Großes Kino: "City of God"
In unserer Reihe "Großes Kino" zeigen wir diesen großen Film über die Favelas von Rio de Janeiro - Jugenddrama, Gangsterfilm, soziale Anklage - "entwickelt eine Wucht, die auch mehr als zwanzig Jahre nach seiner Veröffentlichung nichts von ihrer Wirkung verloren hat." (FAZ)
CITY OF GOD
BRA/FRA/USA/DEU 2002. R: Fernando Meirelles, Kátia Lund. D: Alexandre Rodrigues, Leandro Firmino da Hora, Matheus Nachtergaele, Phellipe Haagensen. 129 Min. PortOmdtU f. Hörgesch. FSK: 16
Die Stadt Gottes: Favelas am Rande von Rio de Janeiro. In diesen Armutsvierteln kämpft sich eine Gruppe von Jugendlichen durch das Leben, zwischen der Hoffnung auf Verwirklichung ihrer Träume und einem harten Bandenkrieg. Der Film beginnt in den 1960er Jahren und erstreckt sich über zwei Jahrzehnte, in denen die Brutalität des Favela-Lebens ungeschönt dargestellt wird. Durch die Augen des jungen Buscapé, der gerne Pressefotograf werden möchte, wird die Transformation einer Jugendbande von harmlosen Streichen zu skrupellosen Gangstern nahegebracht. „Freundschaft und Verrat. Liebe und Tod… Eine packende Geschichte“ (Süddeutsche Zeitung)
Das Drehbuch von CITY OF GOD basiert auf dem gleichnamigen Roman von Paulo Lins, der selbst in der Favela Cidade de Deus aufwuchs. Um eine größere Authentizität zu erreichen, besetzte Fernando Meirelles das Schauspieler-Ensemble des Films fast ausschließlich mit Jugendlichen aus den Elendsvierteln von Rio. In seinem Heimatland hat der Film damals eine Debatte über die Zustände in den Favelas angeregt.
Einführung: Jost Henze