Integrationsfonds 2020

Ab sofort können Anträge auf Förderung von Projekten aus dem Integrationsfonds für EU-Binnenzuwanderer/innen aus Südosteuropa für das Jahr 2020 gestellt werden.
Die bewilligten Projekte können am 01.03.2020 beginnen und müssen spätestens zum 31.12.2020 beendet sein.

Bitte beachten Sie:
Die Antragsfrist endet am Sonntag, den 2. Februar 2020.

Der Mannheimer Integrationsfonds fördert seit 2013 Soforthilfen sowie Unterstützungsmaßnahmen für südosteuropäische EU-Binnenzuwanderer in prekären Lagen, u.a. in den Bereichen Informationsvermittlung und Beratung für (Neu-)Zugewanderte, Sprach- und Bildungsförderung, Gesundheit, Kinder- und Jugendangebote und (quartiersbezogene) interkulturelle Begegnungsangebote . Zwischen 2013 und 2019 wurden Anlauf- und Beratungsstellen, freie Träger, Vereine sowie Initiativen sowie Wohlfahrtsverbände, Kitas und Schulen in ihrem Engagement unterstützt, die in insgesamt knapp 90 zielgruppenorientierten Formaten Maßnahmen zur Integration von Neuzugewanderten aus Bulgarien und Rumänien umgesetzt haben.
Um die Wirkung der Unterstützungsmaßnahmen für die Zielgruppe insgesamt zu erhöhen, wird die grundsätzliche Bereitschaft aller Antragsteller*innen zur Abstimmung und Zusammenarbeit (wo effektiv) mit den einschlägigen Maßnahmeträgern im Bereich SOE-Zuwanderung vorausgesetzt. Dies gilt insbesondere für quartiersbezogene Formate in den besonders stark migrationsfrequentierten Stadtteilen Neckarstadt-West und Innenstadt/Jungbusch.

Über den Integrationsfonds können in 2020 vor allem Projekte und Maßnahmen mit Bezug zu folgenden Schwerpunkten gefördert werden:

  • Gruppenbezogene Projekte mit Informations- und Austauschangeboten.

Zielsetzungen sind die Vermittlung von Basisinformation zur Erstorientierung in Mannheim sowie die Verknüpfung zu den Angeboten des Regelsystems. Es werden aktivierende Ansätze gefördert, die den Erfahrungs- und Wissensgewinn und deren Austausch unter den Neuzugewanderten zu den wichtigen Alltagsthemen befördern. Der Austausch und die Informationsgabe sollten bspw. als regelmäßige Begegnung oder als Gruppenberatung konzipiert werden.

  • Stärkung elterlicher Erziehungskompetenzen zur Bildungsunterstützung und Geschlechterparität

Angebote, die verständlich und niederschwellig über das (vor-)schulische Bildungssystem informieren und die elterliche Mitverantwortung hierin stärken. Geschlechterspezifische Ansätze unter dem Aspekt der Geschlechtergleichberechtigung sind hierbei besonders förderwürdig. Die Aufklärungs- und Vermittlungsarbeit sollte für die bildungsbezogene  Erziehungsverantwortung  sensibilisieren und das Unterstützungspotential der Eltern für die Lern- und Bildungsprozesse der nachwachsenden Generation stärken.

  • Gewinnung und Schulung von engagierten Personen aus den Communities.

Gefördert werden Ansätze für ein Community-Building (z.B. durch Stärkung / Befähigung und Schulung von engagierten Persönlichkeiten aus der Zielgruppe als potentiellen Multiplikator/innen).

  • Bildungs-, Jugend- und Freizeitangebote.

Unterstützung von Schulen, Kindertagesstätten und Jugendhäusern/Jugendinitiativen bei der Kontaktaufnahme und Arbeit mit Eltern (durch muttersprachliche, pädagogisch geschulte Mittler/innen). Unterstützung für rumänische und bulgarische Kinder und Jugendliche bei der Teilhabe an interkulturellen Angeboten, insbesondere über Ansätze der aufsuchenden Arbeit im öffentlichen Raum (Streetwork) und Begleitung bei der Integration in die Regelangebote für Kinder und Jugendliche.

  • Gesundheitsförderung, Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen.

Informationen und Unterstützung bei der Klärung und Sicherstellung eines Krankenversicherungsschutzes. Aufklärung über und Heranführung an die Angebote der gesundheitlichen Vorsorge, insbesondere für Kinder und Jugendliche.

  • Sozialraumbezogene Angebote, die den Kontakt und Austausch der Anwohnerschaft mit den neuen Stadtteilbewohnern/innen herstellen.

Für den Erhalt des sozialen Friedens in den Stadtteilen spielen die Aspekte der Begegnung und des Kontakt- bzw. Vertrauensaufbaus im sozial-räumlichen Umfeld eine zunehmende Rolle. Aus diesem Grund ist es wichtig, nachbarschaftliche Initiativen zwischen Neuzugewanderten und Ansässigen zu unterstützen.

Bitte beachten Sie bei der Projektkonzeption und Umsetzung die allgemeinen „Richtlinien der Stadt Mannheim über die Gewährung von Zuwendungen“ sowie die „Richtlinien der Stadt Mannheim zur Integrationsförderung von Einwohnern ausländischer Herkunft“.

Anträge müssen in elektronischer Form bis spätestens Sonntag, den 2.2.2020, an die E-Mail-Adresse: integrationsfonds@mannheim.de geschickt werden.
Die Antragsteller*innen werden bis Mitte Februar 2020 per E-Mail informiert, ob ihr Projektantrag gefördert wird.
Rat und Hilfe bietet Ihnen Frau Lahvinovich vom Team Integration (15.3.2), Rathaus E 5, 68159 Mannheim, Tel.: 0621/293-9533 oder 0621/293-9437.

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