Solidarische Ökonomie und transnationale Perspektiven - Afrikatage 2026
Welche alternativen Wirtschaftslogiken sind jenseits kapitalistischer Wachstumszwänge denkbar? Wie kann Wirtschaft so gestaltet werden, dass sie soziale Reproduktion, Care-Arbeit und globale Abhängigkeiten mitdenkt? Im Rahmen eines Vortrags- und Gesprächsabends sprechen wir mit Dr. Esther Kronsbein über solidarische Ökonomie, globale Ungleichheiten und transnationale Verantwortung. Ausgehend von ihrer Forschung in Uganda zeigt sie, wie neoliberale Politik soziale Lebensrealitäten verändert – und welche informellen solidarischen Strukturen Menschen dagegen im Alltag entwickeln. Dabei nimmt sie auch kritische Perspektiven auf klassische Entwicklungszusammenarbeit ein.
Wirtschaftliche Ungleichheiten zwischen Globalem Norden und Süden, die Rolle von Migration sowie die Bedeutung von Rücküberweisungen (Remittances), die staatliche Entwicklungsleistungen häufig übersteigen, eröffnen neue Perspektiven auf Verteilungsgerechtigkeit.
Veranstaltet wird der Abend von obumu.zusammen e.V.. Der Verein versucht, globale Verantwortung praktisch werden zu lassen und solidarisch zu handeln, indem seine Mitglieder Ressourcen mit alleinerziehenden Frauen* in Uganda teilen.
Ab 18:30 Uhr wird es Essen im Rahmen einer KüFa geben. Spenden des Abends kommen alleinerziehenden Frauen* in Uganda zugute.