Umwelt & Verkehr -

Sperrung des Nordbrückenkopfes in Ludwigshafen

Sperrung der vier Zufahrten zur Kurt-Schumacher-Brücke - Großräumige Hinweis- und Umleitungsbeschilderung

Im Zuge von aktuellen Untersuchungen der Stadtverwaltung Ludwigshafen am Nordbrückenkopf (Zufahrt zur Kurt-Schumacher-Brücke) auf Ludwigshafener Seite wurden weitere Schadensbilder in Form von Spannungsriss-Korrosion festgestellt. Dies wird dazu führen, dass Verkehre von und nach Ludwigshafen nicht mehr aufrechterhalten werden können und die 1972 erbaute Kurt-Schumacher-Brücke auch von Mannheimer Seite aus nicht mehr befahrbar sein wird.

Die Hochstraße-Nord in Ludwigshafen hätte nach den Planungen der Stadt Ludwigshafen nach Fertigstellung der Hochstraße-Süd ohnehin im August gesperrt werden sollen. Allerdings mit der Möglichkeit von Mannheim aus über die Brücke in Richtung Ludwigshafen-Nord/Hemshof fahren zu können. Diese Möglichkeit fällt nun weg, sodass die Zufahrten auf die Kurt-Schumacher-Brücke entfallen. Die Stadt Mannheim hat sich auf das ursprüngliche Szenario vorbereitet. Das hierfür angedachte Konzept muss nun aufgrund der neuen Situation angepasst werden. Dazu gehört auch die Prüfung der Frage, ob und welche anderen geplanten städtischen Baumaßnahmen verschoben werden können.

Die Schienenstrecke auf der Kurt-Schumacher-Brücke ist bereits seit dem 1. Juni 2026 für den Stadtbahnverkehr der rnv gesperrt. Fußgänger und Radverkehr sind von der Sperrung nicht betroffen und können die Kurt-Schumacher-Brücke weiterhin überqueren.

In Mannheim werden daher in den kommenden Tagen sukzessive die vier Zufahrten zur Brücke gesperrt, sodass ab 5. August keine Auffahrt mehr möglich sein wird.

Die Sperrungen im Einzelnen

Im hinteren Bereich der verlängerten Fressgasse zwischen den Quadraten E7/G7 wird die Zufahrt zur Konrad-Schumacher-Brücke und zur Hafenstraße voll gesperrt. Lediglich die Abbiegung bei E7/G7 in Richtung Luisenring wird offenbleiben. Eine Weiterfahrt der Verkehre in Richtung Hafen von der verlängerten Fressgasse kommend wird damit nicht mehr möglich sein.

Die Auffahrt von der Hafenstraße – Akademiestraße auf die Brücke wird ebenfalls gesperrt. Die Zufahrt zur Akademiestraße wird weiterhin für Anwohner und die Müllabfuhr möglich sein. Ein entsprechendes Hinweisschild, das auf die Sperrung der Brücke nach Ludwigshafen hinweist, wird sichtbar aufgestellt werden.

Ebenfalls wird die Zufahrt zur Brücke vom Luisenring nicht möglich sein. Hier werden die Verkehre weiter in Richtung Parkring geleitet und können über das dortige Brückenbauwerk auf die Konrad-Adenauer-Brücke nach Ludwigshafen fahren.

Die Zufahrt vom Parkring auf die Brücke nach Ludwigshafen wird so abgesperrt, dass lediglich die Zufahrt zum Hafengebiet weiterhin möglich sein wird.

Die Umleitungen im Einzelnen

Verkehre, die aus Richtung Mannheim Nord, Untermühlaustraße kommen, werden bereits an der Ludwig-Jolly-Straße auf die Sperrung hingewiesen und via Industriestraße – Inselstraße – Friesenheimer Straße – Diffenestraße – Altrheinbrücke – Bürstadter Straße – Frankenthaler Straße / B44 – Anschlussstelle Mannheim-Sandhofen auf die A6 geleitet. Über die Theodor-Heuss-Brücke werden die Schwerlastverkehre nach Ludwigshafen fahren können. Durch diese frühzeitige Ableitung sollen die überörtlichen Schwerlastverkehre vom Ringsystem Mannheims ferngehalten werden.

Schwerlastverkehre, die im Bereich Dalberstraße ankommen, werden von dort aus nach links in Richtung Luisenring – Kaiserring – Friedrichsring – Bismarckstraße auf die Überführung zur Konrad-Adenauer-Brücke geleitet und können so nach Ludwigshafen fahren.

Eine weitreichende Hinweisbeschilderung im gesamten Mannheimer Stadtgebiet wird die Verkehrsteilnehmer auf die Sperrung der Kurt-Schumacher-Brücke nach Ludwigshafen sowie auf die Staugefahr unmittelbar im Umgebungsbereich der Brücke hinweisen. Dennoch ist mit verkehrlichen Beeinträchtigungen zu rechnen, weshalb alle Verkehrsteilnehmer gebeten werden, diesen Bereich großräumig zu umfahren.

Mannheim bleibt erreichbar – trotz Einschränkungen

Der Stadt Mannheim ist bewusst, dass die Sperrung mit verkehrlichen Einschränkungen verbunden sein wird. Daher tut sie alles Mögliche, um den Verkehr trotzdem bestmöglich fließen zu lassen und die Stadt stets erreichbar zu halten. Die Verkehrssituation wird intensiv beobachtet, um dort wo möglich, nachzusteuern. Die Sperrungen im Mannheimer Stadtgebiet sind mit den Rettungskräften abgestimmt. 

Medien