Sicherheit & Ordnung -

Neues Einsatzleitsystem auf der Hauptfeuerwache

Auf der Mannheimer Hauptfeuerwache wurde das Einsatzleit- und Kommunikationssystem der Integrierten Leitstelle auf ein neues System umgestellt. Am Dienstag, 21. Juli, wurde die zukunftsfähige Plattform erfolgreich an den Start gebracht.

„Die Leitstelle ist das Herzstück unserer Wache, hier gehen alle Notrufe der 112 ein, sowohl für die Feuerwehr als auch für den Rettungsdienst. Der Wechsel auf das neue Einsatzleitsystem erfolgte quasi ‚am offenen Herzen‘, denn wir haben das System im laufenden 24-Stunden-Betrieb umgestellt. Das war eine große Herausforderung mit einer intensiven Planungs- und Vorbereitungsphase. Ich danke allen, die über Monate hinweg an diesem anspruchsvollen Prozess beteiligt waren, sowohl von Seiten der Feuerwehr als auch von Seiten der Integrierten Leitstelle. Sie haben dafür gesorgt, dass wir unsere Notrufannahme in eine moderne und resiliente Zukunft führen können“, so Sicherheitsbürgermeister Dr. Volker Proffen.

Mit der Inbetriebnahme des neuen Einsatzleit- und Kommunikationssystems wird die technische Grundlage für die Annahme von Notrufen auf einen zukunftsfähigen technischen Stand gebracht. Es unterstützt die Leitstellen-Mitarbeiter beispielsweise beim Disponieren von Einsatzmitteln sowie in der Kommunikation mit den Einsatzkräften des Rettungsdienstes, der Feuerwehr und weiteren Sicherheitsorganisationen. Unter anderem wird dem Mitarbeiter in der Leitstelle künftig beispielsweise automatisch der Notruf-Standort angezeigt.

Das neue System, das den 26 Jahre alten Vorgänger ersetzt, läuft nicht nur zuverlässiger und stabiler, sondern bietet auch die notwendigen Grundlagen für künftige, bereits vorhersehbare technische Innovationen. Hierzu zählt unter anderem das von der EU vorgegebene „Real-Time-Texting“, das zeitnah installiert wird, so dass Notrufe dann auch per Chat-System in der Leitstelle eingehen können. Des Weiteren soll in naher Zukunft unter anderem auch eine KI-gestützte Übersetzungslösung integriert werden, so dass Sprachbarrieren im Notfall schneller und besser überwunden werden können.

„Die Einführung eines neuen Einsatzleit- und Kommunikationssystems zählt für unsere Integrierte Leitstelle zu den bedeutendsten technischen Modernisierungen der vergangenen Jahre. Eine solche Umstellung erfordert eine sorgfältige Vorbereitung, intensive Schulungen und eine enge Zusammenarbeit vieler Beteiligter. Umso mehr freut es mich, dass wir das neue System im laufenden Betrieb erfolgreich in Betrieb nehmen konnten“, erklärt Feuerwehrkommandant Thomas Näther.

„Für die Menschen zählt, dass die 112 jederzeit erreichbar ist und Hilfe schnell und sicher koordiniert wird. Die neue Technik gibt unseren Mitarbeitenden dafür eine modernisierte Arbeitsgrundlage und eröffnet uns zugleich die Möglichkeit, weitere Funktionen Schritt für Schritt einzuführen. Damit schaffen wir die Basis, um die Leitstelle auch für die Anforderungen der kommenden Jahre leistungsfähig aufzustellen“, so Christoph Scherer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Integrierten Leitstelle Mannheim.

Die neue Technik stärkt die enge Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr Mannheim und der Integrierten Leitstelle Mannheim gGmbH. Zahlreiche Mitarbeiter von beiden Seiten konnten ihr fachliches Know-how bei der Umsetzung des Projekts beisteuern.
Der Kostenpunkt für die neue Einsatzleit- und Kommunikationstechnik beläuft sich auf 5,1 Millionen Euro. Damit setzt die Stadt Mannheim ein klares Zeichen für die Sicherheit der Bevölkerung und stärkt die Vernetzung mit umliegenden Leitstellen in der Metropolregion Rhein-Neckar.

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