Reihe Neue Musik

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    Vorsitzender
    Prof. Dr. Sidney Corbett
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    Neue Musik:
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    Unterstützt wird diese Reihe durch Zuschüsse der Stadt Mannheim und des Landes Baden-Württemberg sowie durch Spenden und Sponsorenbeiträge der Heinrich-Vetter-Stiftung, der Fa. Lochbühler Aufzüge GmbH Mannheim, des Mannheimer Morgen sowie einiger privater Spender.

    Hingewiesen sei auf die Partnerschaft mit dem SWR2 Kulturservice.
     

Diese Reihe wird in Zusammenarbeit mit den Reiss-Engehorn-Museen veranstaltet.

Liebe Freunde der zeitgenössischen Musik in Mannheim,

mit dem Konzertjahr 2019 beginnt eine neue Ära in der Geschichte der Gesellschaft für Neue Musik Mannheim, denn zum ersten Mal seit der Gründung des Vereins wird Prof. Dr. Claus Meissner nicht mehr dem Vorstand angehören. Seit 1963, also seit 56 Jahren, war Claus Meissner mit bewundernswerter Akribie, tiefer Musikkenntnis und sehr viel Liebe Mitglied des Vorstands der Gesellschaft. Auch als ich 2014 die künstlerische Leitung der Reihe Neue Musik übernahm, war er weiterhin stets mit allem, was wir tun, eng erbunden. Es war mir eine Freude, ihn bei der Arbeit zu unterstützen und eine sehr große Ehre, nun auch dieses Forum für zeitgenössische Musik, eines der ältesten im deutschsprachigen Raum überhaupt, zu leiten und weiter zu führen. Ich bin Claus Meissner zu tiefstem Dank verpflichtet und bin auch Ihnen allen, dem großartigen Publikum der GNM Mannheim, für Ihr Wohlwollen und Interesse sehr dankbar.

Als Zeichen unserer Dankbarkeit beginnt das neue Konzertjahr mit einem Konzert des ensemble recherche, mit dem Claus Meissner eine langjährige Freundschaft verbindet. Dieses Konzert widmen wir Claus Meissner. Wir laden Sie herzlich zu diesem abwechslungsreichen und spannenden Programm im Konzertjahr 2019 ein, in dem viele gegenwärtige Positionen der zeitgenössischen Musik präsentiert werden.

 

Gesamtprogramm für das Jahr 2019
(56. Konzertjahr)

1. Konzert
Freitag, 11. Januar, 20 Uhr
Florian-Waldeck-Saal
Reiss-Engelhorn-Museen
Museum Zeughaus (C5)

Galina lwanowna Ustwolskaja zum 100. Geburtstag
ensemble recherche

 



 

Die russische Komponistin Galina lwanowna Ustwolskaja war in ihrem Schaffen rigoros: Nur 25 Werke umfasst ihre offizielle Werkliste. Stücke, die mit der Zeit nicht mehr ihren Ansprüchen genügten, vernichtete sie. Auch Auftragskompositionen zählten für sie nicht als eigenständige Kreationen, mit denen sie sich repräsentieren wollte. Ihre Musik ist geprägt von Schlichtheit, und doch vermochte sie einen monumentalen inneren Gehalt zu erzeugen.

Im diesjährigen Eröffnungskonzert huldigt das ensemble recherche der außergewöhnlichen Komponistin mit einem Geburtstagsprogramm und ergänzt es mit Werken von Marton llles, Petr Bakla und Milica Djordjevic.

In diesem Konzert möchten wir zudem die Leistungen des Gründers unserer Reihe würdigen: Prof. Dr. Claus Meissner. Über ein halbes Jahrhundert gehörte er dem Vorstand der Gesellschaft an. Anfang 2019 wird er sein Amt als Vorstandsvorsitzender niederlegen. Aus diesem Grund möchten wir ihn feierlich verabschieden, auch wenn er uns natürlich mit seiner Mitgliedschaft weiterhin die Treue halten wird. Als Partner für diesen besonderen Abend konnten wir unsere langjährigen Freunde, das ensemble recherche, gewinnen. Die künstlerische Leiterin des Ensembles, Sabine Franz, wird ebenfalls anwesend sein und zu diesem Anlass ein paar Worte an uns richten.

2. Konzert
Samstag, 30. März, 20 Uhr
Paul Gerhardt Kirche
Mannheim Neckarstadt

Splitter, Botschaften, Erinnerung - ein Moment mit György Kurtag
Sonderveranstaltung in Kooperation mit dem Nationaltheater Mannheim

Caroline Melzer, Sopran
Nurit Stark, Violine
Cyril Dupuy, Cimbalom

 

19.00 Uhr: Begrüßung
J. S. Bach: Suite für Cello solo Nr. 6 D-Dur
MIT: Fritjof von Gagern (Cello)
 
19:40 Uhr: Pause im Gemeindehaus – Architekturfotographien
 
20.00 Uhr
»Splitter, Botschaften, Erinnerungen«
Ein Moment mit György Kurtág
MIT: Cyril Dupuy (Cimbalon), Caroline Melzer (Gesang), Nurit Stark (Geige)
 
21:00 Uhr: Musikalisches Gespräch mit den Mitwirkenden im Gemeindehaus
– Moderation Jan Dvořák und Sidney Corbett
 
21.45 Uhr
»Notturno«
Orgelwerke von Frescobaldi, Ligeti, Szathmáry und Michel
MIT: Anikó Katharina Szathmáry (Violine), Zsigmond Szathmáry (Orgel)

 

2015 widmeten Nurit Stark und Caroline Melzer einen eindrucksvollen Konzertabend den Kafka-Fragmenten von Kurtag. Der ungarische Komponist setzt sich in vielen Werken mit literarischen Vorlagen auseinander, die er oftmals nur fragmentarisch, aber stets in ehrfürchtigem Ausdruck, musikalisch umsetzt. In diesem Jahr haben die beiden Musikerinnen sich mit dem Cimbalom Spieler Cyril Dupuy zusammengefunden und zeigen einen weiteren Aspekt aus Kurtags Klangwelt: Das besonders in Ungarn traditionell verbreitete Cimbalom, oder auch Hackbrett, verdankt dem Komponisten den Einzug in die zeitgenössische Musik. In ihrem Portraitkonzert schaffen die drei Musiker(innen) einen inspirierenden Moment mit Kurtags Klangwelt.

 

3. Konzert
Freitag, 17. Mai, 20 Uhr
Galerie 'zeitraumexit'
Hafenstr. 68, Mannheim

Sonderveranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Nationaltheater Mannheim
Cembalo und Live-Elektronik
Uraufführung einer Auftragskomposition der Gesellschaft für Neue Musik

Mitschnitt durch SWR2

Kristian Nyquist, Cembalo
Panos lliopoulos, Live-Elektronik

Das Cembalo wird nur selten in Verbindung mit zeitgenössischer Musik gebracht und gilt üblicherweise als Inbegriff barocker Klangkunst. In seinem Konzert beweist Kristian Nyquist jedoch die musikalische Vielfalt dieses Instruments. Als Dozent für Cembalo an der Hochschule für Musik Karlsruhe besitzt der ECHO-Klassik-Preisträger ein umfangreiches Repertoire, das Werke vom 16. Jahrhundert bis in die Modeme umfasst. Gemeinsam mit dem Komponisten und Pianisten Panos lliopoulos entsteht in Verbindung mit der elektronischen Ebene eine faszinierende Mixtur historischer und moderner Hörerlebnisse. Aus diesem Anlass hat die Gesellschaft für Neue Musik Mannheim Panos lliopoulos den Auftrag zu einem Stück erteilt, das an diesem Abend seine Uraufführung erlebt

4. Konzert
Freitag, 13. September, 20 Uhr
Florian-Waldeck-Saal
Reiss-Engelhorn-Museen
Museum Zeughaus (C5)

Portraitkonzert der Herrenhaus Edenkoben - Stipendiaten

Sonderkonzert in Kooperation mit dem Herrenhaus Edenkoben mit Unterstützung der
Heinrich Vetter Stiftung

Internationale Ensemble Modern Akademie

 

Eigene Ideen der Ausbildung umsetzen, das musikalische Erbe weitertragen und neue Wege des zeitgenössischen künstlerischen Schaffens fördern: Mit diesen Zielen wurde 2003 die Internationale Ensemble Modem Akademie (IEMA) gegründet. In Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main wird ein Masterstudiengang zur Interpretation der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts angeboten. Die Studierenden erhalten hierbei Raum zur Entwicklung und internationale Auftrittsmöglichkeiten. Im diesjährigen Portraitkonzert der Kompositions-Stipendiaten des Herrenhauses Edenkoben präsentieren sie u.a. Werke von Udi Perlman, Hadas Pe'ery und Arnold Schönberg.

 

5. Konzert
Freitag, 18. Oktober, 20 Uhr
Florian-Waldeck-Saal
Reiss-Engelhorn-Museen
Museum Zeughaus (C5)

Ensemble Aventure

Werke von Nicolaus A. Huber, Helmut Oehring, Johannes Boris Borowski
und Johannes Schöllhorn

Im Jahr 2016 war das Freiburger Ensemble Aventure zum ersten Mal zu Gast bei der Gesellschaft. In ihrem diesjährigen Programm beschäftigen die Musiker sich mit der Wahrnehmung von Zeitverknüpfungen bei Nikolaus A. Huber sowie mit Johannes Boris Borowskis Mikrokosmos der Klänge. Sie werfen ethische Fragen der Exekution mit einem dokumentarischen Werk von Helmut Oehring auf und interpretieren Johannes Schöllhorns musikalisches Siebdruckverfahren. Es verspricht ein abwechslungsreicher und informativer Abend zu werden mit unterschiedlichen Besetzungen für Trio und Sextett.

 

6. Konzert
Freitag, 29. November, 20 Uhr
Florian-Waldeck-Saal
Reiss-Engelhorn-Museen
Museum Zeughaus (C5)

Sonar Quartett

Werke von Salvatore Sciarrino, Chiyoko Szlavnics, Michael Wertmüller und
Walter Zimmermann

Das Sonar Quartett aus Berlin setzt sich mit besonderem Engagement dafür ein, noch ungehörte Werke zur Aufführung zu bringen. Dafür haben sie ihre eigene Konzertreihe „Berlin im Quadrat" ins Leben gerufen, um dem Publikum den „Klang des Möglichen" zu offenbaren. Um Neues zu fördern, schaffen sie gleichzeitig neue Kontexte und wagen dabei auch gerne ungewohnte Konzertformate. Ihre Risikobereitschaft macht sich bezahlt, denn mittlerweile erreichen sie auch über die Hauptstadtgrenzen hinaus ein begeistertes Publikum. Sonar Quartett bedeutet dramaturgische Überraschung und Diskussionspotenzial.


Wir laden Sie ein, sich den vergünstigten Besuch sämtlicher in diesem Prospekt angekündigter Veranstaltungen durch den Erwerb der Mitgliedschaft in der Gesellschaft für Neue Musik zu sichern. Die Mitgliedschaft hat zugleich die Funktion eines Abonnements. Sie gilt für das Veranstaltungsjahr und verlängert sich automatisch, wenn sie nicht bis zum 30. November gekündigt wird.

Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt 100,- €.

Mitgliedsausweise, die zum Besuch der Konzerte ohne weitere Kosten berechtigen, werden bei rechtzeitiger Anmeldung bis Mitte Januar 2018 zugesandt oder liegen bei späterer Anmeldung an der Abendkasse bereit, wo jederzeit auch die Mitgliedschaft erklärt werden kann.

Der Eintrittspreis zu den einzelnen Konzerten beträgt 25,-€, ermäßigt für Inhaber der SWR2 Kulturkarte 20,-€, für Studenten, Schüler und Auszubildende 5.- €. Kinder und  Jugendliche bis 16 Jahre in Begleitung eines Elternteils haben freien Zugang.

Wir bitten, das Jahresprogramm auch in Ihrem Freundeskreis bekanntzumachen. Geben Sie bitte unserer Gesellschaft Adressen an, an die das Jahresprogramm geschickt werden soll.

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