Baumpflege und Pflanzungen

Sicherheit ist wichtig

Bei der Stadt Mannheim arbeiten Baumpflegerinnen und Baumpfleger mit viel Berufserfahrung. Sie sind dem Erhalt der Bäume ebenso verpflichtet wie der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Daher prüfen sie regelmäßig den Gesundheitszustand und die Standsicherheit der rund 85.000 Bäume an Straßen und in öffentlichen Grünanlagen.

Rückschnitt

Ein Großteil der Stadtbäume bedarf aufgrund zunehmender Schäden einer baumpflegerischen Behandlung. Diese reicht von der Totholzbeseitigung (abgestorbene Äste werden aus dem Baum entfernt) bis hin zur Kronensicherung (die Krone wird mittels Seilanker oder Kronenrückschnitt gesichert). Seit 2003 kommt hinzu, dass in zahlreichen Straßenzügen aufgrund vermehrter Totholzbildung durch die Massaria-Erkrankung mehrmals im Jahr am selben Baum Sicherungsschnitte notwendig werden. Dies bedeutet für den Betrieb einen erheblichen Aufwand, weshalb die Stadtverwaltung sich hier von einer Fachfirma unterstützen lässt.

 

Baumpflanzungen

So viele wie möglich

Der Eigenbetrieb Stadtraumservice schöpft die vorhandenen finanziellen Mittel jedes Jahr vollständig aus, um Bäume zu ersetzen, die zuvor entfernt werden mussten. Denn Bäume erfüllen eine wichtige ökologische Funktion. Sie machen Mannheim attraktiv und lebenswert. Der Auftrag des Gemeinderats lautet: Jeder freigewordene Baumstandort soll wieder mit einem neuen Baum bepflanzt werden.

So viele Bäume hat die Stadt Mannheim in den vergangenen Jahren gepflanzt:

  • 2014: 220 Bäume
  • 2015: 276 Bäume
  • 2016: 280 Bäume
  • 2017: 286 Bäume
  • 2018: 283 Bäume
  • 2019: 267 Bäume
  • 2020: 468 Bäume

 

 

Wo pflanzt die Stadt Bäume nach?

Der Stadtraumservice plant jedes Jahr die Neupflanzungen für das kommende Winterhalbjahr. In die Planung fließen viele Faktoren mit ein, insbesondere:

  1. Effiziente Wässerung. Einen großen Kostenfaktor bei Baumpflanzungen stellt das Wässern der Jungbäume in den ersten Jahren nach Pflanzung dar. Dies wird bereits bei der Planung der Pflanzung berücksichtigt: Bäume werden möglichst räumlich geballt gepflanzt, um die Wege beim Wässern kurz zu halten.
  2.  
  3. Qualität des Standorts. Die Ansprüche an einen Baumstandort sind heute höher als in der Vergangenheit. Risiken, dass Leitungen im Untergrund Schaden nehmen, werden heute konsequent minimiert. Der Platz für die Wurzeln, den ein Baum für eine gesunde Entwicklung mindestens braucht, wird heute größer eingeschätzt. Daher müssen manche Standorte vor der Neupflanzung saniert werden. Pflanzungen in Grünanlagen sind grundsätzlich einfacher und daher günstiger als Pflanzungen im Straßenraum.

Die Bäume werden im Winterhalbjahr von einer beauftragten Firma gepflanzt, je nach Witterung von ca. November bis März. Wo genau in den vergangenen Jahren Bäume gepflanzt wurden, erfahren Sie rechts unter "weitere Informationen".

 

Leerer Baumstandort: Schotter hält Erde locker

Das Beet eines Straßenbaums, die sogenannte Baumscheibe, wird  im oberen Bereich mit Schotter befüllt, solange es leer steht. Der Schotter sorgt dafür, dass die darunterliegende Erde (das Baumsubstrat) locker bleibt und nicht zusammengepresst wird. Lockere Erde enthält mehr Sauerstoff und kann Wasser besser aufnehmen – beides ist wichtig für den Baum, der an dem Standort künftig wachsen wird. Sobald in die Baumscheibe ein neuer Baum gepflanzt wird, wird der Schotter entfernt.

 

Baumpatenschaft

Wer in der Nähe eines jungen Baumes wohnt, kann entscheidende Hilfe leisten. Dabei geht es in erster Linie um das Gießen. Das Beet um den Baum lässt sich außerdem bepflanzen – so verschönern Sie sogar Ihre Straße. Hier erfahren Sie mehr zum Thema Baumpatenschaft.