Schulsozialarbeit wird weiter ausgebaut
Der Bildungsausschuss hat in seiner Sitzung am 23. April 2026 den weiteren Ausbau der Schulsozialarbeit in Mannheim beschlossen. Bereits im Rahmen der Beratungen zum Nachtragshaushalt hatte der Gemeinderat die Grundsatzentscheidung getroffen, die Schulsozialarbeit stufenweise weiter auszubauen. Auf Grundlage der Beschlussvorlage zum Mannheimer Zukunftshaushalt ist vorgesehen, den Stellenausbau bis 2028 kontinuierlich fortzuführen – mit jeweils einer zusätzlichen Vollzeitstelle pro Jahr.
Bildungsbürgermeister Dirk Grunert betonte die Bedeutung des weiteren Ausbaus:
„Gerade in der aktuell angespannten Finanzsituation ist es wichtig, ein Zeichen zu setzen, dass die Stadt Mannheim am Ausbau der Schulsozialarbeit festhält. Ziel ist es weiterhin, in den nächsten Jahren alle öffentlichen Schulen in Mannheim mit Schulsozialarbeit zu unterstützen. Schulsozialarbeit ist eine gezielte Investition in bessere Bildungschancen und mehr soziale Teilhabe. Sie hilft, Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Davon profitieren die Schülerinnen und Schüler ebenso wie die Schulen insgesamt.“
Mit den nun beschlossenen Maßnahmen werden zum Schuljahr 2027/2028 insgesamt 68 Schulen in Mannheim durch Schulsozialarbeit begleitet.
Konkreter Ausbau in den kommenden Schuljahren
Zum Schuljahr 2026/2027 wird an einer Schule erstmals Schulsozialarbeit eingerichtet und an zwei weiteren Standorten die bestehende Schulsozialarbeit ausgebaut:
Heinrich-Lanz-Schule: 0,75 VK (Neueinrichtung)
Waldhofschule: 0,125 VK (Aufstockung)
Rheinau-SBBZ: 0,125 VK (Aufstockung)
Zum Schuljahr 2027/2028 folgen zwei weitere Neueinrichtungen:
Moll-Gymnasium: 0,5 VK
Rosa-Parks-Schule: 0,5 VK
Für das Schuljahr 2028/2029 ist bereits ein weiterer Stellenzuwachs von einer Vollzeitkraft in der mittelfristigen Finanzplanung vorgesehen.
Wichtige Schnittstelle im Unterstützungssystem
Schulsozialarbeit ist ein eigenständiges, sozialräumlich orientiertes Angebot der Kinder- und Jugendhilfe in den Schule vor Ort und wird in Mannheim durch den Fachbereich Bildung koordiniert. Sie bildet eine zentrale Schnittstelle zwischen Schule, Jugendhilfe, Familien und Sozialraum.
Ziel ist es, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Prozess des Erwachsenwerdens zu begleiten und sie in ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung zu stärken. Schulsozialarbeit setzt frühzeitig an, arbeitet präventiv und unterstützt niedrigschwellig sowie kontinuierlich im Lebensumfeld Schule.
Die Finanzierung der Schulsozialarbeit erfolgt auf Grundlage der Fördergrundsätze des Landes Baden-Württemberg. Derzeit wird jede volle Stelle mit 16.700 Euro bezuschusst. Die ursprünglich anvisierte Drittelfinanzierung durch das Land wird jedoch aktuell nicht erreicht und liegt bei nur noch etwa 20 Prozent.
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