Kinder, Jugend, Familie -

Neue Familien-Kita Hochstätt eröffnet

Frühe Bildung für bis zu 110 Kinder
 

Die Stadt Mannheim feiert einen weiteren wichtigen Meilenstein für Familien und Kinder: Die neu eingeweihte Familien-Kita Hochstätt stärkt das Betreuungsangebot im Stadtteil und setzt zugleich ein klares Zeichen für den kontinuierlichen Ausbau und die hohe Bedeutung frühkindlicher Bildung. 

Der barrierefreie und nachhaltig errichtete Neubau wurde Anfang dieses Jahres bezogen und bietet künftig bis zu 110 Kindern optimale Bedingungen zum Spielen, Lernen und Wachsen. In drei Krippen- und vier Kindergartengruppen finden Kinder hier einen Platz. 
 

Ein Ort für Bildung, Sprache und Integration


Bereits zum Auftakt der Einweihung wurde deutlich, wofür die neue Familien-Kita Hochstätt steht: Der Beitrag der Vorschulkinder im Rahmen von MUKI (musikalisch-rhythmisches Unterstützungsprogramm an Kindertagesstätten) zeigte anschaulich, wie Spracherziehung, frühkindliche Bildung und Integration im Alltag ineinandergreifen. 

Das Ziel einer Familien-Kita ist es, Familien durch integrierte, niederschwellige sozialpädagogische Beratungs-, Begegnungs- und Bildungsangebote zu stärken und damit die Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit der in der Einrichtung betreuten Familien zu erhöhen. Dadurch erfahren die Eltern der Kinder Hilfe direkt vor Ort. Zu den Angeboten für die Familien zählen neben der Unterstützung in Krisensituationen auch die Organisation von Aktivitäten und Begegnungen in- und außerhalb der Familien-Kita, um das Selbsthilfepotenzial der Eltern zu stärken, sowie eine Lotsenfunktion gegenüber Behörden und anderen Institutionen.

„Eine Kita wie diese ist weit mehr als ein Gebäude – sie ist ein Ort, an dem Kinder ihre ersten Freundschaften schließen, neugierig die Welt entdecken, Sprache erlernen und wichtige Grundlagen für ihr künftiges Leben legen“, sagte Oberbürgermeister Christian Specht und betonte: „Darum orientieren wir uns beim weiteren Ausbau des Kinderbetreuungsangebots immer am konkreten Bedarf des Stadtteils und investieren trotz knapper Kassen weiter in die Zukunft unserer Stadt.“

Bildungsbürgermeister Dirk Grunert ergänzte: „Als Familien-Kita ist diese Einrichtung eine verlässliche Anlaufstelle für Familien. Hier finden Eltern Unterstützung, Beratung und Austausch – niedrigschwellig und nah am Alltag. So schaffen wir gemeinsam bessere Voraussetzungen für das Aufwachsen der Kinder im Stadtteil.“
 

Von der Übergangslösung zum modernen Neubau


Das neue Kinderhaus ist auf einem ehemaligen Grundstück der katholischen Kirche entstanden. Nachdem der Kindergarten Heilig Kreuz im September 2020 in städtische Trägerschaft übergegangen war, wurde das alte Gebäude geräumt. Während Abriss und Neubau liefen, waren die Kinder und das Team in einem modularen Übergangsquartier untergebracht. Mit dem Neubau ist nun eine dauerhafte, moderne Lösung entstanden.
 

Nachhaltig gebaut und durchdacht gestaltet


Der Neubau wurde nach den Plänen des Architekturbüros raum z Architekten aus Frankfurt am Main realisiert. Auf rund 2.500 Quadratmetern Grundstücksfläche entstand ein zweigeschossiges Gebäude mit begrüntem Dach und Photovoltaikanlage. Eine DGNB-Zertifizierung in Silber wird angestrebt.

Auch architektonisch überzeugt das Gebäude mit durchdachten Details: Drei kleine Höfe entlang des Fußwegs sorgen für natürliches Licht im Inneren. Ein Balkon mit Terrasse erweitert den Außenbereich für die Krippenkinder und schafft zusätzliche Spiel- und Aufenthaltsflächen.
 

Viel Platz zum Entdecken – drinnen und draußen


Durch die Lage auf dem Grundstück entstehen zwei ineinander übergehende Außenbereiche: Für die Jüngsten gibt es geschützte Flächen mit Sandspiel, Krabbelwiese und Schaukel. Der größere Bereich auf der Parkseite bietet älteren Kindern vielfältige Möglichkeiten – vom Klettergerüst über Matschbereiche bis hin zu Hochbeeten.

Der Neubau der Familien-Kita wurde von der GBG Unternehmensgruppe realisiert. Für den Bau investierte die GBG insgesamt 10,2 Millionen Euro. Ihr Geschäftsführer Karl-Heinz Frings betonte in seinem Grußwort: „Wir wollen Räume schaffen, in denen Kinder sich entfalten und gleiche Chancen erhalten – von Anfang an. Mit dieser modernen Einrichtung gelingt uns genau das. Gleichzeitig setzen wir bewusst auf nachhaltiges Bauen, das auch künftigen Generationen zugutekommt.“
 

Ein Geschenk mit Symbolkraft
 

Zum Abschluss überreichte Oberbürgermeister Specht der Einrichtungsleitung ein besonderes Geschenk: ein Bienenzucht-Set. Damit können die Kinder den Lebensraum und die Entwicklung der (ungefährlichen) Roten Mauerbiene hautnah erleben – und spielerisch ein Bewusstsein für Natur, Nachhaltigkeit und Biodiversität entwickeln.

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