80. Gestaltungsbeirat am 23.07.2026

Die Sitzung des 80. Gestaltungsbeirats fand am Donnerstag, den 23.07.2026 im HAIFA 2 (EG), des Technischen Rathauses statt.

Protokoll der öffentliche Beratung:

TOP 1       Neubau 125 Ma KiTa, Rheinau

Die vorhandene Situation zeichnet sich durch eine hohe städtebauliche und freiräumliche 
Qualität aus. Der bestehende Kindergarten fügt sich gut in das Grundstück mit seinem 
wertvollen Baumbestand ein und bildet über seine Materialität zusammen mit den 
Nebengebäuden ein harmonisches Ensemble. Vor diesem Hintergrund empfiehlt der 
Gestaltungsbeirat, die Weiternutzung sowie eine optionale Aufstockung des Bestandes 
intensiv zu prüfen.

Sollte der Neubau weiterverfolgt werden, ist es städtebaulich nachvollziehbar, diesen in seiner 
Ausrichtung an der umliegenden Wohnbebauung zu orientieren. Allerdings ist die 
Ausdifferenzierung des vorgeschlagenen Baukörpers zu überprüfen. Der geplante Vorbereich 
der Kita erscheint als Auftakt nicht ausreichend, auch sollte die räumliche Überlagerung des 
Eingangsbereichs mit dem ruhenden Verkehr kritisch untersucht und entflochten werden.

Bezüglich der inneren Organisation ist die Orientierung innerhalb der Kita zu optimieren. Es 
ist wünschenswert, beim Eintreten einen großzügigen, einladenden Eingangsbereich zu 
erhalten, der einen direkten Blickbezug und Durchgang zum Freibereich ermöglicht. Zudem 
ist die vertikale Erschließung der oberen Gruppenräume funktional zu überprüfen.  
Die Fassaden erscheinen derzeit noch sehr stark vom benachbarten Wohnungsbau geprägt. 
Eine stärkere gestalterische Eigenständigkeit als Bildungseinrichtung wird empfohlen. Die 
Gruppenräume sind deutlich großzügiger zu belichten, um den Tageslichteinfall zu optimieren. 
Der Gestaltungsbeirat empfiehlt den Dachabschluss zum Garten über den vorgeschlagenen 
Fluchtbalkon auszubilden und einen Sonnenschutz in dieses Element zu integrieren. Zudem 
sollte untersucht werden, den Baukörper gestalterisch differenzieren, indem eine offene, 
transparente Seite zum Freiraum und eine ruhigere, geschlossene Seite zur Eingangsseite 
ausgebildet wird.

Es wird darum gebeten, wenn wie angekündigt eine systemische beziehungsweise modulare 
Bauweise vorgesehen werden soll, diese bereits frühzeitig in der Planung zu berücksichtigen. 
Als Fassadenmaterial sieht das bisherige Konzept eine Putzfassade vor.  

Der Gestaltungsbeirat empfiehlt, alternativ die Ausbildung einer nachhaltigen Holzfassade zu 
prüfen. 
Ergebnis: Der Gestaltungsbeirat freut sich auf die Weiterentwicklung des spannenden 
Projektes und bittet nach der Überarbeitung um Wiedervorlage. 

TOP 2       Neubau Wohn- und Geschäftshaus Modessa, Innenstadt

Vorgestellt wurde der Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses auf den Grundstücken J 1, 
16–17 nach Abbruch des bestehenden Gebäudes „Modessa“. Das Vorhaben dient der 
Schließung einer innerstädtischen Baulücke innerhalb der Blockrandbebauung der 
Mannheimer Innenstadt.

Geplant sind drei Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss, eine großflächige Gewerbeeinheit im 1. 
Obergeschoss, darüber Wohnungen in den Obergeschossen, sowie zwei Büroeinheiten im 
Dachgeschoss. Das Gebäude orientiert sich hinsichtlich der Traufhöhe an den 
Nachbargebäuden und endet straßenseitig mit einem zurückgesetzten Dachgeschoss unter 
einem flach geneigten Satteldach.

Der Gestaltungsbeirat begrüßt grundsätzlich die Nachverdichtung an diesem innerstädtischen 
Standort sowie die Wiederherstellung eines geschlossenen Straßenraums. Die vorliegende 
Planung wird jedoch hinsichtlich ihrer städtebaulichen und architektonischen Einfügung 
kritisch bewertet. 
Fassadengliederung und Maßstäblichkeit

Die Straßenfassade wird als sehr schematisch und repetitiv wahrgenommen. Durch die 
durchlaufenden Geschossbänder und die gleichförmige Fensteranordnung entsteht ein eher 
großmaßstäblicher Eindruck, der nur bedingt auf die kleinteilige Parzellenstruktur und die 
differenzierte Fassadenabwicklung des Umfelds reagiert.

Insbesondere die beiden gewerblich genutzten Sockelgeschosse dominieren die 
Fassadenkomposition. Die horizontale Schichtung verstärkt die Wahrnehmung eines 
großvolumigen Gebäudekörpers und lässt die vertikale Gliederung der benachbarten Häuser 
vermissen. 

Der Gestaltungsbeirat empfiehlt zu prüfen,

− wie die historische Parzellenstruktur stärker ablesbar gemacht werden kann, 
− wie die Fassade vertikal gegliedert werden kann, 
− wie die Geschosse differenzierter ausgebildet werden können, 
− ob Materialwechsel oder plastische Fassadenelemente zur Maßstabsbildung 
beitragen können.

Ausbildung des Sockels

Die starke Verglasung im Erdgeschoss und die nahezu vollständig geöffnete Fassade im 
ersten Obergeschoss führen zu einer sehr ausgeprägten Sockelzone. 
Es wurde kritisch hinterfragt, ob die Fassadengliederung den darüberliegenden 
Wohnnutzungen ausreichend Halt und Bezug gibt. Der Übergang zwischen gewerblich 
genutztem Sockel und den darüberliegenden Wohngeschossen erscheint derzeit gestalterisch 
zu abrupt.

Der Gestaltungsbeirat regt an, den Übergang zwischen Gewerbe- und Wohnnutzung 
differenzierter auszuarbeiten.

Hauseingang und Adressbildung

Der Zugang zu den Wohnungen tritt innerhalb der langen Gewerbefassade kaum in 
Erscheinung. 
Der Gestaltungsbeirat empfiehlt, den Wohnungszugang stärker herauszuarbeiten und ihm 
eine eigenständige Adresse im Straßenraum zu geben. Dies könnte durch eine klarere 
räumliche Fassung, eine differenzierte Materialität oder eine stärkere Hervorhebung des 
Eingangsbereichs erfolgen. 


Dachgestaltung und oberer Gebäudeabschluss

Intensiv diskutiert wurde die Ausbildung des Dachgeschosses. Aus Sicht des 
Gestaltungsbeirats entsteht trotz des vorgesehenen Satteldaches der Eindruck eines 
zusätzlichen Vollgeschosses. Die straßenseitige Wirkung wird dabei insbesondere durch die 
großflächigen Dachterrassen, die hohen Brüstungen sowie die nahezu senkrechten 
Außenwände des Dachgeschosses bestimmt. 

Die gewählte Dachform vermittelt derzeit nur eingeschränkt den Eindruck eines klassischen 
Abschlusses innerhalb der vorhandenen Dachlandschaft. 
Die geplanten Gauben wurden kritisch hinterfragt: In Größe, Breite und Anordnung nehmen 
sie einen erheblichen Anteil der Dachfläche ein und lassen die Dachform optisch zurücktreten. 
Dadurch wird die Dachlandschaft stark horizontal geprägt und der Eindruck eines weiteren 
Vollgeschosses verstärkt. 
Empfohlen wird, Proportion, Anzahl und Einbindung der Gauben zu überprüfen und zugunsten 
ruhigerer, zusammenhängender Dachflächen zurückhaltendere Lösungen zu untersuchen. 
Der Gestaltungsbeirat empfiehlt deshalb zu prüfen,

− ob das Dachgeschoss stärker zurückgesetzt werden kann, 
− ob die Dachflächen steiler ausgebildet werden können, 
− ob die Gauben in ihrer Größe und Anordnung überarbeitet werden sollten, 
− ob die Dachfigur insgesamt prägnanter und ruhiger entwickelt werden kann, 
− wie die Einfügung in die heterogene Mannheimer Dachlandschaft verbessert werden 
kann.

Brandwände und Dachaufbauten

Die beidseitig sichtbaren Brandwandflächen werden in ihrer aktuellen Ausprägung als sehr 
dominant wahrgenommen. 
Im Zusammenhang mit der Dachgestaltung wurde angemerkt, dass die hohen 
Brandwandaufkantungen und die Ausbildung der Dachaufbauten die Wahrnehmung des 
oberen Gebäudeabschlusses zusätzlich verstärken. Die Dachsilhouette erscheint dadurch 
vergleichsweise unruhig und wenig in die umgebende Dachlandschaft integriert. 
Es wird empfohlen, Möglichkeiten zur gestalterischen Reduzierung der Brandwandwirkung zu 
prüfen und die Dachaufbauten insgesamt zurückhaltender und harmonischer in die 
Dachlandschaft einzubinden. 

Hofseite und Freiräume 
Die hofseitige Gebäudeorganisation erscheint vor dem Hintergrund der engen 
Grundstückssituation nachvollziehbar. Gleichzeitig wurde angemerkt, dass die Vielzahl an 
Rücksprüngen, Terrassen, Lichtschächten und Erschließungselementen zu einer hohen 
räumlichen Komplexität führt. 
Der Gestaltungsbeirat empfiehlt eine Überprüfung der Freiraumorganisation und eine stärkere 
gestalterische Ordnung der Hoffassade.

Grundrissorganisation

Die Grundrisse wurden als Ergebnis einer sehr anspruchsvollen Grundstückssituation 
nachvollzogen.

Gleichwohl wurde angemerkt, dass die Vielzahl der Nutzungen – Gewerbe, Wohnen und Büro 
– sowie die komplizierte Erschließung zu einer hohen planerischen Komplexität führen. Eine 
weitere Optimierung hinsichtlich Klarheit und Robustheit der Erschließungsstruktur wird 
empfohlen.

Empfehlung des Gestaltungsbeirats 
Der Gestaltungsbeirat würdigt die Zielsetzung, die innerstädtische Baulücke zu schließen und 
die Nutzungsdurchmischung an diesem Standort zu stärken.

Vor einer Zustimmung sieht der Gestaltungsbeirat erhebliche Überarbeitungserfordernisse 
insbesondere hinsichtlich: 
− der Fassadengliederung, 
− der Maßstäblichkeit, 
− der Ausbildung des Sockels, 
− der Adressbildung des Wohnzugangs, 
− der Dachgestaltung und 
− der Wirkung der Brandwandbereiche.

Ergebnis: Der Gestaltungsbeirat bittet daher um Überarbeitung des Entwurfs und 
Wiedervorlage des Projekts zur erneuten Beratung. 

Info 1 Sanierung Stengelstr., Seckenheim

Der Gestaltungsbeirat begrüßt ausdrücklich die Überarbeitung, bei der die Empfehlungen des 
Gestaltungsbeirats aufgenommen und gut umgesetzt wurden. Nicht zuletzt die differenzierte 
Darstellung der Nachbarbebauung trägt sehr gut zur weiteren Beurteilung bei. 
Die Fassaden und die Dachlandschaft sind deutlich ruhiger und klarer gegliedert und passen 
sich nun gut in die Umgebung ein.  
Zum Hof wurde keine Überarbeitung vorgestellt. Hier bittet der Gestaltungsbeirat um 
Berücksichtigung der in der Sitzung am 30.04.2026 genannten Empfehlungen bezüglich 
Anordnung Stellplätze, der möglichen Verwendung von nutzbaren zusammenhängenden und 
versickerungsfähigen Flächen, um die Aufenthaltsqualität im Hof zu stärken.

Ergebnis: Der Gestaltungsbeirat freut sich über die positive Weiterentwicklung des Projektes 
und wünscht gutes Gelingen bei der Umsetzung, bei der der Hof jedoch noch überarbeitet 
werden sollte.