Klang/Bild Festival - Festival für audiovisuelle Musikkultur
18:00 Uhr Die Last der Erinnerung / Der Sieg der Barmherzigkeit / Die Schwingen des Geistes | Die Szabo-Fitzthum-Trilogie
Film | Österreich 2016-2019 | R: Albert Meisl | 20/25/29 Minuten | FSK: Nicht geprüft
Die in Insiderkreisen geradezu kultisch verehrte Szabo-Fitzthum-Trilogiedes aus Bayern stammende und in Wien lebenden Filmemachers Albert Meisl sind keine Musikfilme im eigentlichen Sinne, aber durchdrungen vom Geist der Musik – wie kann es auch anders sein in Wien, der heimlichen Welthauptstadt der Musik. Dort haust der verkrachte Musikwissenschaftler Szabo (gespielt von Meisl selbst) inmitten einer Ansammlung seltener Archivalien der österreichischen Populärmusik. Und dort sucht ihn auch Herr Fitzthum auf, seines Zeichens Nachwuchswissenschaftler der Musikologie, der unglücklicherweise Szabos Hilfe beim Aufspüren verschollener Preziosen benötigt. Daraus entwickelt Albert Meisl in seinen drei urkomischen Kurzfilmen Szenen aus dem Leben des akademischen Prekariats, die zwischen Nerdtum, anarchischem Chaos, zwischen Screwball-Comedy und Karl Valentin einen ganz eigenen Ton finden.
Meisl, nach eigener Auskunft ewiger Bummelstudent an der Wiener Filmakademie und ungekrönter King of Comedy, hat mit seinen drei Filmen, die in Deutschland selten und überhaupt nur auf Festivals zu sehen waren, ein ganz eigenes Genre erfunden. Und wer sie einmal gesehen hat, ist ihnen bis in alle Ewigkeit verfallen.
20:00 Uhr Bowie: The Final Act
Film | Vereinigtes Königreich 2025 | R: Jonathan Stiasny | 92 Minuten | FSK: Nicht geprüft
Vor zehn Jahren verstarb David Bowie und hinterlässt bis heute eine Lücke, die niemand zu füllen versteht. Unter den zahlreichen Dokumentarfilmen über die vielen Facetten seines Wirkens ragt „Bowie: The Final Act“ insofern heraus, weil der Film sich vor allem auf die späteren Lebens- und Schaffensphasen des vielgestaltigen Universalgenies konzentriert.
Ausgehend von der Serious-Moonlight-Tour im Jahre 1983, die Bowie so nah wie nur irgendwie möglich an den Mainstream heranbrachte, unternimmt der Film mithilfe von befreundeten Musikern, aber auch mit Persönlichkeiten wie der Produzenten-Legende Tony Visconti, dem Trip-Hop-Star Goldie und dem Romancier Hanif Kureishi eine wilde Odyssee vor allem durch die vermeintlich unbedeutenderen Meilensteine von Bowies Ausnahmekarriere (die Experimente mit Drum/Bass, die Phase mit der Band Tin Machine) bis hin zum finalen Schlussakkord mit dem Album Black Star, das wenige Tage vor seinem Tod erschien. Ein außergewöhnliches Requiem für einen Unsterblichen.