Film & Kunst: "Leonora im Morgenlicht"

In der Reihe "Film & Kunst" zeigen Cinema Quadrat und Kunsthalle Mannheim ein Spielfilmporträt der surrealistischen Künstlerin Leonora Carrington:
LEONORA IM MORGENLICHT
DEU/MEX/ROU/GBR 2025. R: Thor Klein, Lea Vurma. D: Olivia Vinall, Alexander Scheer, Ryan Gage. 103 Min. DF. FSK: 6
Die Malerin Leonora Carrington (1917 – 2011) und ihr phantasiereiches Werk voller spukhafter Traumwesen wird seit einigen Jahren von der Kunstszene wiederentdeckt. Sie nahm schon 1938 an einer epochalen Surrealismus-Ausstellung in Paris teil, doch im kunsthistorischen Gedächtnis verblieben danach eher die Männer, vor allem Salvador Dalí und Max Ernst. Als Tochter einer englischen Fabrikantenfamilie studierte sie Malerei in London. Sie begegnete Max Ernst und lebte mit ihm in Paris und in Südfrankreich. Im Zweiten Weltkrieg führte ihr Weg sie über Lissabon und New York nach Mexiko, wo sie heiratete und bis zu ihrem Tod lebte und arbeitete. In altmeisterlicher Malweise entstand eine ganz eigene Bilderwelt mit fließenden Grenzen zwischen den Geschlechtern, zwischen Traum und Wachzustand, zwischen archaischem Mythos und Alltag. Darin verarbeitete sie auch die traumatisierenden Erlebnisse ihrer zeitweisen Internierung in einer psychiatrischen Anstalt in den 1940er Jahren. Aus rechtlichen Gründen werden im Film leider keine ihrer Bilder gezeigt – doch er macht neugierig auf das Werk einer großen Künstlerin.
Einführung: Nina Pfister, Kunsthistorikerin, Cinema Quadrat

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