Auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Stadt erschaffen wir eine lebenswerte Innenstadt für alle: für Bewohner, Besucher und die Wirtschaft. Ende August 2021 startet deshalb ein Teil des geplanten Versuchs "Lebenswerte Innenstadt". Am Rande der Fressgasse und Kunststraße werden zusätzliche Aufenthaltsbereiche eingerichtet. Um die Aufenthaltsqualität der Innenstadt zu verbessern werden Kurzzeitparkplätze in sogenannte Parklets umgewandelt. Neue öffentliche Begegnungsräume, Sitzgelegenheiten, Fahrradparkplätze und mehr Grün soll die Aufenthaltsqualität steigern.

Neue Wege. Mehr erleben in der City. Verkehrsversuch und Aufenthaltsqualität

UPDATE: Neue Wege in der City: Verkehrsversuch beginnt in abgewandelter Form
 

MEHR AUFENTHALTSQUALITÄT

Die Kurzzeitparkplätze in der Kunststraße und Fressgasse werden für zusätzliche Fahrradparkplätze, Sitzgelegenheiten und mehr Grün in der Stadt genutzt. Vorraussichtlich im Frühjahr 2022 soll die Unterbrechung von Fressgasse und Kunststraße für den Durchfahrtsverkehr erfolgen und eine Ausweitung des Flanierbereichs, gute Bedingungen für Radverkehr und Fußgänger, neue Erlebnis- und Begegnungsräume geschaffen werden: Das alles macht Mannheim wieder mehr zu einer Stadt für Menschen.

 

NEUE VERKEHRSWEGE

Die Unterbrechung für den Durchgangsverkehr in der Fressgasse und Kunststraße in Höhe der Breiten Straße bzw. der Kurpfalzstraße wird aufgrund der Fahrlachtunnel Sperrung auf vorraussichtlich Frühjahr 2022 verschoben. Ein Queren der Gleise in der Kunststraße in Höhe des Paradeplatzes ist dann künftig nicht mehr möglich. Derzeit wird noch geprüft, ob die Marktstraße in Höhe E1/E2 wie vorgesehen bereits im Herbst in eine Fahrradstraße umgewandelt werden kann. Die Umsetzung der Markierungsarbeiten wird in der Fressgasse beginnen und in zwei weiteren Schritten im Bereich der Marktstraße sowie der Kunststraße abgeschlossen sein.


BESSERE ERREICHBARKEIT

Mit der künftigen geänderten Verkehrsführung wollen wir die Parkplatzsuche erleichtern für diejenigen, die in die Innenstadt möchten. Sämtliche Parkhäuser bleiben während des gesamten Versuchszeitraums erreichbar und bieten ausreichend Parkmöglichkeiten. Selbstverständlich sind auch alle Häuser und Wohnungen immer erreichbar. Um Anlieferung von Geschäften sicherzustellen, wird über die vorhandenen Lieferzonen hinaus – soweit möglich – in jedem Quadrat eine Lieferzone eingerichtet.

 


Weitere Informationen & Pressemeldungen:

- Neue Wege in der City: Verkehrsversuch beginnt in abgewandelter Form

- Neue Wege und mehr erleben in der City - 20. Juli 2021

- Lebenswerte Innenstadt durch mehr Freiräume - 10. Februar 2021

 

Vorlagen an den Gemeinderat:

- Beschlussvorlage vom 15.09.2020

- Informationsvorlage vom 15.06.2021

 

AKTIONEN

Das Stadtmarketing begleitet den Verkehrsversuch mit Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit der Stadt Mannheim. Mit den geplanten Verkehrsmaßnahmen entstehen ab voraussichtlich Frühjahr 2022 zwischen P1 und Q1 und zwischen E1 und F1 neue öffentliche Räume zum Wohlfühlen und freien Flanieren. Mit den ab Frühjahr 2022 geplanten Aktionen werden die neuen Freiflächen so bespielt, dass ein neues Raumgefühl mit besonderer Atmosphäre mitten in der City entsteht und der öffentliche Raum neu erlebt wird. Während des einjährigen Versuches werden die Räume in Kooperation mit Partnern immer wieder neu bespielt.

 

 

FRAGEN & ANTWORTEN

Allgemein

Wie werden die neuen öffentlichen Räume aussehen?

Weniger parkende Autos, mehr Grün – das ist die neue Devise in der Kunststraße und Fressgasse: Kurzzeitparkplätze werden dort für zusätzliche Fahrradparkplätze, Sitzgelegenheiten und Pflanzkübel genutzt. So bieten die Flächen mehr Raum zum Sitzen und Flanieren für Fußgänger. Zudem werden einige neue Radbügel zum komfortablen Abstellen von Rädern ergänzt. Sogenannte Parklets – Sitzterrassen auf ehemaligen Parkständen – laden an drei Stellen zum Aufenthalt ein. Im Abschnitt der neuen Fußgängerzone zwischen E1 / F1 und P1 / Q1 werden Picknicktische und -bänke und jeweils ein Holzdeck zum längeren Verweilen aufgestellt.
Die bisherigen Kurzzeitparkplätze sollen für den Verkehrsversuch schrittweise zurückgebaut werden. Besucher, die in Mannheim parken wollen, können hierfür weiterhin die Parkhäuser anfahren. Vor jedem Block wird es Lieferzonen geben, auf denen ganztätig das kurze Halten für Liefern und Laden von z.B. Sperrgütern erlaubt ist.

Wo genau beginnt und endet die neue Fußgängerzone?

Die „neue Fußgängerzone“ befindet sich zwischen E1 / F1 und P1 / Q1. Damit können Fußgänger auf der gesamten Straßenbreite laufen und sich aufhalten. Das Fahren mit dem Rad und auch das Liefern und Laden bis 11:00 Uhr bleibt, wie in der Fußgängerzone Planken und Breite Straße, weiterhin erlaubt.

Ist die visuelle Veränderung eindeutig erkennbar im Sinne einer neuen Stadtgestaltung?

Durch die neue Verkehrsführung und die Aufgabe von Straßenrandparken eröffnen sich Anwohnern und Passanten neue Freiräume, die zu einer Attraktivitätssteigerung der Innenstadt beitragen werden.

Ändert sich durch die Verkehrsänderung der Charakter der Innenstadt?

Ziel ist eine Attraktivitätssteigerung, um ein neues Innenstadt-Erlebnis zu ermöglichen: Einkaufen, Flanieren, Verweilen mit reduziertem Verkehrslärm und -abgase. Durch die Freiräume entsteht Platz für Treffen, Gemeinschaft und Aktionen. Die Innenstadt wird belebt – auch über den Ladenschluss hinaus.

Warum wird das Projekt jetzt realisiert?

Die Umsetzung wurde im Oktober 2020 vom Gemeinderat beschlossen. Um jedoch nicht nur eine neue Verkehrsführung zu installieren, sondern ein Gesamtkonzept für eine lebenswerte Innenstadt zu entwickeln, haben in den vergangenen Monaten mehrere städtische Dienststellen Hand in Hand gearbeitet. Gerade die Corona-Pandemie hat deutschlandweit gezeigt, wie wichtig eine Anpassung der Innenstädte an veränderte Bedingungen ist. Deshalb ist gerade jetzt der Zeitpunkt für neue Projekte in der Innenstadt richtig. Der Beginn noch in den Sommerferien wurde bewusst so gewählt, da in dieser Zeit erfahrungsgemäß weniger Autoverkehr unterwegs ist. So können sich neue Verkehrswege einfacher etablieren.

Wie groß ist die neu entstandene Fläche?

Insgesamt werden die Gehwege und Abstände zum fließenden Verkehr auf einer Strecke von mehr als drei Kilometern für Fußgänger erweitert. Knapp 1,7 Kilometer Straßenraum wird dabei für Fußgänger attraktiver und grüner gestaltet. Die neu entstehende Fußgängerzone in P1 / Q1 und E 1 / F1 ist 140 Meter lang. Es werden zudem in Kunststraße und Fressgasse 18 Lieferzonen mit insgesamt etwa 280 laufenden Meter Länge eingerichtet, die ein reibungsloses Liefern und Laden ermöglichen sollen. Die Neuordnung soll den Durchgangsverkehr aus der Innenstadt heraushalten – ein Plus nicht nur auf der unmittelbar umgestalteten Flächen, sondern auch für die Aufenthaltsqualität in der übrigen Innenstadt.

 

Verkehrsmaßnahmen

Wann werden welche Abschnitte umgesetzt?

Beginn ist am 25. August 2021 mit der Fressgasse. In einem zweiten Abschnitt erfolgen ca. 3 Wochen später die Umwandlung der Marktstraße in Höhe E1 / E2 in eine reine Fahrradstraße und anschließend die Unterbrechung der Kunststraße in Höhe der Kurpfalzstraße. Alle drei Abschnitte sollen innerhalb von ca. sechs Wochen ab dem 25. August realisiert werden. Die geänderte Verkehrsführung gilt an allen Stellen nur für den Kfz-Verkehr – Radfahrer können nach wie vor passieren.

Was wird durch die Veränderungen besser? Welches Ziel hat die neue Verkehrsführung?

Mit der geänderten Verkehrsführung soll der Durchgangsverkehr aus der Innenstadt herausgehalten werden, um den Aufenthalt in der Innenstadt für die Menschen attraktiver zu machen. Alle vier Quadranten sind vom Ring aus weiterhin gut erreichbar. Für mit dem Auto anreisende Kunden bieten sich keine negativen Aspekte: Die Innenstadt und alle Parkhäuser bleiben nach wie vor sehr gut erreichbar.

Wie lange wird das ganze Projekt dauern?

Die Maßnahme ist zunächst auf zwölf Monate angelegt. Bei einer neuen Verkehrsführung ist es wichtig, den Verkehrsteilnehmenden Zeit zu geben. Erfahrungsgemäß dauert es etwas, bis sich neue Verkehrswege etabliert haben. Die Verwaltung wird die Verkehrssituation jedoch während der zwölf Monate dauerhaft im Blick haben und notwendige Anpassungen prüfen.

Wie wird auf die neue Verkehrsführung hingewiesen?

Es wird eine Hinweisbeschilderung gegeben, die die Verkehrsteilnehmer auf die Sperrung aufmerksam macht. Das Parkleitsystem wird an die aktuellen Gegebenheiten angepasst. Mit Broschüren und anderen Infomaterialien machen wir auf die neue Verkehrsführung in der ganzen Region aufmerksam. Auch die Navi-Betreiber haben wir über die veränderte Situation informiert.

Werden alle Parkplätze in der Fressgasse und Kunststraße wegfallen? / Bleiben Parkplätze erhalten?

Das Angebot an Kurzzeitparkplätzen wird im Laufe des Verkehrsversuchs schrittweise ab September zurückgenommen. Die Parkplätze für Behinderte bzw. mobilitätseingeschränkte Menschen bleiben alle anfahrbar.

Gibt es alternative Parkmöglichkeiten?

Besucher, die in Mannheim parken wollen, können hierfür weiterhin die Parkhäuser anfahren, diese verfügen über ausreichende Kapazitäten.

Warum müssen die parkenden Autos überhaupt verschwinden?

Attraktive Innenstädte benötigen Straßen und Plätze für Menschen und deren Mobilität. Der knappe öffentliche Raum ist für das Abstellen von Autos zu wertvoll. Es ist sinnvoller, Autos in Parkhäusern abzustellen. Die frei werdenden Flächen werden für die Mobilität zu Fuß oder mit dem Fahrrad und das Aufhalten von Menschen dringend gebraucht. Mehr Grün und mehr Sitzmöglichkeiten sorgen für ein neues Erleben der Innenstadt.

Warum erst ein Versuch und keine dauerhafte Umsetzung?

Es handelt sich um wichtige Änderungen der Innenstadt. Wir wollen die Auswirkungen genau prüfen und dann rechtzeitig entscheiden, wie es langfristig weitergehen kann.

Ist die neue Verkehrsführung ein Testlauf für eine Innenstadt ohne Autos?

Nein, die Innenstadt wird nach wie vor von allen Seiten für Autos erreichbar bleiben. Auch alle Parkhäuser können problemlos angefahren werden. Ziel ist es, den Durchgangsverkehr aus der Innenstadt herauszubekommen – also all diejenigen, die sowieso nicht vorhatten, in der Innenstadt zu verweilen.

Wie findet die Vorher-Nachher Erhebung statt? Wie, was, wann wird gemessen?

Neben klassischen Verkehrszählungen soll auch die Situation für Rad- und Fußverkehr betrachtet werden. Ist das Queren der Straße nun leichter, verweilen mehr Menschen im Straßenraum? Ergänzend sind Befragungen von Passanten und Anliegern geplant.

Wann (bei welchem Ergebnis) ist der Versuch erfolgreich?

Ein Erfolg ist es, wenn es gelingt, den Durchgangsverkehr auf den Ring zu verlagern und dies zu einer wahrnehmbaren Entlastung und Aufwertung der Aufenthaltsqualität in den Quadraten führt. Über eine Fortführung des Projektes muss abschließend der Gemeinderat entscheiden.

Können später noch Nachschärfungen vorgenommen werden?

Die Verwaltung wird die Verkehrssituation während der zwölf Monate dauerhaft im Blick haben und gegebenenfalls mögliche Anpassungen prüfen. Von einer längeren Eingewöhnungsphase der Verkehrsteilnehmer ist jedoch auszugehen.

Was sind Folgen des Versuchs, z.B. Ausweitung auf andere Quadrate?

Die zu testende Verkehrsführungsvariante hat zum Ziel, alle vier Quadranten der Quadrate weitgehend unabhängig voneinander direkt über den Ring zu erschließen. Für weiterführende konzeptionelle Überlegungen bleiben zunächst die Erfahrungen aus dem Verkehrsversuch abzuwarten.

Verlagert sich der Verkehr dann nicht auf Nebenstraßen in klassischen Wohnquadraten?

Heute bündelt sich der Verkehr in den Quadraten in der Kunststraße und Fressgasse. Durch die Umverteilung wird es vermutlich erhöhte Belastungen in anderen Straßen wie Q1 / Q2, T1 / T2 (Erbprinzenstr.) und K1 / K2 – F1 / F2 (Marktstraße) geben. Deshalb sind auch diese Auswirkungen besonders im Blick zu behalten. Voraussetzung und Aufgabe dafür ist, dass es gelingt, den reinen Durchgangsverkehr auf den Ring zu bringen.

Wie werden sich die Radwege in dieser Zeit ändern? Wo darf ich mit dem Fahrrad fahren?

Alle Unterbrechungen für den Kfz-Verkehr bleiben für den Radverkehr weiterhin passierbar. Die Passage zwischen E1 und E2 wird zukünftig für Radfahrer exklusiv befahrbar sein.

 

Handel

Wo und wie ist der Lieferverkehr erlaubt? / Welche Lieferzonen können genutzt werden?

Mit dem Fortschreiten des Verkehrsversuchs werden ab dem Spätjahr 2021 etwa ein Drittel der Parkstände vor jedem Block zu Lieferzonen umgewandelt. Hierauf ist ganztätig das kurze Halten für Liefern und Laden von z.B. Sperrgütern erlaubt. Insgesamt stehen damit 18 Stück mit einer Länge von rund 12 bis 16 Metern zur Verfügung. Alle können die Lieferzonen dann ohne gesonderte Erlaubnis für den Zeitraum des Be- und Entladens nutzten. Für ein längeres Parken, z.B. für einen Umzug oder für notwendige Arbeiten eines Handwerkers vor Ort ist beim Fachbereich Sicherheit und Ordnung eine gesonderte Erlaubnis einzuholen. Die Regelungen zum jeweiligen Einzelfall können beim Fachbereich Sicherheit und Ordnung erfragt werden.

Gibt es Halteflächen vor den Geschäften für Kundeninnen und Kunden?

Die bisherigen Kurzzeitparkplätze sollen schrittweise zurückgebaut werden. Besucherinnen und Besucher sowie Kundinnen und Kunden, die in Mannheim parken wollen, können hierfür weiterhin die Parkhäuser anfahren.

Wer informiert meine Kunden und Lieferanten über die geänderte Situation?

Die Stadt rät, dass die in der Innenstadt wirtschaftenden Menschen ihre Kunden, Lieferanten und Patienten möglichst frühzeitig auf die neue verkehrliche Situation aufmerksam machen sollen, damit der nächste Aufenthalt oder die nächste Zufahrt besser geplant werden kann.

 

Anwohner

Ich bin nicht gut zu Fuß. Kann ich weiterhin vor dem Haus parken?

Das längere Parken vor dem Haus ist in den betroffenen Straßen bisher schon nicht möglich, da dort kein Anwohnerparken ausgewiesen ist. Freie Kurzzeitparkplätze in der Nähe des eigenen Zielorts sind bisher bereits nicht verlässlich anfahrbar. Die Pkw-Stellplätze auf den privaten Grundstücken bleiben alle weiter anfahrbar. Die Parkplätze für Behinderte bzw. mobilitätseingeschränkte Menschen bleiben erhalten. Mobilitätseingeschränkten Menschen stehen zudem die Dienste von Taxen zum Bringen und Abholen sowie dem ÖPNV zusätzlich zur Verfügung.

Wie stark wird der Alltag in der Fressgasse und Kunststraße und den umliegenden Straßen durch den Versuch und die Bespielung der neuen Flächen verändert?

Eine Beeinträchtigung der notwendigen Erschließungsfunktion der Straßen, eine Störung des Wohnens, des Arbeitens und der Versorgungsfunktion der Innenstadt wird nicht erwartet.

 

(Kurzzeit-) Besucher

Welche Parkhäuser kann ich anfahren?

Alle Parkhauer bleiben erreichbar. Weitere Infos unter www.parken-mannheim.de.

Ändert sich etwas beim öffentlichen Personen Nahverkehr, dem ÖPNV?

Für Menschen, die mit dem ÖPNV, wie den Straßenbahnen und Bussen, ankommen, ändert sich nichts.

Bleiben alle Läden/ Dienstleister während dieser Zeit weiter für mich erreichbar?

Die anliegenden Geschäfte, Dienstleister, Ärzte etc. sind weiterhin erreichbar. Für Menschen, die zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV, wie den Straßenbahnen und Bussen, ankommen, ändert sich nichts. Für Diejenigen, die mit dem Auto anreisen, wird auf die geänderte Verkehrsführung und das Parken in den Parkhäusern hingewiesen.

 

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