Selbstbewusstsein und Anerkennung. Moralischer Konstruktivismus im Anschluss an Kant, Fichte, Hegel

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Gastvortrag des Philosophischen Seminars

Prof. Dr. Jacob Rosenthal (Universität Konstanz) spricht zum Thema "Selbstbewusstsein und Anerkennung. Moralischer Konstruktivismus im Anschluss an Kant, Fichte, Hegel".

Im Vortrag werden einige Varianten des sog. Kanti­schen Konstruktivismus in der Moral diskutiert. Der Referent stützt sich dabei auf aktuelle Ansätze, die stark von Kant und der Philosophie des Deutschen Idealismus beeinflusst sind. Ausgangspunkt ist die von Christine Korsgaard vertretene These, dass Normativität entsteht, wenn Lebewesen „vernünftig werden“, d. h. wenn sich ihre Handlungs­impulse nicht mehr (quasi-)automatisch in Verhalten umsetzen, und sie deshalb überlegen (müssen), was sie tun sollen. Solche Wesen brauchen zum Handeln Gründe, die sie selbst konstruieren (müssen). Damit einher gehen Reflexions­fähigkeit und Selbstbewusstsein. Der Schritt von dort zur Moral, d. h. von einer Normativität im Binnen­verhältnis des Subjekts zur Normativität im Verhältnis zu anderen ist notorisch schwierig. Eine Idee zur Moralbegründung im Anschluss an Fichte und Hegel ist, dass Subjekte ihrer reflexions­fähig und vernünftig werden, indem sie von anderen als vernünftig anerkannt und behandelt werden. Dadurch ist die Selbstreflexion des Subjekts und sind die Gründe, aus denen es handelt, von vornherein auf andere ausgerichtet.

Die Veranstaltung findet im Hörsaal O 131 (Schloss Ost, 1. OG) statt.

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