Förderprogramme

Neben Informationen und fachlicher Unterstützung ist die finanzielle Förderung eine wesentliche Motivation zur Umsetzung von Maßnahmen zur Energieeinsparung und der Energieeffizienzsteigerung. Neben der Information über Bundes- und Landesfördermittel berät die Klimaschutzagentur auch über eigene und kommunale Förderprogramme.

Förderprogramme sind:

  • Förderprogramm zur energetischen Sanierung
  • Förderprogramm zur Heizungsoptimierung
  • Förderprogramm für den Einbau von MikroKWK-Anlagen
  • PassivhausFörderprogramm
  • Förderprogramm für gering investive Maßnahmen in Vereinen und Glaubensgemeinschaften
  • Förderprogramm zur Entsiegelung von Dach, Fassaden- und Entsiegelungsflächen

Um die vielzähligen Projekte und Aktionen der Klimaschutzleitstelle durchzuführen, werden zusätzlich zur Eigenfinanzierung auch Landes- und Bundesmittel genutzt.

 

Energetische Stadtsanierung

Bei der energetischen Stadtsanierung rückt das Quartier in den Vordergrund. Strategien und Maßnahmenvorschläge zur Sanierung von privaten und öffentlichen Gebäuden, einer klimafreundlichen Mobilität und Energieversorgung sowie ein klimafreundlicher Umgang mit Ressourcen bilden die Säulen der energetischen Konzepte in den Quartieren Friedrichsfeld, Käfertal und Gartenstadt.

Im Auftrag der Klimaschutzleitstelle untersucht die Klimaschutzagentur gemeinsam mit der MVV Regioplan die ausgewählten Quartiere in Mannheim, arbeitet die Einsparpotenziale in den verschiedenen Themenschwerpunkten heraus und entwickelt Maßnahmen zur Energieeinsparung. Nach der Konzepterstellung erfolgt das Quartiersmanagement. Innerhalb von drei Jahren werden verschiedene Maßnahmen angestoßen und umgesetzt sowie durch eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit begleitet. Gefördert werden die Konzepte und Umsetzungen zur energetischen Stadtsanierung von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW – Programm-Nr. 432).

 

Energiesparmodell an Schulen der Stadt Mannheim "KliMAaktive Schule"

Im April 2018 wurde das Projekt "KliMAaktive Schule" in Durchführung durch die Klimaschutzagentur Mannheim ins Leben gerufen. Im Fokus des Projektes steht die Heranführung von Schülern an die Themen Energie und Umwelt sowie Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Zentral ist die Sensibilisierung für den bewussteren Umgang mit wertvollen Ressourcen. Das Projekt wird in der Laufzeit vom 01.04.2018 bis 31.03.2022 durch die Nationale Klimaschutzinitiative gefördert.

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programm eund Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen.

 

SMARTilience - Steuerungsmodell für eine klimaresiliente Smart City

Seit Februar 2019 ist die Stadt Mannheim als Reallabor an dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekt SMARTilience (01LR1704E) beteiligt. Ziel des Projekts ist es, ein integriertes sozio-technisches Steuerungsmodell für die klimaresiliente Stadtentwicklung zu konzipieren und in den Reallaboren Mannheim und Halle (Saale) anzuwenden. Das Steuerungsmodell soll dabei sämtliche Prozessschritte der Planung, Umsetzung und Bewertung umfassen und kommunale Entscheidungs- und HandlungsträgerInnen beim vorausschauenden, effizienten Klimahandeln unterstützen.

Eine klimaresiliente Stadt ist mit all ihren Funktionen (Versorgung, Mobilität, Wohnen, Arbeiten, etc.) widerstandsfähig gegenüber den Folgen des Klimawandels. Sie lernt durch negative klimatische Beeinträchtigungen und Ereignisse sich anzupassen, wodurch Schäden vermieden werden und die Lebensqualität erhalten und gesteigert wird. Das Konzept „Anpassung an den Klimawandel in Mannheim“ bildet hierfür die Basis. Darüber hinaus sind Klimagerechtigkeit und Resilienz wichtige Ziele des beschlossenen Leitbilds „Mannheim 2030“.
  • Projektlaufzeit: 01.02.2019 – 31.01.2022
  • Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
  • Projektpartner: Universität Stuttgart IAT, HafenCity Universität Hamburg, Malik Management Zentrum St. Gallen GmbH, Drees & Sommer Advanced Building Technologies GmbH, Stadt Halle (Saale) Dienstleistungszentrum Klimaschutz und Stadt Mannheim Klimaschutzleitstelle als Reallabore

 

Energetische Optimierung stadteigener Gebäude

Die Vorbildwirkung der Stadt mit ihren eigenen Liegenschaften steht im Fokus der Mannheimer Klimaschutzstrategie MANNHEIM AUF KLIMAKURS im Handlungsfeld „Vorbild Stadt“. Die Klimaschutzleitstelle engagiert sich daher zusammen mit dem Energiemanagement beim Fachbereich Immobilienmanagement für hohe Energiestandards bei den städtischen Gebäuden. Im Rahmen der Erstellung eines Klimaschutzteilkonzeptes zur Bewertung und energetischen Analyse, gefördert vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Klimaschutzinitiative, wurden bei 30 ausgewählten Gebäuden der Ist-Zustand beurteilt und Einsparmöglichkeiten untersucht.

Projektdaten:

  • Projekttitel „KSI: Klimaschutzteilkonzept zur Bewertung und energetischen Analyse von 30 Gebäuden der Stadt Mannheim“ (Förderkennzeichen 03K00590)
  • Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages
  • Projektlaufzeit: 01.10.2014 bis 30.09.2015
  • Projektpartner: Ausführende Stelle: FB 67 Klimaschutzleitstelle, Agnes Schönfelder; Projektleiter: FB 25 Energiemanagement, Horst Fischer / Michael Schulze; Beauftragtes Ingenieurbüro: ebök Planung und Entwicklung Gesellschaft mbH, Tübingen