Erfolgreiche Freiwilligentage in Mannheim
Neun Tage, 60 Projekte, rund 750 Freiwillige und ein Motto – „Wir schaffen Vielfalt“: Das ist die Mannheimer Bilanz der zehnten Freiwilligentage der Metropolregion Rhein-Neckar. Vom 12. bis 20. September haben die Teilnehmenden gemeinsam renoviert, gegärtnert, aufgeräumt und sich in zahlreichen weiteren Projekten für soziale Zwecke, Umwelt und Zusammenhalt engagiert.
„Die Freiwilligentage zeigen, wie groß die Bereitschaft ist, sich für andere und für unsere Stadtgesellschaft einzusetzen. Mein herzlicher Dank gilt allen Freiwilligen und den beteiligten Organisationen und Unternehmen, die ihre Zeit, ihre Fähigkeiten und ihre Tatkraft eingebracht haben“, betont Oberbürgermeister Christian Specht. Am vorletzten Aktionstag besuchte Specht zwei Mannheimer Projekte, tauschte sich mit den Beteiligten aus und packte vor Ort selbst mit an.
Die erste Station des Rundgangs war der Campus FLoRA des Kinder- und Jugendheims St. Josef in Käfertal. Rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma Alstom gestalteten dort die 16 Kinderzimmer der beiden stationären Wohngruppen neu. Mit Farbe und handwerklichem Einsatz schufen sie eine freundliche Atmosphäre in den Räumen, die für die dort lebenden Kinder Rückzugsort und Zuhause sind. Das Kinder- und Jugendheim St. Josef begleitet seit 1851 Kinder, Jugendliche und Familien in schwierigen Lebenssituationen. Heute leben rund 100 Kinder und Jugendliche in den Wohngruppen und Wohngemeinschaften der Einrichtung. Hinzu kommen weitere Angebote der Jugendhilfe.
Anschließend besuchte der Oberbürgermeister den Erinnerungsort an die Mannheimer „Gastarbeiter*innen“ auf Spinelli. Freiwillige reinigten dort die Pultschilder und landestypischen Granitsteinflächen, pflegten die Grünfläche und setzten 100 neue Pflanzen ein. Die während der BUGA 23 entstandene Grünanlage erinnert an die Arbeitsmigration der Nachkriegszeit und würdigt den Beitrag der Zugewanderten zur Entwicklung Mannheims. Unterschiedliche Kiefern aus den Herkunftsländern der damaligen Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten bilden dort gemeinsam ein Ensemble.
„Ihr Einsatz ist mehr als die Pflege einer Grünanlage. Sie helfen mit, einen Ort der Mannheimer Stadtgeschichte zu erhalten und zeigen gleichzeitig, dass Erinnerung eine gemeinsame Aufgabe ist“, betont Specht anlässlich der Aktion. „Die Freiwilligentage stehen dafür, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam etwas für unsere Stadt zu tun.“
Auch an vielen weiteren Orten packten Freiwillige mit an: youngcaritas organisierte beispielsweise einen Spaziergang mit Seniorinnen und Senioren, beim Cleanup der Universität Mannheim rund um das Schloss halfen unter anderem Auszubildende von John Deere sowie einzelne Bürgerinnen und Bürger mit, und die Pflanzaktion der AWO Gemeinwesenarbeit Waldhof-West wurde von Mitarbeitenden der Firma Bilfinger unterstützt.
Die Freiwilligentage werden vom Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar organisiert und finden alle zwei Jahre statt. In Mannheim unterstützt die Beauftragte für Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Mannheim, Sarah Schmitt, die Koordination. Wer sich über die Freiwilligentage hinaus ehrenamtlich engagieren möchte, findet unter https://mitwirk-o-mat.de/mannheim nach dem Prinzip des Wahl-O-Mat passende Vereine und Initiativen.