. Schon 2014 erfolgten in Deutschland 43% aller Gründungen durch Frauen. Doch bei den innovativen Startup-Gründungen liegt derzeit der Anteil von Frauen bei knapp 16%. Insbesondere im zukunftsträchtigen Tech-Bereich, z.B. in der Softwareentwicklung und -anwendung gibt es kaum von Frauen geführte Unternehmen. Wie lässt sich das erklären? Sind Frauen weniger innovativ und risikobereit als ihre männlichen Kollegen? Oder wird es ihnen von Investoren besonders schwer gemacht? Wir wollen darüber diskutieren, welchen Barrieren Start-Up-Gründerinnen begegnen und wie diese überwunden werden können.

 

Moderatorinnen:

Prof. Dr. Sylvia Schraut, Historikerin und Vorsitzende des Vereins Frauen&Geschichte Baden-Württemberg e.V.
Dr. Susanne Hammer, in den Reiss-Engelhorn-Museen: Direktorin der Stiftungsmuseen und Geschäftsführerin der rem|gGmbH


Die Teilnahme ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung an monika.mieczkowska@mannheim.de ausdrücklich erwünscht.

 

Die (welt-)gesellschaftlichen (Fehl-)Entwicklungen fordern Frauen immer wieder heraus, ihre gesamtgesellschaftliche (Zwangs-)Positionierung neu auszuhandeln und sich für eine geschlechtergerechte, soziale, politische und kulturelle Denk- und Handlungskultur einzusetzen.


Der „Club der unmöglichen Fragen“ wurde von der Gleichstellungsbeauftragten in Kooperation mit dem FrauenKulturRat der Stadt Mannheim und dem Nationaltheater Mannheim ins Leben gerufen, um einen Impuls in der (Mannheimer) Stadtgesellschaft zu setzen, gemeinsam nachzudenken, und die Auseinandersetzung mit essentiellen, auch kontroversen und aktuellen Themen, Fragestellungen und Thesen aktiv mitzugestalten.


Unter dem Motto „Erwerbstätigkeit und Gleichstellung“ geht der „Club der unmöglichen Fragen“ in der Spielzeit 2021/2022 in die fünfte und zuerst digitale Runde.
Frauen sind in der Erwerbsarbeit immer noch in vielfacher Hinsicht signifikant benachteiligt. Dabei ist eine unabhängige finanzielle Absicherung der wichtigste Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben.
Die Sicherstellung einer eigenständigen Existenz von Frauen und Mädchen muss ein zentrales Anliegen einer Kommunalpolitik und nicht zuletzt der Gleichstellungsarbeit sein und bleiben.
Das Thema Erwerbstätigkeit beschäftigt uns alle: ob es Frauen in Kunst- und Kulturbranchen, Frauen in Entscheidungsgremien, Frauen in prekären Arbeitsverhältnissen, hochqualifizierte Migrantinnen oder (selbst-)bewusste Berufswahl der Mädchen oder Existenzgründungen sind. Beim „Club der unmöglichen Fragen“ 2021/2022 wollten wir uns diese Bereiche und die Situationen von Frauen näher anschauen und gemeinsam diskutieren.