Konzerte der Reihe Kammermusik

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    Prof. Dr. Claus Meissner

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    Kammermusik im Heinrich-Vetter-Forum:
    Sparkasse Rhein-Neckar-Nord
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    Unterstützt wird diese Reihe durch Zuschüsse der Stadt Mannheim,  durch Spenden der H.W. & J. Hector Stiftung, der Familie Fuchs, der Fa. Lochbühler Aufzüge GmbH Mannheim, der Fa. C. Bechstein, des Mannheimer Morgen und einiger privater Spender sowie durch ein Vermächtnis aus dem Nachlass der Mannheimer Ärztin Dr. Marianne Häfner.

    Hingewiesen sei auf die Partnerschaft mit dem SWR2 Kulturservice.

Erstes Konzert

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 20.00 Uhr      
Mandelring Quartett
Sebastian Schmidt, 1. Violine; Nanette Schmidt, 2. Violine
Andreas Willwohl, Viola; Bernhard Schmidt, Violoncello

Mendelssohn-Zyklus III

Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichquartett Nr. 4 e-Moll op. 44 Nr. 2
Béla Bartók:  Streichquartett Nr. 3
Felix Mendelssohn Bartholdy:  Capriccio op. 81 Nr. 3
Felix Mendelssohn Bartholdy:  Streichquartett Nr. 5 D-Dur op. 44 Nr. 3
 

Den Schwerpunkt im dritten Konzert des Zyklus mit der gesamten Kammermusik für Streicher von Felix Mendelssohn Bartholdy bilden zwei der drei Quartette aus der mittleren Schaffensphase, Mendelsohns drittes Stück aus op. 81 Nr. 3, das Capriccio, und das 3. Streichquartett von Béla Bartók, der während der Herrschaft des Nationalsozialismus, ebenso wie Mendelssohn, zu den verfemten Komponisten gehörte, ergänzen das Programm.

 

 


Zweites Konzert

Mittwoch, 26. Oktober 2016,  19.00 Uhr     

David Geringas, Violoncello
Ian Fountain, Klavier

 

Ludwig van Beethoven: Sämtliche Sonaten für Violoncello und Klavier
                       
   Sonate Nr. 1 F-Dur op. 5 Nr. 1
   Sonate Nr. 2 g-Moll op. 5 Nr. 2
   Sonate Nr. 3 A-Dur op. 69
   Sonate Nr. 4 C-Dur op. 102 Nr. 1
   Sonate Nr. 5 D-Dur op. 102 Nr. 2
 

Alle fünf Cellosonaten an einem Abend zu spielen, ist sowohl für die Interpreten als auch für die Zuhörer ein kleines Abenteuer. Aber mit einem Weltklasse-Cellisten wie David Geringas und seinem kongenialen Begleiter, dem in dieser Reihe bestens bekannten englischen Pianisten Ian Fountain, kann man ein solches Abenteuer wagen. Das Konzert beginnt bereits um 19.00 Uhr und wird – aufgelockert durch zwei Pausen, in denen die Besucher das gewohnte Catering vorfinden – mit Sicherheit zu einem großen Konzertereignis werden. Wegen der zu erwartenden Resonanz und des begrenzten Platzangebots im Florian-Waldeck-Saal empfiehlt es sich dringend, den Vorverkauf an den Kassen der REM zu nutzen.           

 

 

Drittes Konzert

Mittwoch, 16. November 2016,  20.00 Uhr 
Anna-Reiß-Saal, D 5 (Museum der Weltkulturen)
 

GrauSchumacher Piano Duo

Ferruccio Busoni zum 150. Geburtstag

Improvisation über das Bachsche Chorallied „Wie wohl ist mir, o Freund der Seele“
Fantasie über eine Orgelwalze (nach Mozarts KV 608)
Duettino concertante (nach Mozarts Klavierkonzert F-Dur – Finale)
Fantasia contrappuntistica

Ferruccio Busoni, vor 150 Jahren in der Nähe von Florenz geboren und seit 1894 bis zu seinem Tod 1924 fest in Berlin verwurzelt, gibt als Komponist bis heute Rätsel auf. Obwohl er in das Berliner Kulturgeschehen nach dem ersten Weltkrieg fest eingebunden war, hat er den Schritt in die Moderne nie vollzogen. Seine musikalischen Leitbilder waren und blieben vor allem Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadé Mozart. Das klug ausgewählte Programm des weltberühmten GrauSchumacher Piano Duos, das in Konzerten der Gesellschaft für Neue Musik wiederholt gastierte, ist ganz auf diese Leitbilder ausgerichtet und präsentiert mit der Fantasia contrappuntistica, mit der Busoni den Plan verfolgte, die unvollendete Schlussfuge aus Bachs „Kunst der Fuge“ zu vollenden, einen Höhepunkt aus der Literatur für zwei Klaviere.

 

 


Viertes Konzert

Mittwoch, 18. Januar 2017,  20.00 Uhr
    
Diotima Quartett
YunPeng Zhao, Violine; Constance Ronzatti, Violine
Franck Chevalier, Viola; Pierre Morlet, Violoncello
Sarah Maria Sun, Sopran

Franz Schubert: Streichquartett a-Moll D 814 („Rosamunde“-Quartett)
Franz Schubert / Aribert Reimann:  Mignon Gesänge
Arnold Schönberg: Streichquartett Nr. 2 fis-Moll op. 10 (mit Sopran-Solo)

 

Die Kombination der menschlichen Stimme mit dem Streichquartett ist in der musikalischen Literatur nicht eben häufig anzutreffen. Arnold Schönberg hat sich mit seinem noch ganz der Spätromantik verpflichteten zweiten Streichquartett wohl an Gustav Mahler orientiert, der in drei seiner neun Sinfonien für Frauenstimmen vertonte Lyrik eingebaut hat. Die Kombination dieses Werks mit der von Aribert Reimann geschaffenen Streichquartettfassung der Mignon Gesänge von Franz Schubert hat ihren besonderen Reiz, der sicher noch durch die Aufnahme des „Rosamunde“-Quartetts in das Programm erhöht wird. Mit der bekannten Sopranistin Sarah Maria Sun konnte eine großartige Interpretin dieser Stücke gewonnen werden.

 

Fünftes Konzert 

Mittwoch,  15. Februar 2017, 20.00 Uhr  

Mozart Piano Quartett
Paul Rivinius, Klavier; Mark Gothoni, Violine
Hartmut Rohde, Viola; Peter Hörr, Violoncello
 

Camille Saint-Saëns:  Barcarole F-Dur für Klavierquartett op. 108
                                Klavierquartett E-Dur op. posthum
Johannes Brahms: Klavierquartett Nr. 2 A-Dur op. 26
 

Im Mittelpunkt des Programms steht das zweite Klavierquartett von Johannes Brahms, ein Werk mit fast 50 Minuten Spieldauer, das der damals 28 Jahre alte Komponist 1861 zusammen mit seinem ersten Klavierquartett g-Moll op. 25 vollendete und veröffentlichte. Den „Rahmen“ des Konzerts bilden zwei zu Unrecht wenig bekannte Kompositionen von Camille Saint-Saëns für Klavierquartett: ein nachgelassenes Klavierquartett, das Saint-Saëns als 17Jähriger komponiert, aber nie veröffentlicht hat - er schenkte es der Bibliothek des Conservatoire de Paris, von wo es erst 1992 an die Öffentlichkeit kam – sowie die 1897 entstandene  Barcarole. Das Mozart Piano Quartett hat die beiden Stücke zusammen mit dem „großen“ Klavierquartett op. 41 des Komponisten auf einer CD veröffentlicht und ist dafür von der Fachpresse hoch gelobt worden.

 


Sechstes Konzert 

Mittwoch, 22. März 2017,  20.00 Uhr

Minguet Quartett
Ulrich Isfort, 1. Violine; Anette Reisinger, 2. Violine
Aroa Sorin, Viola; Matthias Diener, Violoncello
Gerard Caussé, Viola

Wolfgang Amadé Mozart: Streichquintett C-Dur KV 515
Emil Nikolaus von Reznićek: Streichquartett Nr. 1 c-Moll
Johannes Brahms: Streichquintett Nr. 2 G-Dur op. 111

Es ist ein Zufall, dass die in den Kammermusikprogrammen leider viel zu selten vertretene Gattung Streichquintett in dieser Saison gleich in zwei aufeinander folgenden Konzerten zu Gehör kommt. In diesem Konzert stehen mit Mozarts KV 515 und Brahms‘ op. 111 zwei der bedeutendsten Streichquintette auf dem Programm. Ergänzt wird der Abend mit einer absoluten Rarität, einem der sechs Streichquartette des österreichischen Komponisten Emil Nikolaus von Reznićek, der von 1896 bis 1899 als Hofkapellmeister am Mannheimer Nationaltheater wirkte. Heute ist die Musik Reznićeks kaum noch bekannt; eine Ausnahme bildet die Ouvertüre zu seiner 1985 in Prag uraufgeführten Oper „Donna Diana“.

 

 

Siebentes Konzert

Mittwoch, 26. April 2017,  20.00 Uhr
        
Mandelring Quartett
Sebastian Schmidt, 1. Violine; Nanette Schmidt, 2. Violine
Andreas Willwohl, Viola; Bernhard Schmidt, Violoncello
Roland Glassl, Viola

Mendelssohn-Zyklus IV

Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichquintett Nr. 1 A-Dur op. 18
Erwin Schulhoff: Fünf Stücke für Streichquartett
Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichquintett Nr. 2 B-Dur op. 81
 

Der vierte Abend des Mendelssohn-Zyklus ist den beiden Streichquintetten gewidmet, die am Beginn und am Ende der Schaffenszeit von Mendelssohn stehen. Dass der Bekanntheitsgrad der beiden Quintette hinter dem der Streichquartette zurücksteht, ist allein dem Umstand zuzuschreiben, dass die Gattung Streichquintett in den Kammermusikkonzerten fast ein Schattendasein führt, wofür weniger ein Mangel an Literatur geschweige denn an Qualität, als vielmehr die Honorarkosten der Grund sind. Auch in diesem Konzert werden die beiden Hauptwerke durch das Werk eines Komponisten ergänzt, der wie Mendelssohn während der Hitler-Diktatur zu den Verfemten gehörte. Der deutsch-böhmische Komponist jüdischer Abstammung, Erwin Schulhoff, der 1942 im „Lager Weißenburg für Bürger anderer Staaten“ starb, gehört zu den großen Wegbereitern der Neuen Musik des frühen 20. Jahrhunderts.

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