Klang/Bild zieht um in die Alte Feuerwache
In diesem Jahr findet das Klang/Bild - Festival für Musikfilme erstmalig in der beliebten Kultur- und Konzert-Location Alte Feuerwache vom 8. bis zum 11. Oktober statt und beschreitet damit neue Wege, die künftig noch weiter ausgebaut werden. Angestrebt wird eine engere Verzahnung zwischen Musik- und Filmschaffenden und neue Möglichkeiten des Austauschs über das Zeigen von Filmen hinweg.
„Mannheim ist ein Synonym für Musikkultur! Die dritte Ausgabe von Klang/Bild bietet ein außergewöhnliches Programm mit vielseitigen Filmen, Musikvideos, Contests, Panels und audiovisuellen Performances. In diesem Jahr hebt der Schwerpunkt auf das Musikvideo einen besonderen Aspekt der populären Musikkultur hervor. Das Festival schafft damit eine spannende Plattform für den Austausch und die Begegnung aller Schaffenden und Fans der audiovisuellen Kunstformen“, erklärt Thorsten Riehle, Kulturbürgermeister der Stadt Mannheim.
„Wir freuen uns sehr, das Klang/Bild Festival in diesem Jahr in der Alten Feuerwache Mannheim begrüßen zu dürfen. Das Festival bringt Musik, Klang, Bilder und neue Perspektiven auf spannende Weise zusammen – genau diese Offenheit und Lust am Experiment passen hervorragend zu unserem Haus. Wir wünschen allen Künstler*innen und Besucher*innen inspirierende Begegnungen, überraschende Momente und natürlich ganz viel Freude an einem besonderen Festivalprogramm”, so Christian Handrich, Leiter der Alten Feuerwache.
Festival unter dem Motto „Sounds of Mannheim“
Passend zu der Strategie einer engeren Verzahnung lokaler und regionaler Akteur*innen aus der Metropoloregion stehen die Eröffnung und der erste Tag in diesem Jahr unter dem Motto „Sounds of Mannheim“: Die Video-Performance chroma.control: Mannheim von Michael Ott kombiniert eine Videosequenz der Mannheimer Stadt- und Flusslandschaft mittels Analysealgorithmen mit dem Soundprocessing eines Saxophons. Und mit Monnem Tracks begibt sich der Filmemacher Donnie Schoenemond (GALLION Film) mit einem mobilen Studio auf den Weg durch die Stadtteile und entdeckt dort verborgene musikalische Talente von zufälligen Passanten, die spontan musikalisch improvisieren. Denn Musik ist in Mannheim an jeder Straßenecke und verborgene Talente gibt es zuhauf.
„Nach zwei erfolgreichen Jahren im Mannheimer Cinema Quadrat, zieht das Klang/Bild Festival in die Alte Feuerwache und öffnet sich für neue Formate. Mit den ‚Sounds of Mannheim‘ wird bewusst ein regionaler Schwerpunkt gesetzt, während mit dem Filmprogramm internationale Musikfilm-Highlights gezeigt werden“, so Ewa Wojciechowska, Leiterin des Kulturamts.
Besonderer Thementag rund um das Musikvideo
Neu zudem und mehr als überfällig: Am Freitag widmet sich Klang/Bild der Geschichte, Gegenwart und möglicherweise auch Zukunft der Musikvideos. Seit Anfang der 1980er Jahre und durch den Siegeszug des Musikfernsehens in Gestalt von MTV und VIVA haben Musikvideos Film und Musikgeschichte gleichermaßen geschrieben und auch heute noch spielen sie trotz des Niedergangs der Formate im linearen Fernsehen eine wichtige Rolle – nur mittlerweile eben auf anderen Kanälen und in anderen Formaten.
„MTV – war da was? Musikvideos haben uns alle in unserer Wahrnehmung von Pop seit vielen Jahren geprägt und genau das wollen wir endlich aufarbeiten“, so Michael Ackermann, Leiter des Festivals Klang/Bild. „Allerdings wollen wir es nicht nur bei einer Rückschau belassen, sondern ganz konkret aufzeigen, wie aktuell Musikvideos auch heute noch sind. Und deshalb haben wir einen Contest ausgerufen, um die neuesten Arbeiten aus der Region zu sammeln, vorzustellen und damit noch sichtbarer zu machen. Auf diese Weise wollen wir die Musik- und Filmschaffenden aus der Stadt und der Region stärker in den Mittelpunkt stellen und ihnen mehr Sichtbarkeit geben“, so Ackermann weiter.
Vielseitiges und besonderes Filmprogramm
Die handverlesenen Filme des Programm sind allesamt Mannheim-Premieren und reichen vom intimen Porträt einer israelischen Pop-Newcomerin („Noga“) zur Eröffnung über eine feministische Black-Metal-Band aus Norwegen („Hex“) und die queere Entstehungsgeschichte der House Music („Move Ya Body - The Birth of House“) bis hin zu einer selten gezeigten und überaus komischen Kurzfilmtrilogie aus Österreich („Die Last der Erinnerung“ / „Der Sieg der Barmherzigkeit“ / „Die Schwingen des Geistes“) sowie einem aufregenden Film über die Pop-Legende David Bowie („Bowie: The Final Chapter“).
„Das Sperrige und das Außergewöhnliche, das Extravagante und das Vielschichtige und manchmal auch das Absurde - unser diesjähriges Filmprogramm ist eine Einladung an alle, die das Besondere abseits von Algorithmen und digitalen Logiken suchen. Es ist eine Feier der Kreativität und Widerständigkeit und zeigt die ganze Bandbreite musikalischer Vielfalt“, so kommentiert Joachim Kurz, Kurator des Filmprogramms die Auswahl.
Das vollständige Programm mit Filmbeschreibungen und Spielzeiten ist online verfügbar unter: www.klangbild-festival.de
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