Nachtwandel: Organisatoren erarbeiten Zukunftsperspektive
Der 20. Nachtwandel soll am 29. und 30. Oktober 2027 stattfinden – bevor alle treuen Fans des beliebten Kulturfestes dieses besondere Jubiläum feiern können, legen die Organisatoren des Großevents 2026 eine kreative Schaffenspause ein. Diverse kleinere Veranstaltungsformate sollen währenddessen das Kulturleben im Jungbusch und die Vorfreude auf die nächste Nachtwandel-Ausgabe lebendig halten.
„Der Nachtwandel hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Kulturfest mit enormer Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus entwickelt. Weil sich so viele Akteure aus dem Jungbusch daran beteiligen, wirkt er identitätsstiftend für den Stadtteil. Mit dem jetzt gestarteten Prozess wollen wir eine nachhaltige Zukunftsperspektive für den Nachtwandel zu erarbeiten“, erklärt Christian Specht, Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Veranstaltungen-Tourismus-Marketing: Mannheim Erleben GmbH (VTM). Die städtische Tochtergesellschaft ist seit 2024 offizielle Veranstalterin des Nachtwandels. In dieser Eigenschaft verantwortete sie zuletzt die Infrastruktur und Logistik der Großveranstaltung, während das Gemeinschaftszentrum Jungbusch für das Kulturprogramm verantwortlich zeichnete. Darüber hinaus sind Repräsentanten der Kulturszene, der Gastronomie, und der Bewohnerschaft des Quartiers sowie das Kulturamt Mannheim in den Vorbereitungsprozess eingebunden.
„Wir arbeiten aktuell an der Schärfung des Profils des Nachtwandels als Kulturfest. Die Verschiebung gibt uns dabei Planungssicherheit für 2027. Sie bietet gleichzeitig eine Chance für eine Neustrukturierung und die Aufnahme neuer Impulse“, betont Kulturbürgermeister Thorsten Riehle. „Mir war es wichtig, diesen Weg gemeinsam mit dem Gemeinschaftszentrum Jungbusch und den Repräsentanten der verschiedenen Gruppen im Stadtteil abzustimmen. Bei einer gemeinsamen Dialogveranstaltung letzte Woche haben wir dieses Vorgehen erörtert“, so Riehle weiter.
Johannes Kieffer, Quartiermanager und Leiter des Gemeinschaftszentrums Jungbusch, freut sich über dieses gute Zusammenwirken mit der Stadt: „Der Nachtwandel ist ein einzigartiges Kulturfest und ein Beispiel für bürgerschaftliche Beteiligung. Er wurde vor über zwanzig Jahren von den Kulturschaffenden im Jungbusch ins Leben gerufen. Es ist deshalb gut, dass sie auch heute über seine Zukunft mitentscheiden.“
Die VTM wird den Nachtwandel auch zukünftig organisatorisch und finanziell unterstützen, ebenso wird das Kulturamt das Kulturprogramm weiterhin fördern. Allerdings reichen die vorhandenen Mittel – wie bereits 2025 – nicht aus, um die gesamten Kosten für die Durchführung der Veranstaltung, z.B. Logistik und Sicherheitsmaßnahmen, und für das umfangreiche Kulturprogramm zu decken. Daher soll es in den kommenden Monaten auch wesentlich darum gehen, ein tragfähiges Fundraising-Konzept zu erarbeiten, um Sponsoren für den Nachtwandel 2027 zu gewinnen und Spenden einzuwerben.
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