Umwelt & Verkehr -

Sanierung Kurt-Schumacher-Brückenzug: Update

Die Planungen für die langfristige Sicherung der Rheinquerungen zwischen Ludwigshafen und Mannheim schreiten voran. Die Rheinbrückengesellschaft Ludwigshafen-Mannheim mbH (RBG) hat den aktuellen Stand der Untersuchungen und die nächsten Schritte für den Kurt-Schumacher-Brückenzug am 24. September 2026 im Ausschuss für Umwelt und Technik in Mannheim vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen die Teilstücke des Kurt-Schumacher-Brückenzuges. Die Strombrücke, die Mühlauhafenbrücke und die Westkreuzbrücke, die im Rahmen einer Trassenlogik der umstehenden Infrastrukturmaßnahmen betrachtet werden.

An der Strombrücke zeigen Untersuchungen Schäden insbesondere an den Stahlhohlkästen sowie Defizite aus den statischen Nachrechnungen. Vorgesehen sind deshalb umfassende Sanierungs- und Ertüchtigungsmaßnahmen, um auch zukünftig Schwerverkehre abwickeln zu können. 

Für die Mühlauhafenbrücke wurden zwei grundsätzliche Varianten untersucht: Neubau oder Sanierung. Die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass der Neubau der Überbauten bei gleichzeitigem Erhalt und Sanierung der Unterbauten (z.B. Pfeiler) rund acht Millionen Euro beziehungsweise sieben Prozent günstiger und zugleich deutlich risikoärmer ist. Daher wird diese Variante weiterverfolgt. Die Nachrechnungen der Unterbauten laufen derzeit.

Auch an der Westkreuzbrücke besteht Sanierungsbedarf. Nach aktuellem Stand kann, mit Ausnahme der Koppelplatte, davon ausgegangen werden, dass die Standsicherheit gewährleistet ist. Geplant sind Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten einschließlich der Erneuerung der Koppelplatte. 

Für alle drei Bauwerke sind zunächst entsprechende Gremienbeschlüsse zu den Planungsbudgets erforderlich. Das Gesamtvolumen der Planungs- und Baukosten aller drei Bauwerke entspricht nach aktuellen Schätzungen ca. 229.000.000 Euro. Die Vergabe der Planerleistungen soll bis Juni 2027 erfolgen.

Parallel laufen zudem die Planungen zur Konrad-Adenauer-Brücke, einer verbesserten Anbindung an den Hafen und einer städtebaulichen Neugestaltung des Anschlussknotens in Mannheim. 
 

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