ANIMA - Ankommen in Mannheim

Mit „ANIMA“ wurde in Mannheim ein bedarfsgerechtes Beratungsangebot für südosteuropäische EU-Zuwanderinnen und Zuwanderer in schwierigen sozialen Lagen aufgebaut.
Seit dem 2016 setzt die Stadt Mannheim das Kooperationsprojekt gemeinsam mit dem Caritasverband Mannheim e.V., dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche Mannheim und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband um. Mit sieben ANIMA-Beratungsstellen konnte mittlerweile ein flächendeckendes Beratungsangebot aufgebaut werden und genau in den Stadtteilen wirken, die besonders durch diese Form der EU-Binnenzuwanderung geprägt sind.
Mit dem ANIMA-Projekt werden die über den kommunalen Integrationsfonds durchgeführten Maßnahmen ergänzt. Beide Maßnahmen richten sich an Zuwanderer*innen aus Bulgarien und Rumänien, eine besonders von Armut und gesellschaftlicher Ausgrenzung bedrohte Personengruppe und befähigt sie zu mehr sozialer Teilhabe.

ANIMA – ganzheitlicher Beratungsansatz für besonders benachteiligten EU-Zuwanderer*innen

Der Beratungsansatz von ANIMA verfolgt das Ziel, besonders benachteiligten EU-Zugewanderten Zugang zu Beratungs- und Unterstützungsstrukturen zu erleichtern. Dafür wird muttersprachliches Beratungspersonal eingesetzt, um die hier neu ankommenden Zuwandererinnen und Zuwanderer systematisch und aktiv auf ihrem Weg der Integration in die Gesellschaft zu begleiten. Sie werden dabei unterstützt, selbst Lösungen zu finden und selbst die passenden Regelangebote wie Migrationserstberatung, Integrationskurse, etc. zu finden und zu nutzen.
Dabei sollen durch ANIMA keine parallelen Beratungsstrukturen aufgebaut werden, sondern vielmehr eine Mittlerfunktion eingenommen werden: Durch muttersprachliche Berater*innen werden neu Zugewanderte direkt in ihrem Sozialraum erreicht, wodurch häufig die ersten Zugänge in die erforderlichen Unterstützungsangebote eröffnet werden.

ANIMA II mit neuem Schwerpunkt: Stärkung von Familien mit Kindern

In der zweiten Förderrunde (2019-2020) wird an die bisherigen Erfolge angeknüpft und um einen neuen Schwerpunkt ergänzt: die besondere Förderung von Familien mit Kindern im Vorschulalter. Die Kinder sollen möglichst frühzeitig bestehende Bildungs- und Freizeitangebote nutzen und in die vorschulischen Betreuungsstrukturen eingebunden werden. Ausgebaut werden auch spezielle Gruppenangebote, mit denen im Ergebnis die familiäre Gesamtsituation verbessert werden kann, z.B. spezielle Gruppenangebote für Frauen. In diesem Format können Themen wie Kindererziehung, gesunde Ernährung, schuldenfreies Haushalten, Bildung, Spracherwerb mit Kinderbetreuung bedarfsgerecht vermittelt werden.

Informationen zum Förderprogramm

ANIMA wird im Rahmen des EU-Förderprogramms EHAP gefördert. EHAP steht für „Europäischer Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen“ und leistet einen Beitrag zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung als ein Kernziel der Europa-2020-Strategie. In Deutschland werden aus Mitteln des EHAP Projekte für hier lebende Menschen unterstützt, die unter Armut leiden und keinen oder nur unzureichenden Zugang zu den lokal oder regional vorhandenen Hilfeangeboten haben. Das sind besonders benachteiligte neuzugewanderte Unionsbürgerinnen und -bürger, darunter Eltern mit Kindern im Vorschulalter sowie Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Personen.

 

 

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