Pilotversuch: Digitalisierung der Abfalltonnen
Der Stadtraumservice Mannheim testet in den Stadtteilen Feudenheim, Neuostheim und anteilig Wallstadt die Einführung eines Identsystems. Dabei werden die Abfalltonnen für Restmüll direkt am Abfallsammelfahrzeug gescannt und digital erfasst. Zur Durchführung erhalten die Haushalte der drei Stadtteile ab dem 30. April 2026 ein Anschreiben mit Klebeetiketten, die innerhalb von 14 Tagen auf den Restmüllbehältern angebracht werden müssen.
Mehr Transparenz und Gebührengerechtigkeit
Durch die Digitalisierung erreicht der Stadtraumservice mehr Transparenz bei der Abfallentsorgung, weniger Fehlleerungen, eine gerechtere Abrechnung und eine bessere Kommunikation mit dem Kunden. Die Leerungen können mithilfe des Etiketts besser dokumentiert werden, indem jeder Abfallbehälter zweifelsfrei einem Grundstück zugeordnet wird und nur angemeldete Behälter geleert werden. Das bedeutet mehr Gebührengerechtigkeit. Unberechtigt bereitgestellte Behälter werden von der Leerung ausgeschlossen. Außerdem werden beispielsweise defekte oder ins Abfallsammelfahrzeug gefallene Müllbehälter, dem Betrieb direkt digital gemeldet. So können die Mitarbeitenden bei Nachfragen zur Leerung der Behälter genaue Auskünfte geben.
Persönliche Daten der Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer oder Mieterinnen und Mieter sind auf dem Tonnenetikett nicht enthalten. Hier stehen Straße und Hausnummer sowie Behälterart, -nummer, -volumen und Leerungsrhythmus. Das Tonnenetikett muss an der Seite angebracht werden und darf nicht entfernt werden. Es ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern sowie Mitarbeitenden die eindeutige Zuordnung zum Grundstück.
„Dies ist zunächst eine Probephase. Bei der Umsetzung setzen wir auf die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger. Die hieraus gewonnenen Erfahrungen nutzen wir bei der Einführung des stadtweiten Identsystems“, erklärt die Eigenbetriebsleiterin Alexandra Kriegel.
Beklebung durch Eigentümer bis 17. Mai
Ab dem 18. Mai 2026 will der Stadtraumservice Mannheim die Restmülltonnen im Testgebiet das erste Mal leeren. Die Abfallsammelfahrzeuge sind dafür entsprechend umgerüstet. Die Haushalte in den drei Stadtteilen müssen ihre Müllbehälter bis zum 17. Mai 2026 beklebt haben, wie in der mitversandten Anleitung vorgegeben. Eine Leerung kann nur dann erfolgen, wenn die Restmülltonnen entsprechend gekennzeichnet sind.
Mit dem digitalen Identifikationssystem wird die Entsorgung in den ausgewählten Mannheimer Stadtteilen transparenter, effizienter und zuverlässiger.