"Kaari Upson - ein Psychogramm zwischen Los Angeles und Hannover." Vortrag und Gespräch mit Kathleen Rahn, Direktorin Marta Herf
Die Zerrissenheit als Thema taucht in allen Werken der US-amerikanischen Künstlerin Kaari Upson auf. So betitelte sie eine frühe Galerieausstellung mit dem Satz: "I am bound to have some anxiety about this so please if I say stop, don’t stop“, 2009 (Maccarone, New York). Werk und Autorin lassen sich in ihrem Fall nicht voneinander trennen. Sie nimmt die Betrachtenden in ihren Zeichnungen, Filmen, Skulpturen, Malereien und Installationen mit auf eine mentale Reise des eigenen Körpers, der sinnbildlich genutzt wird, um albtraumhaft poetische gesellschaftliche Soziogramme zu skizzieren.
Der Kontext der künstlichen Stadt Los Angeles spielt ebenso eine Rolle, wie biografische Verbindungen etwa nach Hannover, wo Kaari Upson 2018 eine umfangreiche Einzelausstellung im Kunstverein Hannover hatte, die Kathleen Rahn als damalige Direktorin kuratierte. Upsons Mutter, Karin Kuhlemann Upson, emigrierte nach dem zweiten Weltkrieg aus Hannover nach Amerika, um hier dem amerikanischen Traum folgend zu leben und später eine Familie zu gründen. In dem Vortrag und dem Gespräch wird das Leben und Werk von Kaari Upson anhand ausgewählter Werke analysiert und diskutiert.“