Hintergrund Michał Waszyński: "Der Prinz und der Dybbuk"

Hintergrundinformationen zu Filmemacher Michał Waszyński und sein jiddisches Drama "Der Dybbuk": der Dokumentarfilm porträtiert den Regisseur und Produzenten, der ein faszinierendes Leben als menschliches Chamäleon führte:
DER PRINZ UND DER DYBBUK
POL/DEU 2017. R: Elwira Niewiera, Piotr Rosołowski. Dokumentarfilm. 82 Min. Ital-engl-polnOmdtU. FSK: 6
Wer war Moshe Waks, der 1904 als Sohn eines armen jüdischen Schmiedes in der Ukraine geboren wurde und als Prinz Michał Waszyński 1965 in Italien starb? War er ein Wunderkind des Kinos, ein raffinierter Betrüger oder ein Mann, der filmische Illusion und Realität nicht auseinanderhalten konnte? Als Regisseur und Produzent von Hollywood-Filmen in Italien und Spanien schuf Waszyński über 40 Filme. Seine eigentliche Obsession aber galt dem Film DER DYBBUK, bei dem er 1937 Regie führte. Der Film beruht auf einer alten jüdischen Legende, in der eine junge Frau von dem Dybbuk-Geist ihrer ersten Liebe heimgesucht wird. DER DYBBUK gilt nicht nur als einer der geheimnisvollsten jiddischen Filme der Filmgeschichte, er spiegelt auch Waszyńskis ruheloses Leben mit vielen ungelüfteten Geheimnissen wider.
Ein faszinierendes Porträt eines menschlichen Chamäleons, das kontinuierlich Namen, Religion, Titel und Länder wechselte; auch, um seine jüdische Herkunft, auch, um seine Homosexualität zu verschleiern. In Venedig mit dem Goldenen Löwen als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet!
Dokumentarfilm über den Lebensweg des Regisseurs von DYBBUK – dieser Klassiker des jiddischen Kinos bei uns in der Reihe "Film & Theater" am 24. April

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