Michaela Melián

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2015 hatte sich die Künstlerin und Musikerin Michaela Melián im Auftrag der Kunsthalle Mannheim auf Spurensuche in die Geschichte des Museums begeben. In tiefen Recherchen tauchte sie in die Archive ein und hob verlorene Werke, vergessene Künstler und verdrängte Geschichten wieder in die Erinnerung. Ihre poetische Hörcollage aus historischen Dokumenten wie dem Briefwechsel zwischen Direktoren und Künstlern, Werkinterpre-tationen und Zeitzeugenberichten eröffnet einen eindringlichen Resonanzraum. Sieben Hörstücke lassen dramatische, erstaunliche, auch absurde Szenen jener Institution lebendig werden, die in Mannheim seit über 100 Jahren Kunstgeschichte schreibt. Sie erzählen von Künstlerinnen wie Edith Dettmann, die heute fast vergessen sind, und von verschwun-denen Sammlungsstücken wie dem Gemälde „Die Witwe“ von Otto Dix, dessen Verbleib nach der Beschlagnahme von 1937 ungeklärt ist.

Besucher*innen des Museums können ab dem kommenden MVV Kunstabend wieder in den drei Hörsesseln Meliáns Platz nehmen. Die Hörskulptur, die für die Klanginstallation „7 Tonspuren für die Kunsthalle Mannheim“ entwickelt wurde, war zuletzt 2016 in der Alten Bibliothek der Kunsthalle erlebbar. Umrahmt wird die poetische Hörcollage von einer gemeinsamen Konzert-Performance der IG POP um den Musiker David J. Kirchner mit der Künstlerin. Neben Melián und Kirchner werden die Künstler Thilo Eichhorn, Dman, Tim Wollmann, Erwin Ditzner, Maxwell Hathaway, Götz Gramlich, Dominik Rinnhofer und der Mannheimer Thekenchor Live-Remixe der IG POP Arbeiterlieder im Atrium zum Klingen bringen.

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