Winterspeck

Komödie von Christian Kühn und Michael Kuhn

Alle Jahre wieder DROHT der Heilige Abend. Um der besinnungslosen Besinnlichkeit zu entkommen, wird Hardys Fitnessstudio für Karin, Sandra und Gudrun zur letzten Zuflucht. Tapfer hat Karin nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes die Beerdigung durchgestanden und die gesamte Familie getröstet, aber dem ersten Weihnachtsfest ohne ihren Mann ist sie nicht gewachsen. Die körperbewusste Sandra dagegen flieht nicht nur vor der heimischen Fressorgie, sondern vor allem vor den alljährlichen familiären Festtafelverhören, während Dauersingle und Kitschhasserin Gudrun die unausweichliche Weihnachtsromantik mittlerweile auch körperlich zusetzt.

Somit lautet der spezielle Diätplan gegen Kummer- und Winterspeck: Weihnachten wird geschwänzt und alles Festliche verbannt! Nach einem gefesselten Santa Claus und einem vereitelten Krippenspiel wäre der Grinch wahrlich stolz auf das Trio der Besinnlichkeitsverweigerinnen, doch ganz so leicht lässt sich der Weihnachtszauber nun mal nicht abspecken …

„Diese drei Frauen unterschiedlicher Alters- und Gewichtsklassen machen auf AfW, auf „Alternative für Weihnachten“, sagen dem „Fest der Lügen“ den Kampf an und wollen das „ultimative Antifest“ feiern, was heißt, dass gemäß Checkliste alles Festliche wie Lichterketten verbannt, der Weihnachtmann gefesselt und ein Krippenspiel vereitelt wird. (…) Letztlich ist das Stück dann doch eine Liebeserklärung an das Fest der Liebe. Den Happy-Ends für Gudrun, Karin und Sandra vorgeschaltet ist ein Krippenspiel. Eingeleitet wird es mit dem Satz „Es übergab sich aber zu einer Zeit“, der die Richtung vorgibt, nämlich dass es ähnlich schräg wird wie in hiesigen Breiten allenfalls noch das alljährliche Krippenspiel Olaf Schuberts. So sehr Malinkes Stück und Kühns Inszenierung auf Dialogwitz, körperliche Situationskomik und schrilles Outfit setzen, den einen oder anderen besinnlichen und gar berührenden Moment scheuen sie nicht.“

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