Integrationsfonds 2021

Ab sofort können Anträge auf Förderung von Projekten aus dem Integrationsfonds für EU-Binnenzuwanderer*innen aus Südosteuropa für das Jahr 2021 gestellt werden.
Die bewilligten Projekte können frühestens am 01.01.2021 beginnen und müssen spätestens zum 31.12.2021 beendet sein.

Bitte beachten Sie:
Die Antragsfrist endet am Sonntag, den 22. November 2020.

Der Mannheimer Integrationsfonds fördert seit 2013 Soforthilfen sowie Unterstützungsmaßnahmen für südosteuropäische EU-Binnenzuwanderer*innen in prekären Lagen, u.a. in den Bereichen Informationsvermittlung und Beratung für (Neu-)Zugewanderte, Sprach- und Bildungsförderung, Gesundheit, Kinder- und Jugendangebote und (quartiersbezogene) interkulturelle Begegnungsangebote. Besonders förderwürdig sind Maßnahmen, die eine quartiersbezogene Ansprache und Einbindung in stark migrationsfrequentierten Stadtteilen (wie zum Beispiel Neckarstadt-West, Innenstadt/Jungbusch, Waldhof, Luzenberg e.a.) befördern.

Für eine Projektbewilligung wird außerdem die Bereitschaft zur quartiersbezogenen Abstimmung und Zusammenarbeit der Maßnahmeträger untereinander sowie mit den sonstigen Angebots- und Beratungsträgern für Zugewanderte aus Südosteuropa mit Stadtteilbezug vorausgesetzt.

Über den Integrationsfonds können in 2021 vor allem Projekte und Maßnahmen mit Bezug zu folgenden Schwerpunkten gefördert werden:

  • Gruppenbezogene Projekte mit Informations- und Austauschangeboten.
    Zielsetzungen sind die Vermittlung von Basisinformation zur Erstorientierung in Mannheim sowie die Verknüpfung zu den Angeboten des Regelsystems. Es werden aktivierende Ansätze gefördert, die den Erfahrungs- und Wissensgewinn und deren Austausch unter den Neuzugewanderten zu den wichtigen Alltagsthemen befördern. Der Austausch und die Informationsgabe sollten bspw. als regelmäßige Begegnung oder als Gruppenberatung konzipiert werden.
  • Stärkung elterlicher Erziehungskompetenzen zur Bildungsunterstützung und Geschlechterparität
    Angebote, die verständlich und niederschwellig über das (vor-)schulische Bildungssystem informieren und die elterliche Mitverantwortung hierin stärken. Geschlechterspezifische Ansätze unter dem Aspekt der Geschlechtergleichberechtigung sind hierbei besonders förderwürdig. Die Aufklärungs- und Vermittlungsarbeit sollte für die bildungsbezogene Erziehungsverantwortung sensibilisieren und das Unterstützungspotential der Eltern für die Lern- und Bildungsprozesse der nachwachsenden Generation stärken.
  • Einsatz von Vermittler*innen und Multiplikator*innen aus den Communities.
    Gefördert werden Maßnahmen zur Gewinnung von engagierten Persönlichkeiten (als Rollenvorbilder) aus den Communities und deren Aufbau, Befähigung und Einsatz als integrative Vermittler*innen, Begleiter*innen und Multiplikator*innen für die Zielgruppe sowie Ansätze eines quartiersbezogenen Community-Building.
  • Bildungs-, Jugend- und Freizeitangebote.
    Unterstützung von Schulen, Kindertagesstätten und Jugendhäusern/Jugendinitiativen bei der Kontaktaufnahme und Arbeit mit Eltern (durch muttersprachliche, pädagogisch geschulte Mittler*innen). Unterstützung für rumänische und bulgarische Kinder und Jugendliche bei der Teilhabe an interkulturellen Angeboten, insbesondere über Ansätze der aufsuchenden Arbeit im öffentlichen Raum (Streetwork) und begleiteten Vermittlung in bestehende Regelangebote für Kinder und Jugendliche.
  • Gesundheitsförderung, Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen.
    Informationen und Unterstützung bei der Klärung und Sicherstellung eines Krankenversicherungsschutzes. Aufklärung über und Heranführung an die Angebote der gesundheitlichen Vorsorge, insbesondere für Familien mit Kindern.
  • Sozialraumbezogene Angebote, die den Kontakt und Austausch der Anwohnerschaft mit den neuen Stadtteilbewohnern*innen herstellen.
    Für den Erhalt des sozialen Friedens in den Stadtteilen spielen die Aspekte der Begegnung und des Kontakt- bzw. Vertrauensaufbaus im sozial-räumlichen Umfeld eine zunehmende Rolle. Aus diesem Grund ist es wichtig, nachbarschaftliche Initiativen zwischen Neuzugewanderten und Ansässigen zu unterstützen.

Das Antragsformular sowie weitere Informationen können unten auf der Seite abgerufen werden.

Bitte beachten Sie bei der Projektkonzeption und Umsetzung die allgemeinen „Richtlinien der Stadt Mannheim über die Gewährung von Zuwendungen“ sowie die „Richtlinien der Stadt Mannheim zur Integrationsförderung von Einwohnern ausländischer Herkunft“.

Anträge müssen in elektronischer Form bis spätestens Sonntag, den 22.11.2020, an die E-Mail-Adresse: integrationsfonds@mannheim.de geschickt werden.
Die Antragsteller*innen werden bis Mitte Dezember 2020 per E-Mail informiert, ob ihr Projektantrag gefördert wird. Es besteht kein Rechtsanspruch auf eine Projektförderung.
Ansprechpartnerin für weitere Informationen und Rückfragen zur Antragstellung ist Frau Lahvinovich vom Team Integration (15.3.2) unter Tel. 0621/293-9533 oder Email: maryna.lahvinovich@mannheim.de.

 

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