Fragen und Antworten zum Test Identsystem
Der Stadtraumservice Mannheim testet in Feudenheim, Neuostheim und anteilig Wallstadt ein Identsystem zur Restmüll-Erfassung. Die Tonnen werden direkt am Abfallsammelfahrzeug gescannt. Der Stadtraumservice Mannheim verspricht sich davon mehr Transparenz, weniger Fehlleerungen, mehr Fairness bei der Abrechnung und eine bessere Kommunikation.
- Warum werden die Restmüllbehälter mit Etiketten ausgestattet?
Die Etiketten dienen dazu, Ihre Behälter für Restmüll zu identifizieren. Sie ersetzen die Gebühren- und Serviceaufkleber. Die Leerung Ihres Behälters wird direkt am Müllfahrzeug digital erfasst. Bei Nachfragen können wir dadurch genaue Auskünfte erteilen. Arbeitsabläufe werden mit der Digitalisierung der Restmüllbehälter verbessert.
Mithilfe des Etiketts erreichen wir eine gerechtere Abrechnung, denn es werden nur Behälter geleert, die angemeldet sind und für die eine Gebühr bezahlt wird. Unberechtigt bereitgestellte Behälter bleiben von der Leerung ausgeschlossen.- Was ändert sich durch das Etikett?
Neben der Gebührengerechtigkeit erreichen wir mehr Transparenz und eine bessere Kommunikation. Beispielsweise werden defekte oder ins Abfallsammelfahrzeug gefallene Müllbehälter, dem Betrieb direkt digital gemeldet. So können wir bei Nachfragen zur Leerung der Behälter genaue Auskünfte geben.
- Wird künftig nach der Anzahl der Leerungen abgerechnet?
Nein, dies ist ein möglicher Mehrwert des Identsystems. Die Stadt prüft dies eindringlich. Voraussetzung ist die flächendeckende Einführung des Identsystems.
- Wird die Müllabfuhr dadurch teurer? Erhöhen sich die Gebühren?
Nein, die Gebühren erhöhen sich durch die Einführung des Identsystems nicht. Durch die Digitalisierung sollen Prozesse vereinfacht und das Beschwerdemanagement verbessert werden, was sich positiv auf die Kosten auswirken kann.
- Können weiterhin Mehrmengen an Abfall entsorgt werden?
Gebührenpflichtige Abfallsäcke können weiterhin erworben und wie gewohnt am Abfuhrtag am Behälter bereitgestellt werden. Außerdem können Sie bei den Recyclinghöfen Restmüll gegen Gebühr anliefern und entsorgen lassen.
- Welche Daten sind auf dem Etikett hinterlegt? Besteht die Gefahr von Datenmissbrauch?
Auf dem Etikett mit Barcode und RFID Chip befinden sich keine personenbezogenen Daten, sondern eine eindeutige Nummer. Unsere genutzte Software bezieht die personenbezogenen Daten, welche EU-konform nach DSGVO auf europäischen Servern lagern. Diese Daten sind allerdings schon vorhanden und werden bereits für die Gebührenabrechnung genutzt. Lediglich zum Versand der Etiketten bekommt das beauftragte Unternehmen die Adressdaten, sowie Angaben zur Art und Anzahl der Behälter. Bankdaten oder ähnliches werden nicht übergeben. Außerdem wurde die Löschung der Daten nach Versand der Etiketten vertraglich vereinbart.
Auf dem Etikett selbst stehen die Straße und Hausnummer zu dem der Behälter gehört, sowie Behälterart, -nummer, -volumen und Leerungsrhythmus. Dies schützt Sie vor der Verwechslung Ihres Behälters mit anderen Behältern. Mit Ausnahme der Adresse, waren diese Daten auch schon auf den Gebühren- und Serviceaufklebern. Eine Gefahr von Datenmissbrauch besteht durch das Etikett also nicht. Informationen zur Datenverarbeitung haben wir für Sie hier verlinkt.- Wie funktioniert das Auslesen des Etiketts?
Ein Lesegerät am Fahrzeug liest die Nummer, die sich auf dem Etikett befindet kontaktlos ab und registriert hierdurch die Leerung des Behälters. Per Funk erhalten wir die Information, dass der Behälter mit der entsprechenden Nummer geleert wurde. Bei Nachfragen können wir dadurch genaue Auskünfte geben, da die Arbeitsabläufe digital von uns erfasst werden.
- Welche Tonnen bekommen ein Etikett?
Zunächst die Restmülltonnen. Wenn wir uns für das System entscheiden, sollen auch die Behälter der Fraktionen Bio und Papier ein Etikett bekommen. Die Wertstofftonne nicht, da die Leerung durch Knettenbrech+Gurdulic erfolgt.
- Was passiert, wenn künftig kein Etikett am Behälter ist?
Ziel ist es, Behälter ohne Etikett nicht zu leeren. Diese ersetzen die Gebühren- und Serviceaufkleber. Ein Behälter ohne Etikett bedeutet also, dass keine Gebühr entrichtet wird. Wenn das Etikett defekt ist oder fehlt, kann Ersatz bei der Stadt angefragt werden.
In diesem Fall schicken Sie uns bitte eine E-Mail an folgende Adresse.- Bin ich verpflichtet den Behälter mit dem Etikett zu bekleben?
Nach §1 Abs. 5 der Kreislaufwirtschaftssatzung der Stadt Mannheim, kann die Stadt Modellversuche durchführen. Da wir dies im Sinne der Bürgerinnen und Bürger machen, wird um Mitwirkung gebeten. Der Versand der Etiketten und die Mitwirkung der Eigentümerinnen und Eigentümer bzw. Bürgerinnen und Bürger stellt die günstigste Möglichkeit dar, die Etiketten an die Behälter zu bekommen. Ein Bekleben durch die Stadt würde deutlich mehr kosten. Es gilt also: je besser mitgewirkt wird, desto kostensparender kann dies durchgeführt werden. Es ergibt sich automatisch eine Mitwirkungspflicht, denn Behälter ohne Aufkleber werden nicht geleert. Übrigens: Behälter, die durch die Stadt neu aufgestellt werden (Neubestellung, Reinigung, Ersatz nach defekt o.Ä.) werden automatisch durch unser Behälterteam beklebt.
- Was ist zu tun, wenn kein Brief mit Etiketten in der Post war?
In diesem Fall schicken Sie uns bitte eine E-Mail an folgende Adresse.
- Was ist zu tun, wenn zu viele oder zu wenige Etiketten dem Anschreiben beilagen?
In diesem Fall schicken Sie uns bitte eine E-Mail an folgende Adresse.
- Was ist zu tun, wenn der Behälter falsch beklebt wurde oder Aufkleber falsche Angaben (z.B. Abfallart oder Volumen vertauscht) enthält?
Die Nummer des defekten Etiketts wird gesperrt und ist somit unbrauchbar. Bitte entfernen Sie das defekte Etikett rückstandslos vom Behälter. Für die Nachlieferung schicken Sie uns bitte eine E-Mail an folgende Adresse.
- Was passiert, wenn das Etikett kaputt geht?
In diesem Fall erhalten Sie Ersatz. Wenden Sie sich bitte per E-Mail an folgende Adresse.
Die Nummer des defekten Etiketts wird gesperrt und ist somit unbrauchbar. Bitte entfernen Sie das defekte Etikett rückstandslos vom Behälter.