Tag des offenen Denkmals am 13. September
Der diesjährige Tag des offenen Denkmals findet am Sonntag, 13. September, unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ statt. Hierzu öffnet der Eigenbetrieb Stadtentwässerung Mannheim den Fremdeneinstieg in die Kanalisation, außerdem gibt es Führungen durch das alte und neue Krematorium auf dem Hauptfriedhof Mannheim.
Fremdeneinstieg
In den 1891 errichteten Fremdeneinstieg können interessierte Besucherinnen und Besucher bei trockenem Wetter über eine eiserne Wendeltreppe in die Kanalisation hinuntersteigen. Ab 11 Uhr bietet die Stadtentwässerung halbstündlich Führungen bis 16 Uhr an. Die Besucher begehen das aus Backsteinen gemauerte Gewölbe unter der Breiten Straße (F1) und beobachten von einer Galerie aus, wie das Abwasser aus zwei Kanälen aus östlicher und westlicher Richtung in den Hauptkanal einmündet und weiter in Richtung Klärwerk fließt. Dabei hören sie spannende Geschichten aus dem Arbeitsalltag des Kanalbetriebs. Oberirdisch informiert eine Bilderausstellung über den Kanalbetrieb früher und heute.
Für den Einstieg sind festes Schuhwerk und robuste Kleidung erforderlich. Bei starkem Regen muss der Fremdeneinstieg wegen Überflutungsgefahr allerdings geschlossen bleiben.
Pumpwerk Ochsenpferch
Im Pumpwerk Ochsenpferch in der Bunsenstraße 8 (Neckarstadt-West) können die Besucher das denkmalgeschützte Gebäude und die abwassertechnischen Anlagen besichtigen. Bei den Führungen erfahren sie Wissenswertes über Funktionen und Besonderheiten des Pumpwerks. Eine Ausstellung informiert über die Geschichte des Pumpwerks und dessen Umgebung. Führungen sind stündlich ab 13 Uhr, die letzte beginnt um 16 Uhr. Das zwischen der Jungbuschbrücke und Riedbahnbrücke gelegene Bauwerk wurde vor 120 Jahren vom damaligen Stadtbaudirektor Richard Perrey im Stil des Historismus gebaut. Es ist bis heute das älteste und größte Pumpwerk der Stadtentwässerung. Außerdem ist es das einzige denkmalgeschützte Gebäude der Stadt Mannheim, welches auch heute noch seiner ursprünglichen Funktion dient.
Feuer und Flamme: zur Geschichte der Einäscherung in Mannheim im Wandel der Zeit
Die Führungen durch das alte und neue Krematorium auf dem Hauptfriedhof Mannheim spüren aufregenden 126 Jahren nach, in denen die deutsche Bestattungskultur grundlegend verändert wurde: von den Anfängen einer damals revolutionären Idee bis hin zu einem modernen, nachhaltigen Dienstleistungsbetrieb. Die Besucher erfahren, wie sich gesellschaftliche Einstellungen verändert haben, welche technischen Entwicklungen die Kremation geprägt haben und welche Bedeutung die Einäscherung heute in der Erinnerungskultur einnimmt. Treffpunkt ist jeweils um 11:00 Uhr, 13:00 Uhr und 15:00 Uhr an der Trauerhalle auf dem Hauptfriedhof Mannheim. Die Führungen dauern ca. 75 Minuten.