Der FRANKLIN Steg ist eröffnet
Neue Brücke lässt Stadtteile zusammenrücken
Die beiden Stadtteile FRANKLIN und Vogelstang sind jetzt direkt miteinander verbunden: Der FRANKLIN Steg, eine neue Fuß- und Radwegverbindung über die stark befahrene B38, ist von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und Oberbürgermeister Christian Specht feierlich eröffnet worden. Damit rücken beide Stadtteile enger zusammen und für die Bewohner*innen verkürzen sich die Wege deutlich.
Die Brücke unterstützt den klimaneutralen Rad- und Fußverkehr und ist auch selbst durch eine besondere Holzbauweise nachhaltig konstruiert. Darum wurde der Bau vom Bundesministerium für Verkehr nach der Richtlinie zur Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland gefördert.
Mit dem von der MWSP umgesetzten FRANKLIN Steg hat Mannheim jetzt eine direkte, sichere und für den Rad- und Fußverkehr barrierefreie Überquerung der Bundesstraße 38. Die Brücke schafft eine Verbindung zwischen den neuen Angeboten im Stadtteil FRANKLIN und den bestehenden Infrastrukturen im Stadtteil Vogelstang.
Auf der FRANKLIN-Seite beginnt der Steg mit einer Rampe im grünen Freiraum von Columbus, auf der Vogelstang-Seite ist eine Helix an der Thüringer Straße entstanden.
Die Brücke zeichnet sich durch ein nachhaltiges Design und die überwiegende Verwendung von Holz als Baumaterial aus. Der Entwurf des FRANKLIN Stegs stammt von der Arbeitsgemeinschaft Knippers Helbig GmbH aus Stuttgart und dem Londoner Büro DKFS Architects. Dieser wurde im September 2020 im Rahmen eines europaweiten, nicht offenen Planungswettbewerbs aus 15 eingereichten Beiträgen ausgewählt.
Für das Projekt hat die Stadt Mannheim über das Bundesministerium für Verkehr eine Zuwendung aus dem Programm „Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland“ in Höhe von rund 9 Millionen Euro erhalten. Das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) fungiert als Bewilligungsbehörde für das Förderprogramm. Die Abwicklung der Bundesförderung erfolgt durch das Dezernat IV der Stadt Mannheim.
Oberbürgermeister Christian Specht: „Jetzt ist es soweit: Der FRANKLIN Steg überwindet die seit Jahrzehnten bestehende Barrierewirkung der Bundesstraße 38. Er verbindet die rund 12.500 Einwohner des etablierten Stadtteils Vogelstang mit dem neuen und wachsenden Stadtteil FRANKLIN, in dem heute schon rund 7.500 – und bald über 10.000 – Bürgerinnen und Bürger wohnen. Die attraktiv gestaltete
Rad- und Fußwegverbindung ermöglicht ihnen gegenseitig den direkten Zugang zu Nahversorgungsangeboten, Bildungseinrichtungen und Naherholungsmöglichkeiten in beiden Stadtteilen. Wir sind sehr dankbar, dass uns der Bund bei diesem wichtigen Projekt für nachhaltige und klimafreundliche Mobilität so großzügig unterstützt hat.“
Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr: „Der FRANKLIN Steg ist ein Leuchtturmprojekt der innovativen Radverkehrsförderung des Bundes. Die Brücke ist nicht nur eine praktische Verbindung zweier Stadtteile, sie ist auch sehr hochwertig und bewusst aus nachhaltigem Material hergestellt. Hier ist ein Stück Infrastruktur entstanden, das die Lebensqualität verbessert und Menschen sowie der Umwelt zugutekommt. Der FRANKLIN Steg ist damit ein Vorbild für eine moderne Mobilitätspolitik und dient als Modell für Kommunen in ganz Deutschland. Mir ist es ein wichtiges Anliegen, Länder und Kommunen dabei zu unterstützen, ihre Verkehrswege entsprechend weiterzuentwickeln.“
Achim Judt, Geschäftsführer der MWSP: „Der FRANKLIN Steg ist mehr als eine Verbindung zweier Stadtteile. Entstanden ist ein hybrides Bauwerk, das traditionelle und moderne Materialien intelligent kombiniert. Es steht für ökologische Verantwortung, technische Innovation und effiziente Ressourcennutzung. Der FRANKLIN Steg zeigt, wie nachhaltiges Bauen heute aussehen kann – und setzt Maßstäbe für zukünftige Infrastrukturprojekte.“
Der FRANKLIN Steg wurde von der MWSP, in Kooperation mit dem Eigenbetrieb Stadtraumservice der Stadt Mannheim, geplant und erstellt. Er verbindet Vogelstang über eine Spannweite von 50 Metern
über die B38 und einer Breite von vier Metern mit dem Stadtteil FRANKLIN. Die Wegeführung läuft dann über eine rund 100 Meter lange Erdrampe auf den neuen Columbuspfad in Richtung Platz der
Freundschaft und somit nach FRANKLIN.
Aktuell werden auf Columbus zwischen Bauhaus, der neuen Hitachi-Zentrale und auf der anderen Seite der Fürther Straße die Parkanlagen Columbus-Park und Friendship-Park fertiggestellt. Die großzügigen
Grünflächen durchziehen das Gewerbegebiet und bieten Aufenthaltsflächen und Verbindungswege.
In einem zweiten Schritt ab 2029 soll der Weg über eine weitere Brückenverbindung über die Birkenauer Straße bis nach FRANKLIN Mitte geführt werden, was die Verbindung zwischen den Stadtteilen Vogelstang und FRANKLIN noch einmal verkürzen wird.
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