Umwelt & Verkehr -

Neues Baumgrabfeld

Auf dem Waldfriedhof in Gartenstadt ist der Name Programm: unter den zehn Mannheimer Friedhöfen ist er mit ca. 1.700 Grabstätten derjenige mit dem größten Angebot an Baumbestattungsplätzen. Mit dem neu eröffneten Baumgräberfeld kommen nun rund 300 weitere Grabstätten hinzu. 

2004 wurde das erste Baumgrabfeld auf dem Mannheimer Hauptfriedhof errichtet. Mittlerweile werden sie auch auf den Vororten in Käfertal, Rheinau, Seckenheim, Wallstadt, Friedrichsfeld, Sandhofen und Gartenstadt angeboten. Die Nachfrage nach orts- und naturnahen sowie pflegefreien Bestattungsmöglichkeiten aus der Mannheimer Bevölkerung bleibt konstant hoch: „die Baumbestattungen sind hier ein anhaltender Trend unter den nachhaltigen Bestattungsformaten“, weiß Eigenbetriebsleiter Andreas Adam in seinem Grußwort zu berichten. Deshalb ist es dem Friedhofsentwicklungsplaner der Friedhöfe Mannheim, Alexander Koslov, ein großes Anliegen, die Baumbestattung kontinuierlich zu optimieren und weiterzuentwickeln. In seinem kurzen Fachvortrag erläuterte er die ökologischen Besonderheiten der Anlage, die auch durch ihre ästhetisch ansprechende Gestaltung zu punkten weiß.

„Die Friedhöfe sind sehr kreativ darin, ihr Angebot an naturnahen Bestattungsmöglichkeiten, insbesondere die Baumbestattung, weiter auszubauen. Insgesamt befinden sich 35 Bäume auf der Grabfläche. 20 Bäume und Büsche und Blühsträucher mit Waldcharakter wurden Ende 2024/Anfang 2025 gepflanzt. Im Herzen der Anlage lädt eine Rundbank um eine alte Eiche zum Besinnen und Verweilen ein. Die Eiche gibt auch dem Gedenken an die Verstorbenen ihre Gestalt: die Namen der hier Bestatteten können auf Plättchen in Form eines Eichenblattes auf geschälten Eichenstämmen aus der Region angebracht werden. Zentrale Ablageflächen ermöglichen das Ablegen von persönlichen Gegenständen, ohne den naturnahen Charakter der Anlage zu stören. Ökologisch umrandet wird das Grabfeld von heimischen Waldblühsträuchern, welche die Anlage harmonisch von den anderen Friedhofsteilen abgrenzen und die Anlage auflockern“, so Erste Bürgermeisterin Prof. Dr. Diana Pretzell. 
 

Medien