Kinder, Jugend, Familie -

Solidaritätsveranstaltung für das Jugendhaus Schönau

Einrichtung im Stadtteil gut verankert

In der Silvesternacht wurden im Jugendhaus Schönau durch Vandalismus erhebliche Schäden verursacht – Scheiben wurden eingeschlagen, Türen massiv beschädigt, Inventar zerstört, elektrisches Equipment wurde gestohlen oder aus den Halterungen gerissen. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 35.000 Euro. Bisher ist weiterhin unklar, wer für die Zerstörungen verantwortlich ist. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren geschockt, in welchem Zustand sie „ihr“ Haus angetroffen haben. Aufgrund des Vorfalls musste das Jugendhaus drei Wochen geschlossen bleiben, um die notwendigsten Reparaturarbeiten durchzuführen.

Dass das Haus im Stadtteil in dieser schwierigen Situation viel Unterstützung erfährt und dort gut verankert ist, zeigte die Solidaritätsveranstaltung am Samstag, den 14. März 2026. Der Förderverein des Jugendhaus Schönau und die Abteilung Jugendförderung des Fachbereichs Jugendamt und Gesundheitsamt hatten dazu eingeladen und für ein interessantes Programm für Jung und Alt gesorgt.

In seinem Grußwort betonte Jugend- und Bildungsbürgermeister Dirk Grunert, wie wichtig das Jugendhaus für den Stadtteil ist: Das Jugendhaus sei „Ort der Begegnung, ein Ort zum Ausprobieren, zum Lernen, zum Dazugehören. Ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche Unterstützung finden, an dem sie ernst genommen werden.“ Gerade in einem Stadtteil wie der Schönau, der von Vielfalt, von unterschiedlichen Lebensgeschichten und von verschiedenen Kulturen geprägt ist und deren Bevölkerung vor vielen sozialen Herausforderungen steht, sind solche Begegnungsorte besonders wichtig, so Bürgermeister Grunert.

Die Vorsitzende des Fördervereins Jugendhaus Schönau, Susanne Aschhoff, erinnerte daran, dass die Unterstützung des Jugendhauses seit vielen Jahren auch aus der Bürgerschaft heraus organisiert wird. Sie warb vor Ort erfolgreich für den Beitritt in den Verein, der durch ehrenamtliches Engagement den Betrieb des Jugendhauses kontinuierlich fördert.

Große Unterstützung erhielten Jugendhausleiterin Nadine Schantz und ihr Team auch von den eigenen Kolleginnen und Kollegen der Abteilung Jugendförderung, die neben dem städtischen Bau- und Immobilienmanagement schon bei den ersten Renovierungsarbeiten zur Stelle waren und jetzt in großer Zahl bei der Veranstaltung Angebote für Kinder und Jugendliche durchführten. 

Nadine Schantz bedankte sich für dieses wichtige Zeichen der Solidarität. Ihrem Team sei es besonders wichtig, „dass der Stadtteil oder die Jugend im Stadtteil nicht unter Generalverdacht gestellt“ werden. „Das wird den vielen verantwortungsbewussten jungen Menschen, denen wir bei unserer Arbeit begegnen, nicht gerecht.“ Verantwortlich sind allein die Personen, die in das Haus eingedrungen sind und darin gewütet haben. Mit dem gelungenen Fest wurde der ausufernden Zerstörungswut der Silvesternacht ein überaus positives Gegengewicht gesetzt.

Das Fest fand auch im Stadtteil großen Zuspruch. Der vom Förderverein verkaufte Kuchen fand reißenden Absatz und das Projekt „Kochen mit Liebe“ aus dem Herzogenried hatte ein Salatbuffet zusammengestellt. Die aus dem Jugendhaus Erlenhof angelieferte Popcornmaschine stand nicht still. Die Kinder- und Jugendbildung aus der Abteilung Jugendförderung war mit einem Glücksrad vertreten sowie mit der „Klötzchenbaustelle“, die im Saal des Jugendhauses eingerichtet wurde. Von einer Mitarbeiterin aus dem Jugendhaus Herzogenried lernten Kinder Luftballontiere herzustellen und im Kreativraum wurden mit Unterstützung von Kolleginnen des TECHNOSEUM Ketten geknüpft und grafische Skizzen angefertigt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Nachbarschaftshaus Rheinau hatten das Event organisiert und koordiniert. Höhepunkt war der Auftritt junger Gesangstalente aus dem Projekt „SING“ der Jugendförderung auf der Jugendkulturbühne. Der entsprechende Veranstaltungsraum hatte besonders unter dem Einbruch in der Silvesternacht gelitten, wurde aber inzwischen wieder in Betrieb genommen.

Die Einnahmen aus der Veranstaltung kommen der Instandsetzung des Jugendhauses zu Gute.

Globale Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen

Piktogramm 04 Hochwertige Bildung
Piktogramm 15 Leben an Land

Erfahren Sie mehr über die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen

Strategische Ziele der Stadt

  • Piktogramm Soziale und kulturelle Teilhabe, gesellschaftliches Miteinander und lebenslanges Lernen

    Mannheim gewährleistet Bildungsgerechtigkeit und verhindert Armut. Die soziale und kulturelle Teilhabe aller Mannheimerinnen und Mannheimer
    ist sichergestellt.

Erfahren Sie mehr über die strategischen Ziele der Stadt

Medien