ANIMA - Ankommen in Mannheim

Seit dem 01.01.2016 setzt die Stadt Mannheim gemeinsam mit dem Caritasverband Mannheim e.V., dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche Mannheim und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband das Kooperationsprojekt „ANIMA – Ankommen in Mannheim“, ein bedarfsgerechtes Beratungsangebot für (südosteuropäische) Zuwanderer/innen in schwierigen sozialen Lagen, um. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) gefördert. Es wurden insgesamt fünf ANIMA-Beratungsstellen bei den o.g. Projektpartnern eingerichtet.

Das ANIMA-Projekt ergänzt die über den kommunalen Integrationsfonds durchgeführten Maßnahmen für die EU-Binnenzuwanderer/innen aus Bulgarien und Rumänien und befähigt die besonders von Armut und gesellschaftlicher Ausgrenzung bedrohte Personengruppe zu mehr sozialen Teilhabe. Mit dem ANIMA-Beratungsansatz wird kein paralleles Beratungsangebot zu bereits bestehenden Stellen geschaffen. Vielmehr hat ANIMA eine Mittlerfunktion, die auf der einen Seite die Zielgruppe der besonders benachteiligten Zuwanderer/innen erreicht und auf der anderen Seite diesen Zugänge in die für deren spezifische Situation erforderlichen Unterstützungsangebote eröffnet.

Die Zielsetzung von EHAP ist die soziale Inklusion von besonders benachteiligten EU-Zugewanderten. Die Zielgruppe ist durch einen schwachen sozialen Status und einen fehlenden bzw. erschwerten Zugang in die Regelstrukturen geprägt.

Auf der Grundlage der bisher gemachten Erfahrungen ist die Erreichbarkeit der genannten Zielgruppe in vielen Fällen dadurch blockiert, dass zumindest ein Teil der Neuzuwanderer/innen zudem Opfer organisierter Ausbeutung sind, bei der die Unkenntnis und die fehlenden Kommunikationsmöglichkeiten der Menschen ausgenutzt werden, um über zu bezahlende „Dienstleistungen“, Vermittlung von überteuerten und schlecht ausgestatteten Unterkünften sowie prekäre Beschäftigungsverhältnisse Geld zu verdienen. Hierbei entstehen regelrechte Abhängigkeitsverhältnisse, die mangels Information über Alternativen bei den Betroffenen deren sozialer Abschottung Vorschub leisten.

ANIMA zielt ab auf die Schaffung eines Vertrauensverhältnisses und bietet Unterstützung und Stärkung, die eigene Lebenssituation weitestgehend eigenverantwortlich verändern zu wollen und zu können. Hierbei wird die Verweisberatung in die bestehenden Integrationsstrukturen und die Begleitung der Klienten/innen zu den entsprechenden Regelangeboten von den ANIMA-Beratern/innen geleistet. Die Vermittlung in eine Sprachfördermaßnahme stellt ein wesentliches Beratungsziel dar, denn zu einer erfolgreichen Integration gehört der Erwerb deutscher Sprachkenntnisse.

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Eckdaten zum EHAP-geförderten Projekt ANIMA:

Gesamtfördervolumen rund 980.000 €                
Förderquote 85% EU, 10% Bund, 5% Eigenmittel (aller Projektpartner)
Laufzeit 01.01.2016 - 31.12.2018


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PRESSEMITTEILUNG

 

 

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